„Spannend-vielfältig-schön-jeden-Tag” - Interview mit Florian Engels (Teil 2)

„Vom Schul­re­por­ter zum Regie­rungs­spre­cher Bran­den­burgs” - das beschreibt den zwei­ten Teil unse­res Inter­views mit Flo­ri­an Engels sehr gut. In sei­ner Schul­zeit war er bei einer Schü­ler­zei­tung, spä­ter wur­de er Jour­na­list. Danach wur­de Herr Engels sogar Pres­se­spre­cher und heu­te ist er Regie­rungs­spre­cher. Und wie wür­de er sei­nen Beruf in einem Wort cha­rak­te­ri­sie­ren? Lest selbst.

Ber­tas Blog: War­um sind Sie Jour­na­list gewor­den?

Flo­ri­an Engels: Zum einen habe ich sehr früh ange­fan­gen nicht Bücher, son­dern Zei­tun­gen zu lesen. Zei­tun­gen fand ich immer irre. Es gibt von mir Bil­der als Kind, auf denen ich eine Zei­tung in der Hand hal­te; als sechs- oder sie­ben­jäh­ri­ger, als ich noch gar nicht rich­tig lesen konn­te. Wahr­schein­lich habe ich mir die Bil­der dar­in ange­schaut. Und zum ande­ren habe ich mich in der Schu­le schon um eini­ges geküm­mert. Ich war auch mal Schü­ler­spre­cher, weil mich das sozia­le Leben, die Gemein­schaft, immer inter­es­siert hat und ich etwas dafür tun woll­te. Dazu hat bei uns auch eine Schü­ler­zei­tung gehört, die ich zusam­men mit ande­ren gemacht habe. Kei­ne Ahnung, wie alt ich da gewe­sen bin, drei­zehn oder so. Ich habe zudem foto­gra­fiert, was mir auch immer Spaß gemacht hat und bin viel gereist. Und dadurch kam das ein­fach so. Es ist bei vie­len Jour­na­lis­ten der Fall, dass sie mal für eine Schü­ler­zei­tung gear­bei­tet haben. Wer Schü­ler­zei­tun­gen macht, inter­es­siert sich für die Öffent­lich­keit, schreibt über Din­ge, die gesche­hen. Das ist eine ganz gute Grund­la­ge für den Jour­na­lis­mus. Dazu gehört unbe­dingt auch: Neu­gier, Lust an der Spra­che, Lust zu schrei­ben, Lust etwas aus­zu­drü­cken und dar­zu­stel­len. Und ich freue mich, dass mich mei­ne Eltern auf dem Weg immer unter­stützt haben.

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„Und plötzlich ruft jemand ‚Muck’.” - Interview mit Florian Engels (Teil 1)

Flo­ri­an Engels arbei­tet als Regie­rungs­spre­cher im Land Bran­den­burg. Wäh­rend der Pro­jekt­wo­che am Fried­rich-Lud­wig-Jahn-Gym­na­si­um hat er mit uns über sei­ne Schul­zeit, sei­ne Fami­lie, sei­ne drei­mo­na­ti­ge Zeit im Gefäng­nis in der DDR, sei­nen Beruf, über das The­ma „Bil­dung” und über die Demo­kra­tie in Deutsch­land gespro­chen. Den ers­ten Teil unse­res Inter­views könnt ihr nun hier lesen.

Ber­tas Blog: Wie waren Sie in der Schu­le?

Flo­ri­an Engels: Kommt aufs Fach an. Im Sport war ich ganz gut. In Mathe war ich anfangs auch ganz ordent­lich, aber als es in Rich­tung Abitur gegan­gen ist, ging es steil abwärts. Ich kom­me aus West­deutsch­land – aus Bay­ern – und war dort in einer Grund­schu­le. Wir Jungs muss­ten damals auch Häkeln ler­nen. Ich weiß nicht, ob Jungs das heu­te auch noch machen müs­sen. Aber in Häkeln war ich wirk­lich schlecht. In Geo­gra­fie habe ich gute Noten bekom­men. Ich hat­te auch Latein im Gym­na­si­um. Damit habe ich mich sehr schwer getan. Ich mer­ke aber jetzt im Nach­hin­ein, dass mir die­ses Latein spä­ter unglaub­lich gehol­fen hat, um ande­re Spra­chen zu ler­nen, z. B. Fran­zö­sisch oder Spa­nisch, weil vie­le Spra­chen einen Bezug zum Latei­ni­schen haben. Ich habe Latein nicht gemocht. Es ist jedoch ganz hilf­reich, auch wenn man es in der sieb­ten Klas­se – beim Voka­bel­ler­nen – viel­leicht nicht ein­se­hen will.

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Ich hatte da mal einen Ohrwurm...

„Des­pa­ci­to” ist ein Lied des puer­to-rica­ni­schen Sän­gers Luis Fon­si in Zusam­men­ar­beit mit dem eben­falls aus Puer­to Rico stam­men­den Rap­per Dad­dy Yan­kee. Das Lied ent­wi­ckel­te sich zu einem Welt­erfolg und wur­de trotz sei­ner Ver­öf­fent­li­chung im Win­ter 2016/17 als ein Som­mer­hit bezeich­net und auch sehr oft im Radio gespielt.

Ins­be­son­de­re eine Ver­si­on mit dem kana­di­schen Sän­ger Jus­tin Bie­ber konn­te den Erfolg stei­gern. So wur­de das Musik­vi­deo zu „Des­pa­ci­to” mit über 4,8 Mil­li­ar­den Auf­ru­fen der mit gro­ßem Abstand meist­ge­se­he­ne You­Tube-Clip aller Zei­ten.

Mei­ner Mei­nung nach ist der Song am Anfang sehr gut gewe­sen, aber da der Song sehr oft im Radio abge­spielt wur­de bzw. ich den Song zu oft gehört habe, fin­de ich den Song nicht mehr ganz so gut. Geht’s euch genau­so?

 

CH

Die Jugend von heute! - Warum ich mich mit 18 Jahren manchmal wie 85 fühle

Ich mag Recht­schrei­bung und Gram­ma­tik. Ich fin­de es toll, wenn Sät­ze einen Sinn erge­ben (trau­rig genug, dass man das sagen muss). Des­halb regt es mich umso mehr auf, wenn ich von mei­nem jün­ge­ren Bru­der eine Whats­App-Nach­richt mit dem Inhalt „Ich geh raus kann mei­ne Freun­din nacher mit zu mir kom­men??? Mama sagt ixg muss 19 zuhau­se sein bist du da da wenn ja mach mal 🍕 warm“ erhal­te. Gott, lass es Kom­mas reg­nen!

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Foto des Monats

Die­ses Bild ist im Gar­ten ent­stan­den. Die Rose trägt im Som­mer vie­le duf­ten­de Blü­ten. Der Win­ter hat lei­der noch nicht auf­ge­ge­ben und uns immer noch im Griff. Tie­re, Men­schen und auch Pflan­zen hof­fen sehn­süch­tig auf den Früh­ling und etwas Wär­me. Aber er wird in den nächs­ten Wochen sicher auch bei uns ankom­men.

Das Foto habe ich mit mei­ner Canon EOS 1300d und einem Zoom-Objek­tiv gemacht. Einen Bild­fil­ter habe ich nicht ver­wen­det.

 

AK

Schüler unterrichten Schüler

„Mir hat es sehr viel Spaß gemacht“, äußer­te sich ein Schü­ler der Grund­schu­le Keu­ne über das Pro­jekt „Schü­ler unter­rich­ten Schü­ler“. Die­ses wird seit cir­ca fünf Jah­ren an unse­rer Schu­le mit den Grund­schü­lern der sechs­ten Klas­sen und dem 11. Jahr­gang des Gym­na­si­ums durch­ge­führt. 52 Elft­kläss­ler unter­rich­te­ten drei Tage lang die Schü­ler der sechs Fors­ter Grund­schu­len in den Fächern Geschich­te, Musik, Deutsch, Mathe, Natur­wis­sen­schaft, Eng­lisch, Geo­gra­fie und Kunst. Die „Leh­rer“ lie­ßen sich tol­le Unter­richts­the­men sowie Dar­stel­lungs­for­men ein­fal­len und berei­te­ten alles gemein­sam in Abspra­che mit den Fach­leh­ren vor.

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Woche des individuellen Lernens: vom Cottbuser Gericht zum Berliner Dungeon

Ges­tern waren die Neunt­kläss­ler dran, heu­te nun erfahrt ihr von mir mehr über die „Woche des indi­vi­du­el­len Ler­nens” (13.12.-20.12.2017) der zehn­ten Klas­sen am Gym­na­si­um.

Dem 10. Jahr­gang stan­den ver­schie­de­ne Pro­jek­te zur Aus­wahl: Es gab einen Ers­te-Hil­fe-Kurs, eine AG Rechts­kun­de, ein Schach-Ange­bot mit dem frü­he­ren Fors­ter Bür­ger­meis­ter Jür­gen Gold­schmidt und ein Mathe­ma­tik­trai­ning. Wei­ter­le­sen

Woche des individuellen Lernens: vom Kraftwerk Jänschwalde bis zum Spionagemuseum

Vom 13.12. bis 20.12.2017 - von Mitt­woch bis Mitt­woch - war für die Schü­ler des 9. und 10. Jahr­gangs des Fried­rich-Lud­wig-Jahn-Gym­na­si­ums die „Woche des indi­vi­du­el­len Ler­nens”. Was genau haben sie gemacht und wie emp­fan­den sie es? Ich habe die Schü­ler genau das gefragt. Heu­te erfahrt ihr mehr über die Neunt­kläs­ser, mor­gen geht es dann hier wei­ter mit den Zehnt­kläss­lern.

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Satire über die Digitalisierung der Welt

Qua­li­ty­Land! Es ist nicht bes­ser. Es ist das Bes­te. Es ist ein Land, in dem nur der Super­la­tiv exis­tiert. Es ist ein Land, in dem schein­bar alles per­fekt ist. Wünschst du dir was und du kannst es dir nicht leis­ten? Mel­de dich ein­fach bei The Shop an. The Shop weiß, was du willst. Du bekommst das zuge­schickt, was du dir wünschst, ohne es bestel­len zu müs­sen. Oder hast du Stress mit dei­nem Part­ner? Kein Pro­blem Qua­li­tyPart­ner sucht dir den rich­ti­gen Part­ner aus, einen der die glei­chen Inter­es­sen hat wie du. Super prak­tisch, oder? Alles ist von Algo­rith­men opti­miert: dei­ne Frei­zeit, dei­ne Arbeit und dei­ne Bezie­hung. Alles ist super ein­fach. Du musst noch nicht ein­mal mehr schwie­ri­ge Ent­schei­dun­gen tref­fen, denn in Qua­li­ty­Land gibt es nur eine rich­ti­ge Ant­wort auf alle Fra­gen: OK.

Aber was ist, wenn es doch einen Feh­ler im Sys­tem gibt und du schein­bar der ein­zi­ge bist, der es bemerkt.

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tschick - zwischen gut und langweilig

War­um wir im Unter­richt immer die lang­wei­li­gen Bücher lesen müs­sen, kann ich euch nicht sagen. Aber wenn ihr „tschick” lesen müsst, habt ihr echt Glück gehabt, denn es gibt echt noch Schlim­me­res...

Für alle, die nicht wis­sen, wor­um es in dem Buch geht: Zwei Jugend­li­che fah­ren aus Lan­ge­wei­le in den Som­mer­fe­ri­en mit einem geklau­ten Lada durch Deutsch­lands Pro­vinz, um in die Wala­chei zu gelan­gen. Ohne Kar­te und Kom­pass kom­men sie natür­lich aber nicht an.

 

 

An sich fin­de ich das Buch ja ganz gut, doch man könn­te im Unter­richt ja doch noch schö­ne­re Bücher lesen!
Mein Fazit: Lest das Buch erst, wenn ihr nicht noch bes­se­re da habt.

 

PL

 

Wolf­gang Herrn­dorf: tschick, Rowohlt Ver­lag (2012), 9,99€.

Bild­quel­le: www.rockland.fm

Video­quel­le: you­tube