Durchsuche Thema

Interview

Vom Schulreporter zum Regierungssprecher

Heu­te hat­ten wir Jugend­re­por­ter abschlie­ßend ein Inter­view mit Flo­ri­an Engels, unser Regie­rungs­spre­cher in Bran­den­burg. Das Inter­view war so auf­ge­baut, dass wir unse­re Fra­gen an ihn in 4 The­men geglie­dert haben. Und zwar in Bio­gra­fie, Beruf, Bil­dung und Demo­kra­tie. Zum The­ma „Bio­gra­fie” haben wir ihn ver­schie­de­ne Fra­gen gestellt, z. B. wie alt sei­ne zwei Kin­der sei­en - wor­auf er mit 15 und 18 ant­wor­te­te -, und zu einem ande­ren sehr inter­es­san­ten The­ma: sei­ne drei­mo­na­ti­ge Zeit im Gefäng­nis in der DDR. Herr Engels sag­te, dass die­se Zeit für ihn sehr emo­tio­nal war. Das konn­ten wir ihm auch anmer­ken, als er erzähl­te, wie er frei­ge­kom­men ist und er mit sei­nem Vater wie­der nach Bay­ern fuhr, wo er damals leb­te.

„Vom Schul­re­por­ter zum Regie­rungs­spre­cher Bran­den­burgs” - das beschreibt das nächs­te The­ma „Beruf” sehr gut. In sei­ner Schul­zeit war er bei einer Schü­ler­zei­tung, spä­ter wur­de er Jour­na­list - sein Berufs­wunsch. Danach wur­de Herr Engels sogar Pres­se­spre­cher und heu­te ist er Regie­rungs­spre­cher. Er wür­de sei­nen Beruf mit dem Wort „span­nend” beschrei­ben.

Zum The­ma „Bil­dung” haben wir ihm auch ver­schie­de­ne Fra­gen gestellt, z. B. ob sich die Bil­dung in Bay­ern von der Bil­dung in Bran­den­burg unter­schei­det, wor­auf er mit „nicht stark” ant­wor­te­te. Herr Engels sag­te aber, dass er dies nicht wirk­lich ein­schät­zen kön­ne, da er in Bran­den­burg nicht zur Schu­le ging. Jedoch kam er zum Ent­schluss, die Bil­dung in Bay­ern sei straf­fer und stren­ger auf­ge­baut; der Druck auf die Schü­ler sei dort höher. Und wie unter­schei­det sich die dama­li­ge Bil­dung zur heu­ti­gen? Er mein­te, sie habe sich nicht stark geän­dert, abge­se­hen von der Digi­ta­li­sie­rung. Als Jugend­li­cher hät­te er nicht gedacht, dass es irgend­wann mal Smart­pho­nes geben wür­de.

Kom­men wir zum The­ma „Demo­kra­tie”. Am inter­es­san­tes­ten fan­den wir sei­ne Mei­nung zur AfD. Herr Engels mein­te, dass sich Deutsch­land trotz der Wahl­er­fol­ge der Par­tei in kei­ner Kri­se befin­det. Er hal­te es auch für falsch zu sagen, wer die AfD wählt, sei ein Nazi.

 

Caro Hein­zig & Nel­ly Roß­mann

 

Das Inter­view wur­de von Caro Hein­zig, Vivi­an Heß­lich, Anna Krautz, Leni-Sophie Kurz­hals, Lau­ri­ne Mer­both, Paul Rich­ter, Nel­ly Roß­mann, Timo Stan­zel, Lisa Vogel und Leon Wie­sch­nath durch­ge­führt. Ihr könnt es dem­nächst bei Ber­tas Blog im voll­stän­di­gen Wort­laut nach­le­sen.

Die Mühlen der Bürokratie - Ein Interview mit der Integrations- und Behindertenbeauftragten Annett Noack

Am 02.03.2017 hat­ten wir Annett Noack bei uns zu Besuch. Sie ist 42 Jah­re alt und hat 2 Kin­der. Frau Noack hat Sozi­al­päd­ago­gik stu­diert und arbei­tet nun im Land­kreis als Inte­gra­ti­ons- und Behin­der­ten­be­auf­trag­te. Bei unse­rem Inter­view haben wir sie als ers­tes auf die Abschie­bung von Asyl­be­wer­bern ange­spro­chen. Sie woll­te uns, bevor sie auf die­ses The­ma ein­geht, einen gro­ben Ein­blick davon geben, was vor der Abschie­bung pas­siert. Die 42jährige berich­te­te, dass die Asyl­be­wer­ber sich als ers­tes beim Staat mel­den müs­sen (Eisen­hüt­ten­stadt) und dort kön­nen sie dann Asyl bean­tra­gen. Von dort aus wer­den sie dann in die Kom­mu­nen geschickt. Da die Fami­li­en einem Land­kreis zuge­ord­net wur­den, wer­den die Kin­der schul­pflich­tig. Wäh­rend­des­sen läuft das Asyl­ver­fah­ren wei­ter. Nach einer gewis­sen Zeit wer­den die Fami­li­en ein­ge­la­den um zu schil­dern, war­um sie geflo­hen sind. Danach wird geprüft, ob sie die Wahr­heit sagen. Nach 3 Mona­ten bis 2 Jah­ren kriegt man dann den Ableh­nungs­be­scheid, wenn die Grün­de nicht aner­kannt wer­den. Der Abschie­bungs­be­scheid erfolgt, wenn die Fami­li­en nicht von selbst abge­reist sind, da sie ja extra hier­her gekom­men sind und eine Flucht pro Per­son ca. 6.000 – 8.000 Euro kos­tet. Der Land­kreis hat kei­nen Ein­fluss auf den Abschie­bungs­be­scheid. Wenn sie es nicht akzep­tie­ren, gibt es eine Här­te­fall­kom­mis­si­on. Der Bran­den­bur­gi­sche Innen­mi­nis­ter (Herr Schrö­ter) bestimmt, ob sie blei­ben kön­nen. Wei­ter­le­sen