Ingo Paeschke (Die Linke) - Twitter-Steckbrief zur Forster Bürgermeister/inwahl

Ingo Paeschke © Pri­vat

Der lang­jäh­ri­ge Kom­mu­nal­po­li­ti­ker Ingo Paeschke (56 Jah­re) möch­te auch Bür­ger­meis­ter in Forst wer­den. Er tritt für die Par­tei Die Lin­ke zur Wahl an. In unse­rem „Twit­ter-Steck­brief“ ver­rät er uns u. a. mehr über sei­ne Zie­le.

1) Was ist Ihre größ­te Stär­ke?
Ich kann Sach­ver­hal­te gut ana­ly­sie­ren, Schluss­fol­ge­run­gen zie­hen und Lösun­gen anbie­ten. In inhalt­li­chen Dis­kus­sio­nen bin ich durch­set­zungs­stark.

2) Was ist Ihre größ­te Schwä­che?
Dies her­aus­zu­fin­den über­las­se ich den poli­ti­schen Kon­kur­ren­ten.

3) Wel­chem Ver­ein aus Forst und wel­chem Sport­ver­ein außer­halb von Forst drü­cken Sie die Dau­men?
Ich bin Mit­glied beim PSV Forst und in der Tra­di­ti­on mei­nes Groß­va­ters ein Fan des Rad­sports. Im Fuß­ball bin ich Anhän­ger von RB Leip­zig und dort öfter im Sta­di­on (das gibt Shit­s­torm).

4) Wo erho­len Sie sich in Forst am liebs­ten?
Zu Hau­se.

5) Wel­che Hob­bys haben Sie?
- bei ange­neh­men Tem­pe­ra­tu­ren mit dem Rad eini­ge Kilo­me­ter zurück­le­gen
- aktiv Kom­mu­nal­po­li­tik betrei­ben
- im Netz sur­fen und ab und zu ein Buch lesen

6) War­um haben Sie sich als Bürgermeister/in in Forst bewor­ben?
Ich möch­te nach 20 Jah­ren als Stadt­ver­ord­ne­ter mei­ne poli­ti­schen Zie­le für Forst deut­lich stär­ker umset­zen. Die Stadt braucht eine lang­fris­tig ange­leg­te Ent­wick­lungs­kon­zep­ti­on, die unse­re und die Zukunft fol­gen­der Gene­ra­tio­nen sichert.

7) Wenn Sie gewählt wer­den, was ist Ihr wich­tigs­tes Ziel?
Es gibt meh­re­re wich­ti­ge Zie­le. Dabei geht es um Sta­bi­li­sie­rung der städ­ti­schen Finan­zen, die Innen­stadt­be­bau­ung, die Ver­sor­gung der Älte­ren und die Ver­bes­se­rung der Mög­lich­kei­ten und Ange­bo­te für jün­ge­re und jun­ge Men­schen.

8) War­um soll­ten die Fors­ter Bürger/innen Sie wäh­len?
Weil ich lang­jäh­ri­ge Erfah­run­gen in der Kom­mu­nal­po­li­tik besit­ze und kei­ne lee­ren Ver­spre­chun­gen mache. Ein Bür­ger­meis­ter ist nicht Super­man (oder -woman). Es geht dar­um, alle recht­li­chen und finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten zu Guns­ten unse­rer Stadt nutz­bar zu machen.

9) Wer sind Ihre Wunschwähler/innen?
Jeder, der mei­ne inhalt­li­chen Ansät­ze tei­len kann.

10) Mit wel­cher Par­tei kön­nen Sie sich eine Zusam­men­ar­beit am bes­ten vor­stel­len?
Zuerst natür­lich mit mei­ner eige­nen, der Lin­ken. Als Bür­ger­meis­ter muss ich mich aber um eine ver­nünf­ti­ge Zusam­men­ar­beit mit allen Mit­glie­dern der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung bemü­hen und Mehr­hei­ten orga­ni­sie­ren.

11) Wel­che Erfah­run­gen haben Sie in der kom­mu­na­len Ver­wal­tung?
Ich bin seit 20 Jah­ren Stadt­ver­ord­ne­ter und dar­un­ter vie­le Jah­re als Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der. Seit 2006 bin ich Mit­glied des Kreis­ta­ges und finanz­po­li­ti­scher Spre­cher. Ich ken­ne also die Bedeu­tung der Zusam­men­ar­beit von Stadt und Land­kreis.

12) Wie möch­ten Sie das Frei­zeit­an­ge­bot für Kin­der und Jugend­li­che ver­bes­sern?
Ziel ist die Ent­wick­lung des Sta­di­ons zusam­men mit Mehr­zweck- und Schwimm­hal­le zu einem Sport-, Jugend- und Frei­zeit­zen­trum inklu­si­ve einer Ska­ter­an­la­ge. Wich­tig ist die Kon­zen­tra­ti­on an einem Ort, weil nur so alle För­der­mög­lich­kei­ten opti­mal genutzt wer­den kön­nen.

13) Wie möch­ten Sie die Schu­len in Forst unter­stüt­zen?
Alle Grund­schu­len (auch pri­vat) und die Ober­schu­le sind zu erhal­ten und müs­sen bau­lich und tech­nisch in gutem Zustand gebracht wer­den. Mit dem Kreis als Trä­ger des Gym­na­si­ums gilt es an der Wei­ter­ent­wick­lung der Schu­le als höchs­te Bil­dungs­ein­rich­tung der Stadt zu arbei­ten.

14) Wie möch­ten Sie die Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten für Jung und Alt in Forst und im Umland gestal­ten?
Die Situa­ti­on im Ein­zel­han­del wird auch in naher Zukunft schwie­rig blei­ben. Der Online­han­del nimmt immer mehr zu. Es geht also um die För­de­rung von Nischen­an­ge­bo­ten und Spe­zia­li­sie­run­gen. Dar­über hin­aus den­ke ich über Fac­to­ry­out­let nach ähn­lich wie in Bad Müns­ter­ei­fel (NRW).

15) Wie möch­ten Sie die Ärz­te­ver­sor­gung sichern?
Hier set­ze ich auf die Wei­ter­ent­wick­lung der Lau­sitz­kli­nik mit dem MVZ. Seit dem Anteils­ver­kauf an der Ernst von Berg­mann Kli­ni­kum in Pots­dam haben wir eine posi­ti­ve Ent­wick­lung genom­men. Die­se muss fort­ge­setzt wer­den.

16) Wie möch­ten Sie die Wirt­schaft in Forst stär­ken?
Es ist immer die Auf­ga­be des Bür­ger­meis­ters als ers­ter Wirt­schafts­för­de­rer der Stadt aktiv zu sein. Unter­neh­men brau­chen glei­che Chan­cen, wenn es um die Ver­ga­be städ­ti­scher Auf­trä­ge geht. Jun­ge Unter­neh­mer kön­nen dazu Qua­li­fi­zie­rungs­an­ge­bo­te erhal­ten.

17) Wie möch­ten Sie ein viel­fäl­ti­ges, gewalt­frei­es und demo­kra­ti­sches Mit­ein­an­der in Forst för­dern?
Gewalt ist weder ein Mit­tel der Poli­tik noch des per­sön­li­chen Umgangs und muss mit allen recht­li­chen Mit­teln bekämpft wer­den. Der gegen­sei­ti­ge Respekt ist die Grund­la­ge des Zusam­men­le­bens. Mit­ein­an­der reden hilft und ver­hin­dert die Eska­la­ti­on von Kon­flik­ten.

18) Was wol­len Sie für Forst errei­chen im Bereich Sicher­heit?
Die Auf­ga­ben des Ord­nungs­am­tes sind so zu prä­zi­sie­ren, dass der Schwer­punkt auf der Arbeit auf der Sicher­heit für die Bür­ger und nicht in der Über­wa­chung von Park­ver­stö­ßen liegt. Sicht­ba­re Strei­fen des Ord­nungs­am­tes und eine enge Zusam­men­ar­beit mit der Poli­zei sind erfor­der­lich.

19) Was ist die wich­tigs­te Auf­ga­be beim The­ma Zuwan­de­rung?
Inte­gra­ti­on ist ent­schei­dend!!
In einer offe­nen Gesell­schaft gehö­ren Men­schen aus ande­ren Län­dern zum All­tags­bild. Forst wird nicht von Flücht­lin­gen über­rannt. Die zu uns kom­men und einen Rechts­an­spruch haben, müs­sen sich natür­lich an bestehen­de Geset­ze hal­ten.

20) Was möch­ten Sie gegen den Bevöl­ke­rungs­rück­gang und stei­gen­den Woh­nungs­leer­stand in Forst unter­neh­men?
Das bis­he­ri­ge Abriss­pro­gramm hat den Leer­stand nicht redu­ziert. Das gan­ze Kon­zept muss über­ar­bei­tet wer­den. Schnel­le Lösun­gen sind nicht in Sicht.
Bevöl­ke­rungs­rück­gang kann nur durch gute Arbeits­plät­ze und sozia­le Sicher­heit gestoppt wer­den.

21) Wie sol­len die Flä­chen nach dem Abriss leer­ste­hen­der Gebäu­de Ihrer Mei­nung nach genutzt wer­den?
Neu­be­bau­ung im Zen­trum, maxi­mal drei­ge­schos­si­ge Bebau­ung am Markt, dahin­ter auch die Mög­lich­kei­ten für Ein­fa­mi­li­en­häu­ser schaf­fen. Ver­knüp­fung von Wohn- und Erho­lungs­flä­chen in zen­tra­ler Lage. Im Außen­be­reich Rück­bau der städ­ti­schen Infra­struk­tur.

22) Wel­che Ide­en haben Sie für den Tou­ris­mus in Forst?
Das Ange­bot an kul­tu­rel­len Ver­an­stal­tun­gen im Rosen­gar­ten muss aus­ge­baut wer­den. Wir kön­nen mehr Ange­bo­te rund um das Fahr­rad ent­wi­ckeln, auch unter Ein­bin­dung der Rad­renn­bahn. Ein Mode­wo­chen­en­de für Nor­mal­bür­ger in alter Indus­trie­kul­tur wäre vor­stell­bar.

23) Ver­voll­stän­di­gen Sie bit­te den Satz: 2026 soll­te es in Forst …
weni­ger Dro­gen und mehr ordent­lich bezahl­te Jobs geben, die Bevöl­ke­rungs­zahl sta­bil sein und die kul­tu­rel­len, sport­li­chen und Bil­dungs­mög­lich­kei­ten allen Ein­woh­nern offen ste­hen. Pro­ble­me wer­den fried­lich gelöst. Zuwan­de­rung wird nicht als Bedro­hung emp­fun­den.

 

Wir haben die Kan­di­da­tin und die Kan­di­da­ten im Vor­feld der Wahl gebe­ten, sich euch etwas näher vor­zu­stel­len. Dies geschieht in Form eines „Twit­ter-Steck­brie­fes“. Die Bewer­be­rin und die Bewer­ber haben von uns alle die­sel­ben 23 Fra­gen erhal­ten. Ihre Ant­wor­ten durf­ten – wie beim Mikro­blog­ging-Dienst „Twit­ter“ – eine maxi­ma­le Zei­chen­zahl von 280 (inkl. Leer­zei­chen) nicht über­schrei­ten.


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