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Unsere Schule

Mitbestimmen vor Ort!

Im ers­ten Teil des Pro­jekts „Mit­be­stim­mung vor Ort! – Bürgermeister/inwahl 2018 in Forst“, durch­ge­führt von der Deut­schen Gesell­schaft e. V., wur­de ein ein­stün­di­ger Vor­trag über das The­ma Wah­len gehal­ten. Auf­ge­lo­ckert durch ein Video wur­de über die The­men Wäh­len und Nicht­wäh­len, Auf­ga­ben einer Bür­ger­meis­te­rin bzw. eines Bür­ger­meis­ters und über die Vor­aus­set­zun­gen gespro­chen, die man erfül­len muss, um zu wäh­len oder gewählt zu wer­den.

Im zwei­ten Teil wur­den fünf Grup­pen gebil­det, denen ver­schie­de­ne The­men wie z. B. Frei­zeit, Rechts­ex­tre­mis­mus und All­tags­ras­sis­mus sowie Per­spek­ti­ven für Forst zuge­ord­net wur­den. Dazu muss­ten die Schüler/innen Fra­gen ent­wi­ckeln, die sie in der drit­ten Pha­se der Kan­di­da­tin und den Kan­di­da­ten (Aimo Bar­tel, Hel­ge Bay­er, Tho­mas Eng­wicht, Ingo Paeschke und Simo­ne Tau­benek) stel­len soll­ten. Auch unse­re „Twit­ter-Steck­brie­fe“ wur­den als Info­ma­te­ri­al ver­wen­det. Des Wei­te­ren konn­ten sie Fra­gen ein­bau­en, die sie per­sön­lich inter­es­sier­ten.

In der letz­ten Pha­se wur­den die Kan­di­da­tin und Kan­di­da­ten zu den unter­schied­li­chen The­men befragt, dazu wech­sel­ten sie alle 20 Minu­ten die Räu­me, um zu den wei­te­ren Grup­pen zu gelan­gen. Am Ende der Ver­an­stal­tung gab es noch eine Aus­wer­tungs­run­de, um die Mei­nun­gen der Schüler/innen und der ande­ren Betei­lig­ten über das Pro­jekt zu erfah­ren.

Hier eine Aus­wahl des posi­ti­ven Feed­backs:

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Zeitreise mit starkem Herzschlag

Schloss in Bad Mus­kau

Am 24. Febru­ar 2018 war unser gro­ßer Tag, auf wel­chen wir seit der Pro­jekt­wo­che im Janu­ar hin­ge­ar­bei­tet hat­ten: unser Auf­tritt mit dem Stück „Zeit­rei­se“ zur Grün­dung des neu­en Euro­päi­schen Park­ver­bun­des Lau­sitz im Schloss in Bad Mus­kau. Mein ers­ter Gedan­ke, als ich vor dem Schloss stand, war ein­fach nur „WOW, kann man das ‚kau­fen’?”: Es war rie­sig, impo­sant, voll Türm­chen, mäch­tig alt und gut in Schuss. Als wir dann die Ein­gangs­tür durch­schrit­ten, hät­te ich Stun­den lang in der Emp­fangs­hal­le ste­hen und mir die his­to­ri­sche Pracht anse­hen kön­nen.

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Ob Schulblog oder Tageszeitung - geschrieben wird es vom Redakteur!

Was man als Redak­teur macht oder wie der All­tag eines Repor­ters aus­sieht, erfuh­ren wir, der 8. Jahr­gang, am Diens­tag, den 13. März, im Rah­men des ZiSCH-Pro­jekts - „Zei­tung in der Schu­le”. Das heißt, wir bekom­men vier Wochen lang die Lau­sit­zer Rund­schau in die Schu­le gelie­fert. Am Diens­tag besuch­ten uns dann die bei­den Redak­teu­rin­nen der Lau­sit­zer Rund­schau aus Forst, Kat­rin Kuni­patz und Stef­fi Lud­wig. Sie erzähl­ten uns über ihren span­nen­den All­tag als Zei­tungs­re­dak­teu­re. Dabei gibt es geplan­te Tage und sol­che, die im Lau­fe der Zeit chao­tisch wer­den, z. B. der Brand in der Recy­cling­fir­ma im pol­ni­schen Brożek. Sofort und unvor­be­rei­tet müs­sen die Repor­ter zum „Tat­ort“ fah­ren, doch trotz­dem macht vie­len Redak­teu­ren, auch Kat­rin Kuni­patz, ihre Arbeit immer noch Spaß. Von 09:30 bis ca. 10:00 Uhr arbei­ten die bei­den Frau­en im Büro, tele­fo­nie­ren, schau­en sich drau­ßen Din­ge an und reden mit Leu­ten. Gegen Mit­tag schrei­ben sie dann alles auf und klä­ren Ter­mi­ne; das dau­ert manch­mal so lan­ge, dass sie erst 21:00 Uhr zu Hau­se sind. Grund­sätz­lich dür­fen sie über alles schrei­ben, aller­dings dür­fen Redak­teu­re man­che Infor­ma­tio­nen, sol­che die ihnen nur Hin­ter­grund­wis­sen ver­mit­teln sol­len, nicht benut­zen. Auch bei Fotos, auf denen wir Schü­ler abge­bil­det sind, haben wir Rech­te. Die Zei­tun­gen wer­den ab 22:00 Uhr in Cott­bus gedruckt.

Wenn ihr euch für den Beruf inter­es­siert, könnt ihr z. B. ein Prak­ti­kum bei der Lau­sit­zer Rund­schau machen. Nach dem Abi könnt ihr dann ein Stu­di­um absol­vie­ren.

Der Job des Redak­teurs ist sehr viel­fäl­tig und manch­mal spon­tan, also wenn ihr ger­ne schreibt und fle­xi­bel seid, dann ist er genau rich­tig für euch.

 

PL und Schü­le­rin­nen der 8c

Von Jim Knopf, dem maximalpigmentierten Jungen* mit Migrationshintergrund, und Pippi, der Herrscherin über das Negervolk

Ich war eines die­ser Kin­der, denen man die Bücher weg­neh­men muss­te, damit sie mal mit ande­ren spiel­ten oder end­lich schlie­fen. Seit ich den­ken kann, habe ich es geliebt zu lesen und vor­ge­le­sen zu bekom­men. Der abso­lu­te Favo­rit der vier­jäh­ri­gen Pau­li­ne war dabei „Der Struw­wel­pe­ter“. Nicht nur, dass ich jedes Wort jeder Geschich­te aus besag­tem Buch aus­wen­dig kann­te, ich habe mit mei­nem Papa auch laut und lei­den­schaft­lich gern das Lied von den zehn klei­nen Neger­lein gesun­gen. Heu­te wäre das undenk­bar; nicht, dass noch eines der Kin­der die Wor­te „Mohr“ oder „Neger“ nach­plap­pert. Wei­ter­le­sen

„Florian, nimm die Brille ab.“ - Interview mit Florian Engels (Teil 3)

Zum The­ma „Bil­dung” haben wir Flo­ri­an Engels auch ver­schie­de­ne Fra­gen gestellt, z. B. ob sich die Bil­dung in Bay­ern von der Bil­dung in Bran­den­burg unter­schei­det. Und wie sieht er die Schu­len in 100 Jah­ren? Lest selbst.

Ber­tas Blog: Wie hat sich Ihrer Mei­nung nach die Bil­dung im Ver­gleich zu frü­her ver­än­dert?

Flo­ri­an Engels: Was heißt frü­her?

Ber­tas Blog: Im Ver­gleich zu Ihrer Kind­heit.

Flo­ri­an Engels: Dar­über habe ich durch Zufall heu­te Mor­gen nach­ge­dacht. Als die Leh­re­rin in mei­ner Grund­schu­le den Klas­sen­raum betrat, muss­ten wir alle auf­ste­hen. „Guten Mor­gen, Frau Leh­re­rin.“ Das war spä­ter natür­lich ganz anders.

Da ich heu­te nicht mehr Schü­ler bin, kann es nicht wirk­lich beur­tei­len. Von mei­nem Ein­druck her ist es so, dass die Schü­ler mög­li­cher­wei­se durch die sozia­len Medi­en sehr stark abge­lenkt sind. Aber eigent­lich sind es wohl kei­ne gro­ßen Unter­schie­de: Schü­ler fin­den Schu­le toll oder doof – auch abhän­gig von den Leh­rern. Man­che fin­det man groß­ar­tig, man­che weni­ger. Es ist immer ent­schei­dend, wie Leh­rer ein The­ma prä­sen­tie­ren und Schü­ler begeis­tern kön­nen. Dann kann man auch rich­tig Lust auf die Schu­le haben. Das war zu mei­ner Zeit nicht anders. Zum Bei­spiel hat­te ich ab der 11. Klas­se einen groß­ar­ti­gen Deutsch­leh­rer, der mei­nen Lebens­lauf und mei­ne Inter­es­sen ent­schei­dend und posi­tiv beein­flusst hat. In der Mit­tel­stu­fe hat­te ich Mathe­leh­rer, da woll­te ich nur davon lau­fen. Einer hat im Unter­richt gesagt: „Flo­ri­an, nimm die Bril­le ab“ und hat mir eine run­ter­ge­hau­en. Wahr­schein­lich war ich zu frech.

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„Spannend-vielfältig-schön-jeden-Tag” - Interview mit Florian Engels (Teil 2)

„Vom Schul­re­por­ter zum Regie­rungs­spre­cher Bran­den­burgs” - das beschreibt den zwei­ten Teil unse­res Inter­views mit Flo­ri­an Engels sehr gut. In sei­ner Schul­zeit war er bei einer Schü­ler­zei­tung, spä­ter wur­de er Jour­na­list. Danach wur­de Herr Engels sogar Pres­se­spre­cher und heu­te ist er Regie­rungs­spre­cher. Und wie wür­de er sei­nen Beruf in einem Wort cha­rak­te­ri­sie­ren? Lest selbst.

Ber­tas Blog: War­um sind Sie Jour­na­list gewor­den?

Flo­ri­an Engels: Zum einen habe ich sehr früh ange­fan­gen nicht Bücher, son­dern Zei­tun­gen zu lesen. Zei­tun­gen fand ich immer irre. Es gibt von mir Bil­der als Kind, auf denen ich eine Zei­tung in der Hand hal­te; als sechs- oder sie­ben­jäh­ri­ger, als ich noch gar nicht rich­tig lesen konn­te. Wahr­schein­lich habe ich mir die Bil­der dar­in ange­schaut. Und zum ande­ren habe ich mich in der Schu­le schon um eini­ges geküm­mert. Ich war auch mal Schü­ler­spre­cher, weil mich das sozia­le Leben, die Gemein­schaft, immer inter­es­siert hat und ich etwas dafür tun woll­te. Dazu hat bei uns auch eine Schü­ler­zei­tung gehört, die ich zusam­men mit ande­ren gemacht habe. Kei­ne Ahnung, wie alt ich da gewe­sen bin, drei­zehn oder so. Ich habe zudem foto­gra­fiert, was mir auch immer Spaß gemacht hat und bin viel gereist. Und dadurch kam das ein­fach so. Es ist bei vie­len Jour­na­lis­ten der Fall, dass sie mal für eine Schü­ler­zei­tung gear­bei­tet haben. Wer Schü­ler­zei­tun­gen macht, inter­es­siert sich für die Öffent­lich­keit, schreibt über Din­ge, die gesche­hen. Das ist eine ganz gute Grund­la­ge für den Jour­na­lis­mus. Dazu gehört unbe­dingt auch: Neu­gier, Lust an der Spra­che, Lust zu schrei­ben, Lust etwas aus­zu­drü­cken und dar­zu­stel­len. Und ich freue mich, dass mich mei­ne Eltern auf dem Weg immer unter­stützt haben.

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