Browse Category

Meinung

Helmut P. Fleischhauer (parteilos) - Twitter-Interview zur Stadtverordnetenwahl 2019

Hel­mut P. Fleisch­hau­er © Pri­vat

Am 26. Mai wäh­len die Forste­rin­nen und Fors­ter die neu­en Mit­glie­der der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung. Auch Jugend­li­che ab 16 Jah­re sind wahl­be­rech­tigt. Heu­te stel­len wir euch Ein­zel­kan­di­dat Hel­mut P. Fleisch­hau­er näher vor.

1) Wenn jemand Sie in wei­ter ent­fern­ten Regio­nen fragt, was Forst beson­ders macht, was ant­wor­ten Sie?
Ich ver­glei­che Forst mit grö­ße­ren Kreis­städ­ten. Ost­deut­scher Rosen­gar­ten (anders­wo ver­gleich­bar mit bota­ni­schem Gar­ten), inner­städ­ti­sche Parks, Nei­ße­au­en, Tex­til­mu­se­um, Frei- und Hal­len­bad, Hor­te, Kitas, Schu­len bis hin zum Gym­na­si­um, vie­le Ver­ei­ne, Rad- und Reit­sta­di­on, Natur­schutz­ge­bie­te, preis­wer­ter Wohn­raum und preis­wer­te Häu­ser.

2) Wenn Sie gewählt wer­den, was ist Ihr wich­tigs­tes Ziel?
AKTIVE Ver­mark­tung der Stadt als Ort zum preis­wer­ten Woh­nen und für Gewer­be­an­sied­lun­gen auch bei unse­ren öst­li­chen Nach­barn. Mehr Ein­woh­ner = mehr Kauf­kraft.

3) Wie möch­ten Sie die Frei­zeit­an­ge­bo­te für Kin­der und Jugend­li­che ver­bes­sern?
Der Umbau des Jugend­zen­trums in der Gube­ner Stra­ße ist bewil­ligt und in Arbeit. Unter­stüt­zung der Ver­ei­ne, da sie ein wich­ti­ge Arbeit leis­ten.

4) Wel­che Maß­nah­men wol­len Sie gegen die Dro­gen­kri­mi­na­li­tät in Forst ergrei­fen?
Stär­kung der Sucht­be­ra­tun­gen zur Prä­ven­ti­on, auch Ver­ei­ne leis­ten in dem Bereich eine wich­ti­ge Prä­ven­ti­ons­auf­ga­be. Für die Bekämp­fung der Kri­mi­na­li­tät ist die Poli­zei zustän­dig, die dem Land bzw. dem Bund unter­steht (Lan­des-/Bun­des­po­li­zei).

5) Wie möch­ten Sie die Digi­ta­li­sie­rung in Forst vor­an­trei­ben?
Erst­klas­si­ge tech­ni­sche Aus­stat­tung von Schu­len und Behör­den, der Netz­aus­bau liegt nicht im Bereich der Stadt.

6) Wie möch­ten Sie die Schu­len in Forst unter­stüt­zen?
Bes­te Aus­stat­tung der Schu­len. Mit Aus­nah­me des Gym­na­si­ums (Trä­ger Land­kreis), dem Ober­stu­fen­zen­trum (Trä­ger Land­kreis) und den Schu­len in Noß­dorf und Eulo (freie Trä­ger­schaft) ist das die Stadt. Ich wer­de immer für eine ver­bes­ser­te Aus­stat­tung stim­men.

7) Was ist die wich­tigs­te Auf­ga­be beim The­ma Zuwan­de­rung?
Inte­gra­ti­on, das Flü­Net, NIX e. V. und auch Kir­chen leis­ten da eine gute und för­de­rungs­wür­di­ge Arbeit. Posi­ti­ve Bei­spie­le sind die Inter­kul­tu­rel­le Woche oder das Stadt­pick­nick.

8) Was möch­ten Sie gegen Aus­län­der­feind­lich­keit und Ras­sis­mus in Forst unter­neh­men?
Men­schen mit Vor­ur­tei­len kann man nicht ratio­nal über­zeu­gen. Was ich tun kann, ist, mei­ne Ein­stel­lung dazu zu ver­mit­teln. Da ich in Län­dern mit ande­ren Kul­tu­ren gelebt habe, war ich dort der Aus­län­der. Ras­sis­mus ist mir völ­lig fremd, mein ver­stor­be­ner Erst­ge­bo­re­ner war Eura­sier.

9) Wie möch­ten Sie den Wirt­schafts­stand­ort Forst stär­ken?
Sie­he Punkt 2: Unter AKTIVER Ver­mark­tung ver­ste­he ich, Kon­takt mit geeig­ne­ten Unter­neh­men auf­zu­neh­men und sie nach Forst ein­zu­la­den, um ihnen Gewer­be­flä­chen, die Ver­kehrs­an­bin­dun­gen, das Wohn­um­feld und die Umge­bung zu zei­gen. Tol­le Bro­schü­ren haben auch ande­re Städ­te.

10) Was möch­ten Sie gegen den Woh­nungs­leer­stand unter­neh­men?
Auch das gehört zum Punkt 2: Die Stadt als Wohn­stadt ver­mark­ten. Für Pend­ler nach Cott­bus, Guben oder Sprem­berg bie­tet Forst ein gutes und preis­wer­tes Wohn­um­feld. Stu­den­ten der BTU kön­nen eben­falls von preis­wer­tem Wohn­raum pro­fi­tie­ren.

11) Soll die Stadt auf erneu­er­ba­re oder fos­si­le Ener­gie set­zen? Begrün­den Sie bit­te Ihre Ant­wort.
Ich bin für erneu­er­ba­re Ener­gie, da ich nicht mit­ver­ant­wort­lich sein möch­te, unse­ren Nach­kom­men einen aus­ge­plün­de­ten Pla­ne­ten zu hin­ter­las­sen. Des­halb kau­fe ich, wenn immer mög­lich, bevor­zugt regio­nal erzeug­te Pro­duk­te der Sai­son. Immense Trans­port­we­ge sehe ich sehr kri­tisch.

12) Wie möch­ten Sie die Ver­bin­dun­gen des Per­so­nen­nah­ver­kehrs in Forst, ins­be­son­de­re die Bus­ver­bin­dun­gen, ver­bes­sern?
Ich den­ke, der Regio­nal­ver­kehr wird von Kreis ver­ge­ben. Die Stadt kann nur mit Gesprä­chen Ein­fluss neh­men.

 

Wir haben die Spit­zen­kan­di­da­tin und -kan­di­da­ten im Vor­feld der Wahl gebe­ten, sich euch etwas näher vor­zu­stel­len. Dies geschieht in Form eines „Twit­ter-Inter­views“. Sie haben von uns alle die­sel­ben 12 Fra­gen erhal­ten. Ihre Ant­wor­ten durf­ten – wie beim Mikro­blog­ging-Dienst „Twit­ter“ – eine maxi­ma­le Zei­chen­zahl von 280 (inkl. Leer­zei­chen) nicht über­schrei­ten. Die Ver­öf­fent­li­chung erfolgt alpha­be­tisch nach Nach­na­men sor­tiert.

Helge Bayer (CDU) - Twitter-Interview zur Stadtverordnetenwahl 2019

Am 26. Mai wäh­len die Forste­rin­nen und Fors­ter die neu­en Mit­glie­der der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung. Auch Jugend­li­che ab 16 Jah­re sind wahl­be­rech­tigt. Bereits in der letz­ten Woche hat uns Bru­no Küp­per, Lan­des­wahl­lei­ter des Lan­des Bran­den­burg, erklärt, war­um Wah­len wich­tig sind, wel­che Funk­ti­on sie haben und wie die Stim­men aus­ge­wer­ten wer­den. Für die Kom­mu­nal­wahl wur­den zehn Wahl­vor­schlä­ge von Par­tei­en, Wäh­ler­ge­mein­schaf­ten und Ein­zel­be­wer­bern zuge­las­sen. Wir möch­ten euch in den kom­men­den Tagen die Spit­zen­kan­di­da­tin und -kan­di­da­ten etwas näher vor­stel­len. Die Ver­öf­fent­li­chung erfolgt alpha­be­tisch nach Nach­na­men sor­tiert. Den Anfang macht Hel­ge Bay­er, Vor­sit­zen­der des CDU-Stadt­ver­ban­des Forst (Lau­sitz) und im letz­ten Jahr Kan­di­dat zur Fors­ter Bürgermeister/inwahl.

Hin­weis: Nicht Hel­ge Bay­er, son­dern Dr. Jens-Hol­ger Wuß­mann ist Spit­zen­kan­di­dat der CDU (Lis­ten­platz 1). Herr Bay­er (Lis­ten­platz 2) hat uns wohl stell­ver­tre­tend für ihn, unse­re Fra­gen beant­wor­tet.

1) Wenn jemand Sie in wei­ter ent­fern­ten Regio­nen fragt, was Forst beson­ders macht, was ant­wor­ten Sie?
Öst­lichs­te Stadt in Bran­den­burg, dank Klein Bade­meu­sel! Sie liegt fast am 15. Län­gen­grad, ist ca. eine Son­nen­stun­de vom 0. ent­fernt. Irgend­wie also im Zen­trum von Euro­pa. Super Stadt auf dem Lan­de. Die Fahr­rad­fah­rer­stadt, die mit bes­se­ren Rad­we­gen punk­ten könn­te.

2) Wenn Sie gewählt wer­den, was ist Ihr wich­tigs­tes Ziel?
Den beschlos­se­nen Koh­le­aus­stieg als Chan­ce sehen. Eigens dafür bereit­ge­stell­te För­der­mit­tel für unse­re Zukunft nut­zen. Stra­te­gie: Aus Indus­trie­rui­nen wert­vol­le Stadt­ent­wick­lungs­flä­chen machen; Forst als inter­na­tio­na­les Logis­tik-Zen­trum defi­nie­ren und die Nähe zur Gren­ze nut­zen.

3) Wie möch­ten Sie die Frei­zeit­an­ge­bo­te für Kin­der und Jugend­li­che ver­bes­sern?
Bestehen­de Sport­stät­ten sanie­ren, Ver­eins­ar­beit wür­di­gen und ent­las­ten. Inves­tie­ren in neue Ide­en, wie Kin­der­spiel- und Vol­ley­ball­platz an der Nei­ße sowie eine Ska­ter­an­la­ge. Den Jugend­frei­zeit­treff sanie­ren und ihn, wenn es geht, näher in die Innen­stadt brin­gen.

4) Wel­che Maß­nah­men wol­len Sie gegen die Dro­gen­kri­mi­na­li­tät in Forst ergrei­fen?
Wir brau­chen einen auf der Stra­ße und in den Schu­len stän­dig prä­sen­ten Dro­gen­be­auf­trag­ten, der nicht nur direk­ter Ansprech­part­ner für Betrof­fe­ne als auch für Poli­zei und Schu­len ist, son­dern auch den mensch­li­chen Zugang fin­det. Unse­re Ver­ei­ne, wie NIX e. V., leis­ten schon viel.

5) Wie möch­ten Sie die Digi­ta­li­sie­rung in Forst vor­an­trei­ben?
Wo WLAN-Hot­spots sind, trifft man sich. Wir soll­ten end­lich anfan­gen, die­se ernst­haft ein­zu­rich­ten.

6) Wie möch­ten Sie die Schu­len in Forst unter­stüt­zen?
Alle Schul­stand­or­te sol­len erhal­ten blei­ben. Schul­na­he Frei­zeit­an­ge­bo­te müs­sen wei­ter aus­ge­baut wer­den. Not­wen­di­ge Bau­ar­bei­ten müs­sen rei­bungs­los u. schnell aus­ge­führt wer­den. Wich­tig ist mir auch, Schü­ler bei ihrer Mit­be­stim­mung zu unter­stüt­zen, z. B. bei der Schü­ler­kon­fe­renz.

7) Was ist die wich­tigs­te Auf­ga­be beim The­ma Zuwan­de­rung?
Die Bun­des­po­li­tik muss uns zunächst sagen, wie sie das The­ma lösen will. Also, ob wir vor­rüber­ge­hen­de oder dau­er­haf­te Ange­bo­te schaf­fen müs­sen. Je eher wir Ant­wor­ten haben, umso eher kön­nen wir maß­ge­schnei­der­te Kon­zep­te ent­wi­ckeln.

8) Was möch­ten Sie gegen Aus­län­der­feind­lich­keit und Ras­sis­mus in Forst unter­neh­men?
Es gibt kei­nen Grund, jeman­den wegen sei­ner Haut­far­be oder sei­ner Her­kunft zu dis­kri­mi­nie­ren und aus­zu­gren­zen. An die­ser Stel­le ist Null-Tole­ranz gebo­ten. Mehr Ver­ständ­nis erzeugt man durch Nähe. Dies ist mein Ansatz!

9) Wie möch­ten Sie den Wirt­schafts­stand­ort Forst stär­ken?
Dank geo­gra­fi­scher Lage kön­nen wir uns zum über­re­gio­na­len Logis­tik­stand­ort ent­wi­ckeln. För­der­mit­tel des Koh­le­aus­stie­ges sind dafür nutz­bar. Eine Innen­stadt­brü­cke führt Kauf­kraft zu. Seit mehr als 10 Jah­ren steht das so im Stadt­ent­wick­lungs­kon­zept. Wir sind die ein­zi­ge Stadt ohne!

10) Was möch­ten Sie gegen den Woh­nungs­leer­stand unter­neh­men?
Das Leben im Zen­trum anspre­chen­der gestal­ten. Mehr Kul­tur- und Frei­zeit­an­ge­bo­te dort, und die­ser Stand­ort wird attrak­ti­ver. Durch Gestal­tung der Grü­nen Mit­te sind wir da schon einen Schritt wei­ter­ge­kom­men.

11) Soll die Stadt auf erneu­er­ba­re oder fos­si­le Ener­gie set­zen? Begrün­den Sie bit­te Ihre Ant­wort.
Die­se Fra­ge kann nicht so ein­deu­tig beant­wor­tet wer­den. Ich über­las­se es den ande­ren, da zum Bei­spiel auch erneu­er­ba­re Ener­gi­en Belas­tun­gen für die Umwelt haben und der­zeit der Gesamt­be­darf von ihnen nicht gedeckt wer­den kann. Wich­ti­ger ist mir die Ener­gie­ef­fi­zi­enz und Ein­spa­rung.

12) Wie möch­ten Sie die Ver­bin­dun­gen des Per­so­nen­nah­ver­kehrs in Forst, ins­be­son­de­re die Bus­ver­bin­dun­gen, ver­bes­sern?
Jetzt mal im Ernst: Forst wird wohl kei­nen direk­ten Bahn­an­schluss an den RE in Cott­bus bekom­men bei nur 10 min. Umsteig­zeit. Der Halt Klin­ge u. San­dow müss­te weg­fal­len. Lei­der! Für den Bus ist der Kreis zustän­dig. Unse­re CDU-Kreis­tags­kan­di­da­ten legen hier ein eige­nes Kon­zept vor.

 

Wir haben die Spit­zen­kan­di­da­tin und -kan­di­da­ten im Vor­feld der Wahl gebe­ten, sich euch etwas näher vor­zu­stel­len. Dies geschieht in Form eines „Twit­ter-Inter­views“. Sie haben von uns alle die­sel­ben 12 Fra­gen erhal­ten. Ihre Ant­wor­ten durf­ten – wie beim Mikro­blog­ging-Dienst „Twit­ter“ – eine maxi­ma­le Zei­chen­zahl von 280 (inkl. Leer­zei­chen) nicht über­schrei­ten.

3 Fragen an ... den Landeswahlleiter des Landes Brandenburg

In die­sem Jahr fin­den zahl­rei­che Wah­len in Bran­den­burg statt: Am 26. Mai wer­den Kreis­ta­ge, Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lun­gen, Gemein­de­ver­tre­tun­gen, Orts­bei­rä­te und das Euro­päi­sche Par­la­ment gewählt. Und am 1. Sep­tem­ber fin­det die Land­tags­wahl statt. Die­se Wah­len betref­fen auch uns, also Kin­der und Jugend­li­che – egal, ob wir bereits 16 sind und damit mit­wäh­len dür­fen oder ob wir noch zu jung sind zum Wäh­len. Wir haben für euch Bru­no Küp­per, den Lan­des­wahl­lei­ter des Lan­des Bran­den­burg, zum The­ma befragt.

1.) War­um sind Wah­len wich­tig?

Wenn jeder Schü­ler selbst ent­schei­den dürf­te, wann er sei­ne Feri­en nimmt, es also kei­ne für alle ver­bind­li­che Feri­en­re­ge­lung gäbe, wäre z. B. ein mög­lichst gleich­mä­ßi­ger Lern­fort­schritt für alle Schü­ler kaum mög­lich.

Grup­pen von Men­schen, etwa in Schu­len, Betrie­ben oder Sport­ver­ei­nen brau­chen aus unter­schied­lichs­ten Grün­den fes­te Regeln, die ihr erfolg­rei­ches Zusam­men­le­ben und Zusam­men­wir­ken erst ermög­li­chen.

In recht klei­nen Grup­pen, z. B. bei 5 Freun­den auf Feri­en­rei­se, soll­te man sich inso­fern rasch und unkom­pli­ziert eini­gen kön­nen (und jeder weiß, wie schwer dies bereits sein kann). Bei grö­ße­ren Grup­pen ist dies auf eine sol­che Wei­se schon rein prak­tisch unmög­lich; und wie soll­te dies gar für die 2,5 Mil­lio­nen Bür­ger des Bun­des­lan­des Bran­den­burg oder die 82 Mil­lio­nen Bür­ger Deutsch­lands orga­ni­siert wer­den kön­nen? Dann stellt sich näm­lich eben­falls die wich­ti­ge Fra­ge: Wer darf sol­che Regeln über­haupt auf­stel­len und war­um gera­de der­je­ni­ge?

Hier­auf hat es im Lau­fe der Mensch­heits­ge­schich­te vie­le ganz ver­schie­de­ne Ant­wor­ten gege­ben. Die Bür­ger Deutsch­lands hal­ten das Sys­tem einer soge­nann­ten par­la­men­ta­ri­schen Demo­kra­tie für die best­mög­li­che Ant­wort. Für unse­ren Staat gilt als „obers­te Regel“ das „Grund­ge­setz für die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land“. Ihm sind alle ande­ren Regeln (unse­re Geset­ze) nach­ge­ord­net.

2.) Wel­che Funk­tio­nen haben Wah­len?

Arti­kel 20 des Grund­ge­set­zes legt fest: „Alle Staats­ge­walt geht vom Vol­ke aus. Sie wird vom Vol­ke in Wah­len und Abstim­mun­gen und durch beson­de­re Orga­ne der Gesetz­ge­bung, der voll­zie­hen­den Gewalt und der Recht­spre­chung aus­ge­übt“.

Damit steht fest: Die Macht, Regeln auf­zu­stel­len und ihre Befol­gung zu gewähr­leis­ten, liegt beim Volk. Die­ses übt sei­ne Macht (Gewalt) dadurch aus, dass es die Abge­ord­ne­ten des Par­la­men­tes (beson­de­re Orga­ne der Gesetz­ge­bung) wählt und sie sozu­sa­gen für eine bestimm­te Zeit beauf­tragt, Regeln für unse­re Gesell­schaft auf­zu­stel­len, näm­lich Geset­ze zu beschlie­ßen.

Könn­te man sol­che Regeln nicht direkt durch das Volk beschlie­ßen las­sen? Das wäre schon prak­tisch unmög­lich. Nur für sei­ne Sit­zun­gen am 9./10. Mai 2019 hat das Par­la­ment für die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, der Deut­sche Bun­des­tag, bis­her 25 Tages­ord­nungs­punk­te zu bear­bei­ten. Vom Fahr­leh­rer­ge­setz über die Ent­las­tung bei Sozi­al­ab­ga­ben bis zum EU-Haus­halt oder die Rech­te von Mäd­chen auf Gesund­heit und Bil­dung in Kri­sen­ge­bie­ten ste­hen bei­spiel­haft äußerst unter­schied­li­che The­men auf dem Plan. Der Bun­des­tag hat aber in die­sem Jahr sogar 21 Sit­zungs­wo­chen ange­setzt, so dass sich eine Fül­le und Viel­falt ergibt, die sach­ge­recht durch die Bür­ger unmit­tel­bar nicht zu bewäl­ti­gen wäre; und es gäbe noch zahl­rei­che wei­te­re Nach­tei­le eines sol­chen Sys­tems.

Der vor­ste­hend beschrie­be­ne Weg ins par­la­men­ta­ri­sche Sys­tem gilt sinn­ge­mäß auch für die Aus­übung des Volks­wil­lens auf Ebe­ne der Euro­päi­schen Uni­on (Wahl zum Euro­päi­schen Par­la­ment am 26. Mai 2019), für die Bran­den­bur­ger Kom­mu­nal­wah­len am 26. Mai 2019 sowie die Wah­len zum Land­tag Bran­den­burg am 1. Sep­tem­ber 2019.

Es wer­den aber nicht nur Abge­ord­ne­te für Par­la­men­te gewählt, es gibt auch Wah­len, bei denen aus­schließ­lich Per­so­nen für Ein­zel­funk­tio­nen antre­ten, z. B. bei Bür­ger­meis­ter­wah­len.

3.) Wie wer­den die Stim­men der Wähler/innen aus­ge­wer­tet?

In Deutsch­land fin­den Wah­len stets an einem Sonn­tag von 8 bis 18 Uhr statt. Im Land Bran­den­burg ist unse­re Wahl­or­ga­ni­sa­ti­on (auch für die Bun­des­tags­wah­len und die zum Euro­päi­schen Par­la­ment) für die Durch­füh­rung des gesam­ten Wahl­pro­zes­ses und die Ver­ant­wor­tung der Ergeb­nis­se zustän­dig. In ca. 3.800 Stimm­be­zir­ken (einschl. Brief­wahl­be­zir­ken) wer­den ca. 28.000 ehren­amt­li­che Per­so­nen in den Wahl­vor­stän­den tätig. Die Ergeb­nis­se wer­den von der Gemein­de­ebe­ne aus elek­tro­nisch bis zum Amt für Sta­tis­tik Ber­lin-Bran­den­burg über­mit­telt, so dass ein vor­läu­fi­ges Ergeb­nis am Wahl­abend fest­steht. Gleich­zei­tig wer­den die Zah­len auch „auf Papier“ erfasst und in der Fol­ge­wo­che den ört­li­chen Wahl­aus­schüs­sen zur Fest­stel­lung des end­gül­ti­gen Ergeb­nis­ses vor­ge­legt. Das Lan­des­er­geb­nis kann sodann durch den Lan­des­wahl­aus­schuss fest­ge­stellt wer­den. Bei bun­des­wei­ten Wah­len erhält der Bun­des­wahl­lei­ter das vor­läu­fi­ge und das end­gül­ti­ge Ergeb­nis.

Aus die­sen Wahl­er­geb­nis­sen ergibt sich, wel­che Par­tei (wie­der) ins Par­la­ment ein­zieht (Fünf-Pro­zent-Hür­de bei Land­tags- und Bun­des­tags­wah­len) und wie viel Sit­ze auf eine Par­tei ent­fal­len. Letzt­end­lich wird dadurch bestimmt, wer die poli­ti­sche Mehr­heit erhält und die künf­ti­ge Regie­rung stellt und damit die Auf­ga­ben­schwer­punk­te in den kom­men­den Jah­ren bis zur nächs­ten Wahl bestimmt.

 

Bild: Pixabay.com.

Immer mehr Dopingskandale

So lang­sam wird der Sport nicht mehr sport­lich. Immer mehr Sport­ler wer­den posi­tiv auf auf­put­schen­de Mit­tel getes­tet. Da fragt man sich doch, war­um sie das tun und war­um sie das Risi­ko trotz­dem ein­ge­hen erwischt zu wer­den. Ich mei­ne, nie­mand zwingt sie die­sen Sport zu machen, das heißt doch, dass sie eigent­lich kei­nen so gro­ßen Druck haben müss­ten. Mei­ner Mei­nung nach haben Leu­te, die sich dopen, einen unge­sun­den Ehr­geiz. Sie soll­ten sich echt mal über­le­gen, war­um sie den Sport machen und ob es nicht viel­leicht sinn­voll wäre auf­zu­hö­ren, wenn sie zu viel Druck haben. Eins ist sicher, nie­mand fin­det Sport­ler gut, die sich gedopt haben und ich ver­ste­he auch nicht, war­um sie das nicht ver­ste­hen. Außer­dem ist die Wahr­schein­lich­keit, dabei erwischt zu wer­den, sehr groß. Ich ver­ste­he nicht, war­um sie das Risi­ko ein­ge­hen und im Nach­hin­ein sich dar­über beschwe­ren, dass sie erwischt wor­den sind.

 

LK

 

Bild: Pixabay.com.

Bezahlen mit Smartphone - eine Problemzone

Die neue Art zu bezah­len, das Bezah­len mit Smart­pho­ne, ist zwar schnell und prak­tisch, aller­dings auch sehr gefähr­lich. Das Bezah­len mit Apps wie Goog­le Pay oder Apple Pay wur­de schon in mehr als 50% der Kas­sen ein­ge­fügt. Es funk­tio­niert fast wie das Bezah­len mit Kre­dit­kar­te. Des­halb ken­nen sich die Ver­käu­fer damit aus. Außer­dem ist das Smart­pho­ne ein Gegen­stand, den man sowie­so immer dabei hat.

Trotz­dem wer­den noch über 80% der Ein­käu­fe bar bezahlt. Und das aus gutem Grund! Die­se neue Art zu bezah­len bie­tet mehr als nur ein Pro­blem. Dar­um ist es bes­ser, wenn ihr das Bezah­len lie­ber wei­ter mit einer Kre­dit­kar­te oder in Bar erle­digt. Die Ban­ken und Händ­ler sehen zwar Hoff­nung in die­ser Mög­lich­keit zu bezah­len, aller­dings ist Deutsch­land ein Land, das die­ses The­ma zum Glück haupt­säch­lich ablehnt.

Ein gro­ßes Pro­blem sehe ich bspw. schon in den Grund­vor­aus­set­zun­gen. Um mit eurem Smart­pho­ne zu bezah­len, braucht ihr ein Han­dy das NFC-fähig ist, dazu noch eine Bank, die eine kom­pa­ti­ble Zah­lungs­kar­te anbie­tet. Wenn ihr das nicht habt, müsst ihr euch eine neue Bank suchen und für viel Geld ein neu­es Han­dy kau­fen. Ein wei­te­res Pro­blem ist mei­ner Mei­nung nach, dass vie­le Geschäf­te die­se Zah­lungs­art nicht anbie­ten. Die größ­te Chan­ce habt ihr in Groß­städ­ten, aber in Dör­fern oder Klein­städ­ten funk­tio­niert das nicht.

Außer­dem kann man auf eurem Han­dy alles sehen, was ihr gekauft habt. Goog­le Pay und Apple Pay sagen zwar, dass die­se Daten nicht genutzt wer­den, aller­dings steht z. B. in den Nut­zungs­be­din­gun­gen von Goog­le Pay, dass das Zusam­men­fas­sen und Aus­wer­ten von Kun­den­da­ten für per­so­na­li­sier­te Wer­bung und Ange­bo­te durch­aus mög­lich ist. Das ist eine dreis­te Lüge von Goog­le und etwas, das ihr beach­ten soll­tet, wenn ihr die­se Zah­lungs­mög­lich­keit in Betracht zieht.

Ihr soll­tet außer­dem auf­pas­sen und regel­mä­ßig Bank­aus­zü­ge und Abrech­nun­gen kon­trol­lie­ren. Sonst könn­te es pas­sie­ren, dass euer Kon­to plötz­lich um ein paar Euro leich­ter ist.

 

Felix-Kai Mud­rack

 

(Der Bei­trag ist im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den.)

Bild: Pixabay.com

Die Sache mit der Zukunft

Eine Mil­li­on Men­schen gin­gen am Sams­tag in Lon­don auf die Stra­ße, um für ein zwei­tes Brex­it-Refe­ren­dum zu demons­trie­ren. Und ich war unter ihnen; Pau­li­ne aus Klein-Kle­ckers­dorf Forst. Das klingt erst­mal recht sinn­los, da ich als deut­sche Staats­bür­ge­rin sowie­so nicht abstim­men dürf­te. Doch kein Pro­test ist jemals sinn­los.

Ich habe das Pri­vi­leg, ohne all­zu viel Papier­kram ein Aus­lands­jahr in Lon­don machen zu kön­nen. Damit könn­te ich aber eine der Letz­ten sein. Dass ich zu die­ser poli­tisch und geschicht­lich wich­ti­gen Zeit direkt hier in Lon­don bin, davon wer­de ich spä­ter wahr­schein­lich mei­nen Kin­dern und Enkeln erzäh­len; so wie mei­ne Eltern und Groß­el­tern vom Fall der Ber­li­ner Mau­er erzäh­len. Ich wer­de ihnen erzäh­len, dass ich jeden Tag besorgt war, dass, wenn ich zu Ostern nach Hau­se flie­ge, sie mich danach nicht mehr zurück ins Land las­sen. Ich wer­de erzäh­len, dass ich nach über der Hälf­te mei­nes Auf­ent­halts hier mei­ne Han­dy­num­mer wech­seln muss­te, weil durch einen Aus­tritt Roa­ming-Gebüh­ren für mei­ne deut­sche Han­dy­num­mer anfal­len wür­den. Aber ich muss ihnen auch erzäh­len kön­nen, dass ich alles mir mög­li­che getan habe, um einen (har­ten) Brex­it zu ver­hin­dern. Ich muss mei­nen Kin­dern und Enkeln sagen kön­nen, dass ich ver­sucht habe, ihnen und vie­len wei­te­ren EU-Bürger*innen die Mög­lich­keit zu geben, die­se phan­tas­ti­sche Stadt auf die­sel­be Wei­se ken­nen­zu­ler­nen, wie ich das Pri­vi­leg habe. Ich wür­de mich schä­men, wenn ich das nicht könn­te.

Genau­so wür­de ich mich in Grund und Boden schä­men, wenn ich mei­ne Enkel*innen mit Son­nen­creme mit Licht­schutz­fak­tor 5000 ein­cre­men muss, weil ich zu faul war, einen Stoff­beu­tel mit mir rum­zu­tra­gen und Fahr­rad zu fah­ren. Zu vie­le Gene­ra­tio­nen vor uns haben nicht weit genug in die Zukunft gese­hen. Wenn wir das Glei­che tun, wer­den unse­re Kin­der uns fra­gen, war­um. Es lässt mei­nen Glau­ben an die Mensch­heit lang­sam zurück­kom­men, wenn ich sehe, wie vie­le Demons­tra­tio­nen es in der letz­ten Zeit in ganz Euro­pa gibt. Fri­days for Future, Arti­kel 13-Demos, der People´s Vote March... Die Men­schen schei­nen anzu­fan­gen, zu begrei­fen. Hören wir jetzt nicht damit auf.

Poli­ti­sches Enga­ge­ment ist nicht bequem. Aber eine Zukunft in einer zer­strit­te­nen Welt ohne funk­tio­nie­ren­des Öko­sys­tem ist noch unbe­que­mer.

Pau­li­ne Kling

Einstellungstests: sinnvoll oder reiner Quatsch?

Stell dir vor, du bekommst zwei Mona­te, nach­dem du dei­ne Bewer­bung für dei­nen Traum­be­ruf abge­sen­det hast, eine E-Mail mit einer Ein­la­dung zum Ein­stel­lungs­test. Du hast den ers­ten Schritt des Bewer­bungs­ver­fah­rens erfolg­reich gemeis­tert. Nun ist sicher, dass ers­te, was du machst, zu googeln, wie die­ser beson­de­re Test aus­sieht und wel­che Fra­gen er beinhal­ten könn­te. Wäh­rend du dann im Test­raum sitzt und mit­ten im Beant­wor­ten der Fra­gen bist, wet­te ich, dass du an einen Punkt kommst, an dem du dich fragst „Muss ich das wirk­lich wis­sen?“. Nun, die­ser Fra­ge möch­te ich auf den Grund gehen, indem ich im Fol­gen­den dis­ku­tie­re, ob Ein­stel­lungs­tests wirk­lich einen Sinn haben oder kom­plett unnö­tig sind.

Zual­ler­erst, was ist die Inten­ti­on eines Ein­stel­lungs­tests? Ziel solch einer Akti­on ist, die Per­sön­lich­keit, die Intel­li­genz und die Fähig­keit des Bewer­bers zu erschlie­ßen. Arbeit­ge­ber wol­len fest­stel­len, ob die Test­per­son der ange­streb­ten Tätig­keit gerecht wer­den kann, um Fehl­ent­schei­dun­gen zu ver­mei­den. Zudem gibt die­ser Test Infor­ma­tio­nen über das Ver­hal­ten der Per­son in einer bestimm­ten Situa­ti­on.
Wei­ter­hin gibt es noch ver­schie­de­ne Arten von Ein­stel­lungs­tests bzw. Test­ver­fah­ren. Sie kön­nen schrift­lich, münd­lich oder auch online erfol­gen. Sie sol­len den Bewer­ber auf Schnel­lig­keit und auf Niveau über­prü­fen.

Ein­stel­lungs­tests spal­ten die Mei­nung. Alles hat Vor- und Nach­tei­le, so haben es auch Ein­stel­lungs­tests jeg­li­cher Art.

Posi­tiv an die­ser gan­zen Sache ist, dass die Unter­neh­men bzw. die Arbeits­ge­ber die Stär­ken und Schwä­chen der Bewer­ber her­aus­fin­den kön­nen und sich somit auch zum Teil in Vor­feld ver­si­chern kön­nen, dass die­se Per­son gut für den Beruf geeig­net ist oder nicht. Damit kann die Ent­schei­dung des Arbeits­ge­bers gerech­ter und ratio­na­ler gefällt wer­den, denn jeder Bewer­ber hat die glei­che Chan­ce und die Bewer­ber unter­ein­an­der sind bes­ser zu genau­er zu ver­glei­chen.

Nega­tiv ist jedoch, dass die­ser Test nur eine Moment­auf­nah­me ist bzw. nur die jet­zi­ge Ver­fas­sung der Test­per­son wider­spie­gelt. Meis­tens ist auch die Geheim­hal­tung der Test­aus­wer­tung nicht gewährt; trotz Daten­schutz besteht ein Risi­ko. Außer­dem sind stan­dar­di­sier­te Tests schon oft­mals bekannt und kön­nen somit leich­ter bewäl­tigt wer­den. Das hat zufol­ge, dass das Test­ergeb­nis bes­ser aus­fällt, als wenn man den Test mit sei­nem Wis­sen beant­wor­tet hät­te.

Mei­ner Mei­nung nach sind Ein­stel­lungs­tests nur zum Teil sinn­voll. Ich den­ke All­ge­mein­wis­sen, Deutsch­kennt­nis­se und mathe­ma­ti­sche Grund­kenn­tis­se muss ein­fach jeder haben. Das steht außer Fra­ge. Spe­zi­fi­sche Fra­gen, wie zum Bei­spiel Mär­chen anhand von klei­nen Text­pas­sa­gen erken­nen, sind mei­nes Erach­tens nach eher sinn­los. Lei­der gibt es in die­sen Tests vie­le sol­cher Fra­gen, die man nicht wis­sen MUSS. Das Test­ergeb­nis zeigt ledig­lich nur die objek­ti­ven Sachen und sagt nichts über die Per­sön­lich­keit des Bewer­bers aus, denn durch die vor­ge­ge­be­ne Zeit baut sich ein gewis­ser Druck auf und man kommt in eine Stress­si­tua­ti­on, was Unkon­zen­triert­heit zur Fol­ge hat.

 

Leo­nie Petsch­ke

 

(Der Bei­trag ist im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den.)

Das wahre Gesicht der Schule

Geht es euch auch so, dass ihr eine ganz ent­spann­te Woche hin­ter euch habt und plötz­lich wol­len alle Leh­rer einen Test schrei­ben? Ihr müsst so viel ler­nen, dass ihr gar nicht mehr hin­ter her­kommt. Schreck­lich, oder? Da stellt man sich doch die Fra­ge, war­um es den Leh­rern nicht frü­her ein­fällt, mal einen Test zu schrei­ben. Sie könn­ten sich auch unter­ein­an­der abspre­chen, wer wann einen Test schreibt oder wenigs­tens mal ins Klas­sen­buch gucken, wann schon wel­che geschrie­ben wer­den. Aber natür­lich sind Leh­rer so gestrickt, dass sie es sich so legen, wie es ihnen passt. Ergeb­nis: schlech­te Noten. Es ist ein­fach nicht drin, für sechs Tests in der Woche zu ler­nen - plus einer Klau­sur bzw. Klas­sen­ar­beit. Und dann sind die Leh­rer auch noch unzu­frie­den, wenn der Durch­schnitt so schlecht war.

Leh­rer sagen immer: „Das braucht ihr spä­ter auf jeden Fall, das müs­sen wir machen!“. Bei­spiel: Mathe. Man muss den Win­kel des Auges aus­rech­nen, mit wel­chem man einen fünf Meter hohen Turm fokus­siert. Natür­lich wer­de ich das in mei­nem spä­te­ren Leben auch machen, denn ich woll­te schon immer wis­sen, wie groß der Win­kel ist, den mei­ne Augen benö­ti­gen, um einen Turm zu betrach­ten.

Ein ande­res Bei­spiel: Musik. Ich wer­de spä­ter natür­lich ein Musik­stück hören und das inter­pre­tie­ren, ich hab ja nichts ande­res zu tun. Ich hab eigent­lich immer gedacht, man hört Musik, weil das ent­span­nend ist und einem den Stress nimmt, den man wegen den vie­len Arbei­ten hat, aber seit neus­tem wird Musik gehört, um die­se zu inter­pre­tie­ren. Dar­auf hat die Welt gewar­tet.

 

LK

 

Bild: Pixabay.com

Affenzoo Jocksdorf - Lärmbelästigung durch Tiere

Der Affen­zoo in Jocks­dorf ist eigent­lich ein sehr schö­ner Ort, um Kaf­fee zu trin­ken oder sich Tie­re wie Emus, Kän­gu­rus oder - wie der Name schon sagt - Affen anzu­se­hen. Das ist ja alles schön und gut, aber beim Kaf­fee trin­ken sehe ich ein Pro­blem, denn nor­ma­ler­wei­se will man sich beim Kaf­fee trin­ken ja auch unter­hal­ten. Das könn­te hier mei­ner Mei­nung nach sehr schwer wer­den, da man sein eige­nes Wort kaum ver­steht. Der Grund dafür sind sehr lau­te Tie­re in der Nähe von bei­den Sitz­ecken. Will man sich drin­nen in die sehr schön deko­rier­te Sitz­ecke set­zen, so wird man von einem zwar sehr intel­li­gen­ten, aber trotz­dem ner­vi­gen Tier zuge­schrien: In der Ecke des Rau­mes befin­det sich ein Käfig mit einem Grau­pa­pa­gei dar­in. Und auch wenn man nach drau­ßen flüch­tet, wird es nicht bes­ser. Auch dort ist man nicht weit weg von einem Gehe­ge mit eini­gen Gold­fa­sa­nen, die sogar noch lau­ter als der Grau­pa­pa­gei wer­den. Die­se Tie­re müs­sen mei­ner Mei­nung nach wei­ter weg von den Sitz­ecken unter­ge­bracht wer­den. Mich haben die­se Tie­re dazu gebracht, nicht mehr so oft wie frü­her in den Affen­zoo zu gehen.

 

LW

 

(Der Bei­trag ist im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den.)

Bild: Pixabay.com

Verschneite Angelegenheit

Zu viel Schnee hier und zu viel Schnee da. Man hört nichts ande­res mehr in den Nach­rich­ten. Seit Tagen schneit es in Öster­reich, Bay­ern und Sach­sen unauf­hör­lich. Jeder hat die Nase gestri­chen voll von Schnee, doch dabei liegt nur in den drei Regio­nen viel Schnee. Bei uns gibt es nur kur­ze Schnee­schau­er, wo der Schnee inner­halb von einer Stun­de wie­der weg­taut oder gar nicht erst lie­gen bleibt. Ein rich­ti­ges Mist­wet­ter, das auch noch unfair ver­teilt ist. Die im Süden beschwe­ren sich über zu viel Schnee und wir im Nor­den bekom­men erst gar kei­nen ab. Wenn ihr mich fragt, total unfair!

Das letz­te Mal rich­tig viel Schnee gab es 2010 in der Lau­sitz, also schon ziem­lich lan­ge her, da wäre es doch nur fair, wenn wir mal ein biss­chen Schnee abbe­kom­men, oder? Außer­dem könn­ten wir dann auch dar­auf hof­fen, dass unse­re Schul­fe­ri­en ver­län­gert wer­den. Die fin­de ich näm­lich auch viel zu kurz. Vor allem die eine Woche Win­ter­fe­ri­en. War­um um Him­mels Wil­len haben wir im Herbst, wo es nass, kalt, grau und reg­ne­risch ist zwei Wochen Feri­en und nicht im Win­ter, wo man so viel Spaß mit dem Schnee haben kann? Aber natür­lich dür­fen wir dafür im Herbst zwei Wochen lang Laub har­ken. Ein rich­ti­ger Traum oder?

 

LK

 

Bild: Pixabay.com