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Kultur

Woche des individuellen Lernens: vom Cottbuser Gericht zum Berliner Dungeon

Ges­tern waren die Neunt­kläss­ler dran, heu­te nun erfahrt ihr von mir mehr über die „Woche des indi­vi­du­el­len Ler­nens” (13.12.-20.12.2017) der zehn­ten Klas­sen am Gym­na­si­um.

Dem 10. Jahr­gang stan­den ver­schie­de­ne Pro­jek­te zur Aus­wahl: Es gab einen Ers­te-Hil­fe-Kurs, eine AG Rechts­kun­de, ein Schach-Ange­bot mit dem frü­he­ren Fors­ter Bür­ger­meis­ter Jür­gen Gold­schmidt und ein Mathe­ma­tik­trai­ning. Wei­ter­le­sen

Woche des individuellen Lernens: vom Kraftwerk Jänschwalde bis zum Spionagemuseum

Vom 13.12. bis 20.12.2017 - von Mitt­woch bis Mitt­woch - war für die Schü­ler des 9. und 10. Jahr­gangs des Fried­rich-Lud­wig-Jahn-Gym­na­si­ums die „Woche des indi­vi­du­el­len Ler­nens”. Was genau haben sie gemacht und wie emp­fan­den sie es? Ich habe die Schü­ler genau das gefragt. Heu­te erfahrt ihr mehr über die Neunt­kläs­ser, mor­gen geht es dann hier wei­ter mit den Zehnt­kläss­lern.

Wei­ter­le­sen

Satire über die Digitalisierung der Welt

Qua­li­ty­Land! Es ist nicht bes­ser. Es ist das Bes­te. Es ist ein Land, in dem nur der Super­la­tiv exis­tiert. Es ist ein Land, in dem schein­bar alles per­fekt ist. Wünschst du dir was und du kannst es dir nicht leis­ten? Mel­de dich ein­fach bei The Shop an. The Shop weiß, was du willst. Du bekommst das zuge­schickt, was du dir wünschst, ohne es bestel­len zu müs­sen. Oder hast du Stress mit dei­nem Part­ner? Kein Pro­blem Qua­li­tyPart­ner sucht dir den rich­ti­gen Part­ner aus, einen der die glei­chen Inter­es­sen hat wie du. Super prak­tisch, oder? Alles ist von Algo­rith­men opti­miert: dei­ne Frei­zeit, dei­ne Arbeit und dei­ne Bezie­hung. Alles ist super ein­fach. Du musst noch nicht ein­mal mehr schwie­ri­ge Ent­schei­dun­gen tref­fen, denn in Qua­li­ty­Land gibt es nur eine rich­ti­ge Ant­wort auf alle Fra­gen: OK.

Aber was ist, wenn es doch einen Feh­ler im Sys­tem gibt und du schein­bar der ein­zi­ge bist, der es bemerkt.

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tschick - zwischen gut und langweilig

War­um wir im Unter­richt immer die lang­wei­li­gen Bücher lesen müs­sen, kann ich euch nicht sagen. Aber wenn ihr „tschick” lesen müsst, habt ihr echt Glück gehabt, denn es gibt echt noch Schlim­me­res...

Für alle, die nicht wis­sen, wor­um es in dem Buch geht: Zwei Jugend­li­che fah­ren aus Lan­ge­wei­le in den Som­mer­fe­ri­en mit einem geklau­ten Lada durch Deutsch­lands Pro­vinz, um in die Wala­chei zu gelan­gen. Ohne Kar­te und Kom­pass kom­men sie natür­lich aber nicht an.

 

 

An sich fin­de ich das Buch ja ganz gut, doch man könn­te im Unter­richt ja doch noch schö­ne­re Bücher lesen!
Mein Fazit: Lest das Buch erst, wenn ihr nicht noch bes­se­re da habt.

 

PL

 

Wolf­gang Herrn­dorf: tschick, Rowohlt Ver­lag (2012), 9,99€.

Bild­quel­le: www.rockland.fm

Video­quel­le: you­tube

Vom Schulreporter zum Regierungssprecher

Heu­te hat­ten wir Jugend­re­por­ter abschlie­ßend ein Inter­view mit Flo­ri­an Engels, unser Regie­rungs­spre­cher in Bran­den­burg. Das Inter­view war so auf­ge­baut, dass wir unse­re Fra­gen an ihn in 4 The­men geglie­dert haben. Und zwar in Bio­gra­fie, Beruf, Bil­dung und Demo­kra­tie. Zum The­ma „Bio­gra­fie” haben wir ihn ver­schie­de­ne Fra­gen gestellt, z. B. wie alt sei­ne zwei Kin­der sei­en - wor­auf er mit 15 und 18 ant­wor­te­te -, und zu einem ande­ren sehr inter­es­san­ten The­ma: sei­ne drei­mo­na­ti­ge Zeit im Gefäng­nis in der DDR. Herr Engels sag­te, dass die­se Zeit für ihn sehr emo­tio­nal war. Das konn­ten wir ihm auch anmer­ken, als er erzähl­te, wie er frei­ge­kom­men ist und er mit sei­nem Vater wie­der nach Bay­ern fuhr, wo er damals leb­te.

„Vom Schul­re­por­ter zum Regie­rungs­spre­cher Bran­den­burgs” - das beschreibt das nächs­te The­ma „Beruf” sehr gut. In sei­ner Schul­zeit war er bei einer Schü­ler­zei­tung, spä­ter wur­de er Jour­na­list - sein Berufs­wunsch. Danach wur­de Herr Engels sogar Pres­se­spre­cher und heu­te ist er Regie­rungs­spre­cher. Er wür­de sei­nen Beruf mit dem Wort „span­nend” beschrei­ben.

Zum The­ma „Bil­dung” haben wir ihm auch ver­schie­de­ne Fra­gen gestellt, z. B. ob sich die Bil­dung in Bay­ern von der Bil­dung in Bran­den­burg unter­schei­det, wor­auf er mit „nicht stark” ant­wor­te­te. Herr Engels sag­te aber, dass er dies nicht wirk­lich ein­schät­zen kön­ne, da er in Bran­den­burg nicht zur Schu­le ging. Jedoch kam er zum Ent­schluss, die Bil­dung in Bay­ern sei straf­fer und stren­ger auf­ge­baut; der Druck auf die Schü­ler sei dort höher. Und wie unter­schei­det sich die dama­li­ge Bil­dung zur heu­ti­gen? Er mein­te, sie habe sich nicht stark geän­dert, abge­se­hen von der Digi­ta­li­sie­rung. Als Jugend­li­cher hät­te er nicht gedacht, dass es irgend­wann mal Smart­pho­nes geben wür­de.

Kom­men wir zum The­ma „Demo­kra­tie”. Am inter­es­san­tes­ten fan­den wir sei­ne Mei­nung zur AfD. Herr Engels mein­te, dass sich Deutsch­land trotz der Wahl­er­fol­ge der Par­tei in kei­ner Kri­se befin­det. Er hal­te es auch für falsch zu sagen, wer die AfD wählt, sei ein Nazi.

 

Caro Hein­zig & Nel­ly Roß­mann

 

Das Inter­view wur­de von Caro Hein­zig, Vivi­an Heß­lich, Anna Krautz, Leni-Sophie Kurz­hals, Lau­ri­ne Mer­both, Paul Rich­ter, Nel­ly Roß­mann, Timo Stan­zel, Lisa Vogel und Leon Wie­sch­nath durch­ge­führt. Ihr könnt es dem­nächst bei Ber­tas Blog im voll­stän­di­gen Wort­laut nach­le­sen.

Die Kunst zu texten

Mit Anlauf, sze­ni­scher Ein­stieg, Neu­gie­rig-Macher. So vie­le neue Wör­ter. Zunächst wuss­te kei­ner von uns, was damit anzu­fan­gen. Bea­te Krol klär­te uns dar­über auf und hat uns gezeigt, dass Tex­ten ein­fach sein kann – die „Mit­tel zum Zweck“: klar sein, anschau­lich blei­ben, Mit­den­ken leicht ermög­li­chen, den Leser mit­neh­men, aktiv schrei­ben und Kon­takt her­stel­len. Und was alles kön­nen Satz­zei­chen (Punkt, Kom­ma, Gedan­ken­strich usw.)? Das haben wir durch eine klei­ne Übung zur „Dyna­mik in Tex­ten“ gelernt.

Wie wir einen inter­es­san­ten Text­ein­stieg schrei­ben, hat uns die Jour­na­lis­tin zum Schluss erzählt. Dass sie sehr viel Spaß an ihrem Beruf hat, haben wir schnell erkannt. Sie hat alles super erklärt! Für unser Team der Pro­jekt­wo­che war es wie­der ein erfolg­rei­cher Tag, an dem wir viel dazu gelernt haben. Da sind wir uns alle einig!

 

Johan­na Michae­lis-Win­ter & Leon Wie­sch­nath

Effektive und lehrreiche Stunden

Ein Inter­view mit dem Regie­rungs­spre­cher von Bran­den­burg füh­ren. Dies klingt im ers­ten Moment ziem­lich sur­re­al. Um mit die­ser für uns unbe­kann­ten Situa­ti­on umge­hen zu kön­nen, berei­te­ten wir uns heu­te sehr aus­führ­lich dar­auf vor.

In Zusam­men­ar­beit mit Mari­on Koch, wel­che als freie Jour­na­lis­tin und Dozen­tin in Ber­lin tätig ist, übten wir das kor­rek­te Füh­ren der Befra­gung mit einer Per­sön­lich­keit des öffent­li­chen Lebens. Dazu ver­setz­ten wir uns in die Rol­le des Inter­view­ers und übten dies mit einem aus­ge­wähl­ten Gesprächs­part­ner unse­rer Pro­jekt­grup­pe.

Das waren für uns effek­ti­ve und lehr­rei­che Stun­den, die uns ein beein­dru­cken­des und infor­ma­ti­ves Inter­view mit Flo­ri­an Engels ermög­lich­ten.

 

Vivi­an Heß­lich & Lau­ri­ne Mer­both

Demokratie LEBT vom Mitmachen!

Heu­te hat uns Tho­mas Kropp etwas zum The­ma „Jugend und Poli­tik in Bran­den­burg“ berich­tet. Er arbei­tet bei der Fach­stel­le für Kin­der- und Jugend­be­tei­li­gung Bran­den­burg. Eigent­lich soll­te er uns dar­über infor­mie­ren, war­um sich Jugend­li­che in die Poli­tik ein­mi­schen soll­ten und wel­che Mög­lich­kei­ten sie haben. Aller­dings rede­te er viel­mehr über Demo­kra­tie, was auch inter­es­sant war, aber nicht das, wor­auf ich mich ein­ge­stellt bzw. was ich erwar­tet hat­te.

Oft erwähn­te er, wie wich­tig es ist, dass man sei­ne Ide­en, z. B. für die Ver­bes­se­rung der Orts­ge­stal­tung, an die Öffent­lich­keit bringt. Dies kann man errei­chen, indem man sich z. B. an den Jugend­bei­rat in sei­ner Stadt wen­det, der sich gemein­sam mit dir ein Ziel for­mu­liert, Argu­men­te über­legt und dafür demons­triert. Es gibt aber auch ande­re Mög­lich­kei­ten.

Ins­ge­samt war sein Vor­trag sehr auf­schluss­reich und inter­es­sant.

 

Lisa Vogel

3 W-Fragen für’s erfolgreiche Bloggen

Nilouf­ar Behradi von den Blogre­bel­len hat mit uns einen Work­shop gemacht. Sie hat uns erklärt, was man machen muss, um erfolg­reich zu blog­gen: Man muss für sich sel­ber drei W-Fra­gen klä­ren, die da lau­ten:

  1. Was möch­te ich erzäh­len?
  2. Wie möch­te ich die Geschich­te erzäh­len?
  3. Wel­che Über­schrift wäh­le ich?

Als nächs­tes hat sie uns erzählt, wie sie ange­fan­gen hat zu blog­gen. Dann wur­den uns wich­ti­ge Din­ge über das Blog­gen erzählt, wie z. B. was man alles beach­ten muss, was und wie man schreibt.

Nach­dem wir dann das Wich­tigs­te wuss­ten, soll­ten wir sel­ber was zum Unwort des Jah­res 2017 „Alter­na­ti­ve Fak­ten“ auf­schrei­ben. Wir hat­ten uns davor noch ein Video dazu ange­schaut. Danach hat jede Grup­pe ihre Ergeb­nis­se vor­ge­tra­gen. Abschlie­ßend konn­te jeder noch Fra­gen an Frau Behradi stel­len. Der Work­shop ging schnell vor­bei.

 

Paul Rich­ter & Timo Stan­zel

Neues über (Lokal-)Journalismus

Am ers­ten Tag der Pro­jekt­wo­che haben wir uns begrüßt und dann folg­te die Ein­wei­sung. Made­lei­ne Petsch­ke von der Deut­schen Gesell­schaft e. V. hat uns wich­ti­ge Din­ge über „Ber­tas Blog“ erzählt – wie die Redak­ti­on auf den Namen und das Logo gekom­men ist und wer „Ber­tas Blog“ unter­stützt. Danach lern­ten wir von ihr die wich­tigs­ten jour­na­lis­ti­schen Tech­ni­ken und Dar­stel­lungs­for­men ken­nen.

Um 11 Uhr kam Jan Sie­gel von der Lau­sit­zer Rund­schau vor­bei und erzähl­te uns etwas über sei­ne Arbeit am News­desk in Cott­bus. Dar­auf­fol­gend erklär­te er uns, wie Nach­rich­ten in die Zei­tung kom­men. Dann durf­ten wir ihm noch ein paar Fra­gen stel­len. Schließ­lich ende­te der Tag.

 

Anna Krautz & Leni-Sophie Kurz­hals