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Rassismus

„Was ist das schlimmste, was du je als Nazi gemacht hast?“ - „Offenes Haus NRW“ im Gespräch mit Maik Scheffler

Heu­te ist der „Inter­na­tio­na­le Tag gegen Ras­sis­mus”: Seit 1966 wird am 21. März an das Mas­sa­ker von Shar­pe­vil­le in Süd­afri­ka gedacht: Im März 1960 demons­trier­ten dort meh­re­re Tau­send Men­schen gegen die Pass­ge­set­ze des Apart­heid-Regimes. Die gewalt­freie und fried­li­che Pro­test­ak­ti­on wur­de blu­tig nie­der­ge­schla­gen. 69 Men­schen star­ben. Fast 60 Jah­re spä­ter gibt es zwar Fort­schrit­te im Kampf gegen Ras­sis­mus, den­noch besteht er auf allen Ebe­nen unse­rer Gesell­schaft fort.

Anläss­lich des Welt­ta­ges gegen Ras­sis­mus könnt ihr heu­te bei „Ber­tas Blog” ein Inter­view mit dem ehe­ma­li­gen NPD-Mit­glied Maik Scheff­ler lesen, das er unse­ren Freun­den von der Schü­ler­zei­tung „Offe­nes Haus NRW” gege­ben hat. Er arbei­tet heu­te als Refe­rent für „EXIT-Deutsch­land”, einem Aus­stei­ger­pro­gramm für Per­so­nen aus der rechts­ex­tre­men Sze­ne. Ihnen erzähl­te er von sei­ner Ver­gan­gen­heit als Rechts­ex­tre­mist und den beson­de­ren Bedin­gun­gen in sei­ner Hei­mat, die zu extre­mis­ti­schen Ten­den­zen geführt haben.

Offe­nes Haus NRW: Haben Sie noch Inter­es­se an Poli­tik? Bei der AfD mein­ten Sie im Vor­ge­spräch, da wür­de es nicht gehen. Wol­len Sie sich bei der CDU, SPD oder ande­ren Par­tei­en bewer­ben?

Maik Scheff­ler: (lacht) Ich glau­be mei­ne Bewer­bungs­chan­cen wären recht schlecht. Außer gera­de bei der CDU in Sach­sen, die haben gera­de so einen Rechts­ruck. Also ich habe noch immer gro­ßes Inter­es­se an Poli­tik. Ich ver­fol­ge sie und las­se auch oft mei­ne Mei­nung da. Sehr sel­ten nur noch, weil ich ja frü­her immer sehr prä­sent in sozia­len Netz­wer­ken war. Ich habe in Sach­sen laut einer Sta­tis­tik als Poli­ti­ker die meis­ten Ver­an­stal­tun­gen gege­ben und die zweit­meis­ten Reden gehal­ten.

Ich woll­te erst­mal nichts mehr davon hören. Aber man kriegt das ja nie los, sieht kla­rer, weil man sich damit beschäf­tigt. Ich sehe die AfD mit einem kla­ren Bild. Die AfD besteht nicht nur aus Rechts­ex­tre­mis­ten. Die AfD hat einen rie­si­gen Flü­gel davon, es sind sehr vie­le Rechts­ex­tre­mis­ten da drin und es sind vie­le Nazis. Aber auf der ande­ren Sei­te gibt es sehr vie­le Men­schen, die man frü­her rechts zur CDU gese­hen hät­te. Aber die­se Flü­gel wis­sen selbst, dass sie eigent­lich nicht zusam­men­pas­sen. Aus wahl­stra­te­gi­schen Grün­den wer­den sie krampf­haft zusam­men­ge­hal­ten. Sowas wird für mich nie­mals eine Opti­on sein. Die SPD auch nicht, aber aus pro­gram­ma­ti­scher Sicht nicht.

Ich hab’ mir mal über­legt bei den Frei­en Wäh­lern nur noch auf kom­mu­na­ler Ebe­ne tätig zu sein. Weil ich noch im Stadt­rat und im Kreis­rat bin. Natür­lich ohne NPD-Man­dat. Ich bin jetzt ein­fach par­tei­los. Und ich denk’ mal, wenn man etwas ver­än­dern kann, dann nur auf kleins­ter Ebe­ne. Von der CDU sind schon wel­che auf mich zuge­kom­men, die mit mir reden woll­ten. Es kann auch pas­sie­ren, dass ich am Ende sage: „Ich bin eigent­lich zufrie­den mit dem was ich mache. Las­sen wir das mal mit der Poli­tik.“. Ich weiß es also noch nicht.

Wei­ter­le­sen

Von Jim Knopf, dem maximalpigmentierten Jungen* mit Migrationshintergrund, und Pippi, der Herrscherin über das Negervolk

Ich war eines die­ser Kin­der, denen man die Bücher weg­neh­men muss­te, damit sie mal mit ande­ren spiel­ten oder end­lich schlie­fen. Seit ich den­ken kann, habe ich es geliebt zu lesen und vor­ge­le­sen zu bekom­men. Der abso­lu­te Favo­rit der vier­jäh­ri­gen Pau­li­ne war dabei „Der Struw­wel­pe­ter“. Nicht nur, dass ich jedes Wort jeder Geschich­te aus besag­tem Buch aus­wen­dig kann­te, ich habe mit mei­nem Papa auch laut und lei­den­schaft­lich gern das Lied von den zehn klei­nen Neger­lein gesun­gen. Heu­te wäre das undenk­bar; nicht, dass noch eines der Kin­der die Wor­te „Mohr“ oder „Neger“ nach­plap­pert. Wei­ter­le­sen