Simone Taubenek (parteilos) - Twitter-Steckbrief zur Forster Bürgermeister/inwahl

Simo­ne Tau­benek © Patrick Lucia

Im letz­ten Teil unse­rer Rei­he „Twit­ter-Steck­brief“ erfahrt ihr mehr über Simo­ne Tau­benek. Die 52-Jäh­ri­ge tritt als unab­hän­gi­ge Kan­di­da­tin zur Bürgermeister/inwahl in Forst an.

1) Was ist Ihre größ­te Stär­ke?
Mei­ne größ­te Stär­ke ist Kom­mu­ni­ka­ti­on. Als im Stern­zei­chen Waa­ge Gebo­re­ne bin ich dar­über hin­aus bestrebt, gerecht und aus­glei­chend zu sein. Durch den in mei­ner Jugend betrie­be­nen Sport habe ich eines gelernt - auf­ge­ben gibt es nicht. Sub­jek­ti­ves aus­blen­den, objek­tiv hart sein.

2) Was ist Ihre größ­te Schwä­che?
Geduld ist nicht mein zwei­ter Vor­na­me.

3) Wel­chem Ver­ein aus Forst und wel­chem Sport­ver­ein außer­halb von Forst drü­cken Sie die Dau­men?
Forst (Lau­sitz) hat nicht nur Sport­ver­ei­ne, son­dern ist sehr viel­fäl­tig auf­ge­stellt. Für die Mühen soll­te jeder Sport­ler und ins­be­son­de­re jeder Ehren­amt­ler in sei­ner Sport­art durch Erfolg belohnt wer­den. Mein Bru­der war Arzt bei RB Leip­zig. Ich drü­cke denen die Dau­men.

4) Wo erho­len Sie sich in Forst am liebs­ten?
Am liebs­ten erho­le ich mich zu Hau­se bei einem guten Kri­mi, einem Film oder bei der Gar­ten­ar­beit. Ich fah­re gern mit dem Fahr­rad, gehe spa­zie­ren oder jog­ge. Ich bin auch gern mal weg (Kon­zert, Sport­events, usw.), um gern wie­der nach Hau­se zu kom­men.

5) Wel­che Hob­bys haben Sie?
Ich koche, lese und rei­se gern. Ich mache gern Sport (Step Aero­bic, AROHA, Lau­fen).

6) War­um haben Sie sich als Bürgermeister/in in Forst bewor­ben?
Mit 52 Jah­ren bie­tet sich für mich ver­mut­lich das letz­te Mal die Mög­lich­keit, etwas Neu­es im Berufs­le­ben zu machen. Das Amt der Bür­ger­meis­te­rin gibt mir die Chan­ce, das Leben in der Stadt und die Stadt selbst aktiv zu gestal­ten. Außer­dem den­ke ich, dass ich es kann.

7) Wenn Sie gewählt wer­den, was ist Ihr wich­tigs­tes Ziel?
Ich möch­te die Rah­men­be­din­gun­gen in der Stadt so ver­bes­sern, dass Forst (Lau­sitz) sich als Kreis­stadt, durch Zuzug von jun­gen Fami­li­en, durch einen guten wirt­schaft­li­chen und tou­ris­ti­schen Stand­ort über­re­gio­nal aus­zeich­net.

8) War­um soll­ten die Fors­ter Bürger/innen Sie wäh­len?
Sie soll­ten mich wäh­len, weil ich auf­grund mei­ner 23-jäh­ri­gen Berufs­er­fah­rung in der Poli­zei die Kom­pe­tenz und Erfah­rung habe, eine gute Bür­ger­meis­te­rin zu wer­den. Pro­blem­be­wäl­ti­gung war und ist mein täg­li­ches Brot.

9) Wer sind Ihre Wunschwähler/innen?
Nie­mand kann sich die Wäh­ler aus­su­chen. Ent­we­der ich über­zeu­ge die Mehr­heit und wer­de gewählt oder ich über­zeu­ge nicht, dann gewinnt ein ande­rer Kan­di­dat. Einen Wunsch habe ich. Es soll­ten so vie­le Bür­ger wie mög­lich wäh­len, damit der Groß­teil hin­ter der Bür­ger­meis­te­rin steht.

10) Mit wel­cher Par­tei kön­nen Sie sich eine Zusam­men­ar­beit am bes­ten vor­stel­len?
Ich muss und will als Bür­ger­meis­te­rin mit allen in der SVV ver­tre­te­nen Par­tei­en und Wahl­bünd­nis­sen gut zusam­men­ar­bei­ten, ansons­ten wird nichts und das umso mehr, als im Mai 2019 Kom­mu­nal­wah­len sind und sich die SVV ver­mut­lich anders zusam­men­set­zen wird.

11) Wel­che Erfah­run­gen haben Sie in der kom­mu­na­len Ver­wal­tung?
Mei­ne Erfah­run­gen beschrän­ken sich auf die Zusam­men­ar­beit als Poli­zis­tin mit der kom­mu­na­len Ver­wal­tung (Stadt- und Kreis­ver­wal­tung). Ich selbst arbei­te in der Lan­des­ver­wal­tung. Recht­mä­ßig­keit des Ver­wal­tungs­han­delns ist hier wie da obers­ter Grund­satz.

12) Wie möch­ten Sie das Frei­zeit­an­ge­bot für Kin­der und Jugend­li­che ver­bes­sern?
Außer der Tat­sa­che, dass ich höre, dass in Forst (Lau­sitz) nichts los sei, weiß ich nicht, wel­che Frei­zeit­an­ge­bo­te die Kin­der und Jugend­li­che - die Gene­ra­ti­on Z - wirk­lich wol­len. Hier bedarf es eines inten­si­ven Aus­tau­sches mit allen Betei­lig­ten.

13) Wie möch­ten Sie die Schu­len in Forst unter­stüt­zen?
Die Stadt­ver­wal­tung ist nur für die Gebäu­de, das Grund­stück und die tech­ni­sche Aus­stat­tung zustän­dig. Ich möch­te den­noch alle Schu­len so aus­stat­ten, dass ein zukunfts­fä­hi­ges Ler­nen (Tablets, White­boards, Lap­tops, usw.) mög­lich ist.

14) Wie möch­ten Sie die Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten für Jung und Alt in Forst und im Umland gestal­ten?
Das Ange­bot für Lebens­mit­tel ist umfang­reich. Was tun gegen Online-Han­del? Ich wer­de mit den Händ­lern ins Gespräch kom­men, um die Bsp. von ande­ren Städ­ten - loka­le Ein­kaufs­stra­ße im Inter­net - umzu­set­zen. Ein Inter­net­ge­schäft für die Älte­ren, die es nicht kön­nen, geht auch.

15) Wie möch­ten Sie die Ärz­te­ver­sor­gung sichern?
Die Bür­ger­meis­te­rin ist hier nur Bitt­stel­le­rin bei den Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gun­gen, um die ärzt­li­che Ver­sor­gung abzu­si­chern. Den­noch muss Forst (Lau­sitz) zur Nie­der­las­sung für Ärz­te attrak­tiv wer­den, die­se Rah­men­be­din­gun­gen muss ich mit­ge­stal­ten.

16) Wie möch­ten Sie die Wirt­schaft in Forst stär­ken?
Hier gilt es die loka­le Wirt­schaft zu unter­stüt­zen. Wei­ter­hin muss mit dem Land­kreis, der Lan­des- und Bun­des­re­gie­rung ver­sucht wer­den, wei­te­re Wirt­schafts­un­ter­neh­men anzu­sie­deln.

17) Wie möch­ten Sie ein viel­fäl­ti­ges, gewalt­frei­es und demo­kra­ti­sches Mit­ein­an­der in Forst för­dern?
Forst (Lau­sitz) ist viel­fäl­tig, demo­kra­tisch und glück­li­cher­wei­se gewalt­frei. Die­ses Mit­ein­an­der kann durch wei­te­re Kom­mu­ni­ka­ti­on mit allen, die sich ein­brin­gen wol­len und mit denen, die sich ein­brin­gen könn­ten, geför­dert wer­den.

18) Was wol­len Sie für Forst errei­chen im Bereich Sicher­heit?
Sicher­heit und Ord­nung sind Grund­be­dürf­nis­se eines jeden. Prä­ven­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen auf allen Ebe­nen (Dro­gen, Eigen­tum, Senio­ren, Ver­kehr) kön­nen da hel­fen, genau wie der Prä­ven­ti­ons­rat und die Bil­dung von Sicher­heits­part­ner­schaf­ten mit der Poli­zei.

19) Was ist die wich­tigs­te Auf­ga­be beim The­ma Zuwan­de­rung?
Es muss auf ein aus­ge­wo­ge­nes Ver­hält­nis zwi­schen der Bevöl­ke­rung und der Anzahl der Zuwan­de­rer geach­tet wer­den. Ansons­ten soll­ten die­je­ni­gen, die ein Blei­be­recht haben, schnellst­mög­lich inte­griert wer­den. Das gilt sowohl hin­sicht­lich der Rech­te als auch der Pflich­ten.

20) Was möch­ten Sie gegen den Bevöl­ke­rungs­rück­gang und stei­gen­den Woh­nungs­leer­stand in Forst unter­neh­men?
Hier bedarf es eines umfang­rei­chen Maß­nah­men­ka­ta­lo­ges (Wirt­schafts­för­de­rung, Rück­keh­rer­an­ge­bo­te, über­re­gio­na­le Wer­bung mit den Vor­zü­gen der Stadt, nur bedarfs­ge­rech­ten Woh­nungs­neu­bau, Jugend bleibt hier oder kommt zurück, u. v. m.).

21) Wie sol­len die Flä­chen nach dem Abriss leer­ste­hen­der Gebäu­de Ihrer Mei­nung nach genutzt wer­den?
Auf­grund för­der­recht­li­cher Bestim­mun­gen ist sel­ten eine ande­re Nach­nut­zung als Grün­flä­chen oder Parks mög­lich. Rund um die Niko­lai­kir­che wäre eine Bebau­ung wün­schens­wert.

22) Wel­che Ide­en haben Sie für den Tou­ris­mus in Forst?
Die tou­ris­ti­schen Mög­lich­kei­ten der Stadt müs­sen durch einen bes­se­ren Inter­net­auf­tritt, durch Koope­ra­ti­on mit ande­ren Städ­ten in der Regi­on und durch über­re­gio­na­les Bekannt­ma­chen anders ver­mark­tet wer­den. Die Stadt darf sich nicht nur durch Tages­tou­ris­ten aus­zeich­nen.

23) Ver­voll­stän­di­gen Sie bit­te den Satz: 2026 soll­te es in Forst …
mit Frau Tau­benek als Bür­ger­meis­te­rin in einer 2. Amts­zeit so erfolg­reich wei­ter­ge­hen, wie in den ver­gan­ge­nen 8 Jah­ren.

 

Wir haben die Kan­di­da­tin und die Kan­di­da­ten im Vor­feld der Wahl gebe­ten, sich euch etwas näher vor­zu­stel­len. Dies geschieht in Form eines „Twit­ter-Steck­brie­fes“. Die Bewer­be­rin und die Bewer­ber haben von uns alle die­sel­ben 23 Fra­gen erhal­ten. Ihre Ant­wor­ten durf­ten – wie beim Mikro­blog­ging-Dienst „Twit­ter“ – eine maxi­ma­le Zei­chen­zahl von 280 (inkl. Leer­zei­chen) nicht über­schrei­ten.


One Comments

  • Jessi

    24. April 2018

    War sehr inter­es­sant die Ant­wor­ten der Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten durch­zu­le­sen 🙂

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