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Meinung

GroKo – Sicherheit um jeden Preis – Ja, aber…

Ich habe vor ein paar Wochen in einer Zei­tung (ich kann mich lei­der nicht mehr dar­an erin­nern, wel­che) einen sehr schö­nen Satz gele­sen. Es ging dabei um Ange­la Mer­kel und ihre Art des Regie­rens. Der Satz sprach von Mer­kels „poli­ti­scher Ideo­lo­gie des Maxi­mal­prag­ma­tis­mus“, einem, wie ich fin­de, wirk­lich sehr schö­nen Aus­druck. Und einem eben­so para­do­xen. Denn eigent­lich bringt eine Ideo­lo­gie immer (qua­si) unum­stöß­li­che Ansich­ten mit sich. In dem Wort ste­cken die alt­grie­chi­schen Wor­te idéa (=Idee) und lógos (=Leh­re). Und die­se ist bei Mer­kel eine höchst span­nen­de. Denn weni­ger sind es bei ihr tat­säch­li­che inhalt­li­che Über­zeu­gun­gen, wie man sie beson­ders bei den klei­ne­ren Par­tei­en wie Lin­ke, Grü­ne oder AfD meist sehr stark aus­ge­prägt fin­det, als viel­mehr die Rück­be­sin­nung dar­auf, was es bedeu­tet, da zu ste­hen, wo sie steht. Zu die­sem Zweck wür­de ich gern einen Blick auf den Eid wer­fen, den nicht nur der Bun­des­prä­si­dent, son­dern auch der Bun­des­kanz­ler und sämt­li­che Bun­des­mi­nis­ter ableis­ten:

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Vom Schulreporter zum Regierungssprecher

Heu­te hat­ten wir Jugend­re­por­ter abschlie­ßend ein Inter­view mit Flo­ri­an Engels, unser Regie­rungs­spre­cher in Bran­den­burg. Das Inter­view war so auf­ge­baut, dass wir unse­re Fra­gen an ihn in 4 The­men geglie­dert haben. Und zwar in Bio­gra­fie, Beruf, Bil­dung und Demo­kra­tie. Zum The­ma „Bio­gra­fie” haben wir ihn ver­schie­de­ne Fra­gen gestellt, z. B. wie alt sei­ne zwei Kin­der sei­en - wor­auf er mit 15 und 18 ant­wor­te­te -, und zu einem ande­ren sehr inter­es­san­ten The­ma: sei­ne drei­mo­na­ti­ge Zeit im Gefäng­nis in der DDR. Herr Engels sag­te, dass die­se Zeit für ihn sehr emo­tio­nal war. Das konn­ten wir ihm auch anmer­ken, als er erzähl­te, wie er frei­ge­kom­men ist und er mit sei­nem Vater wie­der nach Bay­ern fuhr, wo er damals leb­te.

„Vom Schul­re­por­ter zum Regie­rungs­spre­cher Bran­den­burgs” - das beschreibt das nächs­te The­ma „Beruf” sehr gut. In sei­ner Schul­zeit war er bei einer Schü­ler­zei­tung, spä­ter wur­de er Jour­na­list - sein Berufs­wunsch. Danach wur­de Herr Engels sogar Pres­se­spre­cher und heu­te ist er Regie­rungs­spre­cher. Er wür­de sei­nen Beruf mit dem Wort „span­nend” beschrei­ben.

Zum The­ma „Bil­dung” haben wir ihm auch ver­schie­de­ne Fra­gen gestellt, z. B. ob sich die Bil­dung in Bay­ern von der Bil­dung in Bran­den­burg unter­schei­det, wor­auf er mit „nicht stark” ant­wor­te­te. Herr Engels sag­te aber, dass er dies nicht wirk­lich ein­schät­zen kön­ne, da er in Bran­den­burg nicht zur Schu­le ging. Jedoch kam er zum Ent­schluss, die Bil­dung in Bay­ern sei straf­fer und stren­ger auf­ge­baut; der Druck auf die Schü­ler sei dort höher. Und wie unter­schei­det sich die dama­li­ge Bil­dung zur heu­ti­gen? Er mein­te, sie habe sich nicht stark geän­dert, abge­se­hen von der Digi­ta­li­sie­rung. Als Jugend­li­cher hät­te er nicht gedacht, dass es irgend­wann mal Smart­pho­nes geben wür­de.

Kom­men wir zum The­ma „Demo­kra­tie”. Am inter­es­san­tes­ten fan­den wir sei­ne Mei­nung zur AfD. Herr Engels mein­te, dass sich Deutsch­land trotz der Wahl­er­fol­ge der Par­tei in kei­ner Kri­se befin­det. Er hal­te es auch für falsch zu sagen, wer die AfD wählt, sei ein Nazi.

 

Caro Hein­zig & Nel­ly Roß­mann

 

Das Inter­view wur­de von Caro Hein­zig, Vivi­an Heß­lich, Anna Krautz, Leni-Sophie Kurz­hals, Lau­ri­ne Mer­both, Paul Rich­ter, Nel­ly Roß­mann, Timo Stan­zel, Lisa Vogel und Leon Wie­sch­nath durch­ge­führt. Ihr könnt es dem­nächst bei Ber­tas Blog im voll­stän­di­gen Wort­laut nach­le­sen.

Ethische Autos? Ja, aber...

Ich stol­per­te neu­lich über ein voll­ge­krit­zel­tes Blatt aus mei­ner Uni-Zeit, auf das ich irgend­wo „Ethi­sche Autos?” geschrie­ben hat­te. Offen­bar in einem Semi­nar, in dem es um ver­schie­de­ne Moral­vor­stel­lun­gen und deren Vor- und Nach­tei­le ging. Oder eher viel­mehr dar­um, war­um man bei so etwas grund­sätz­lich schon mal gar nicht von Vor- und Nach­tei­len reden kann, weil die­se Fra­gen nicht wahr­heits­wert­fä­hig sind bla..bla...bla

Aber abge­se­hen sol­cher zuge­ge­ben für den nor­ma­len Men­schen voll­kom­men unnö­ti­gen Spitz­fin­dig­kei­ten ließ mich die­ser Zet­tel doch wie­der ein an Pro­blem den­ken, wel­ches ich schein­bar irgend­wann schon ein mal hat­te, aber nicht zu Ende gedacht habe.

Hier kommt also Ver­such der Zweit: Ethi­sche Autos? - Ja, aber...

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Es wird Zeit, sich zu bewegen, höchste Zeit, dass was passiert

Unter die­ses Mot­to wür­den wir gern den Monat Novem­ber stel­len.

Sei es, Ach­tung, Spoi­ler, im Bezug auf selbst­fah­ren­de Autos, unser Essen oder aber ein­fach nur den Brust­um­fang weib­li­cher Com­pu­ter­cha­rak­te­re.

Nach rund einem Jahr, dass es Ber­tas Blog nun mitt­ler­wei­le in die­ser Form gibt, ist es unse­rer Mei­nung nach aber auch Zeit, euch end­lich ein wenig mehr ein­zu­bin­den.

Des­we­gen wol­len wir, begin­nend mit dem heu­ti­gen Tag, ab sofort immer ein The­ma haben, was uns einen Monat lang quer durch all unse­re Kate­go­ri­en beglei­ten soll. Um dabei aber sicher zu gehen, dass wir nicht an euch vor­bei schrei­ben, wol­len wir die Vor­tei­le moder­ner Tech­nik voll aus­nut­zen, und, wie wir es auch schon bei dem Namen unse­res männ­li­chen Kak­tus gemacht haben, direkt mit in den Pro­zess der Ent­schei­dungs­fin­dung ein­bin­den.

Unter die­sem lang­wei­li­gen Text fin­det ihr eine Umfra­ge, an der wir euch sehr bit­ten wür­den, teil­zu­neh­men und somit euren Bei­trag dafür zu leis­ten, dass Ber­tas Blog in Zukunft noch näher an dem dran ist, was euch inter­es­siert. Denn dafür sind wir ja schließ­lich da.

Also, teilt uns mit, wovon ihr gern mehr lesen wür­det, und wenn das, wor­auf ihr Lust habt, da noch nicht steht, dann schreibt es ein­fach dazu. Wir sind gespannt auf eure Ide­en und Vor­schlä­ge.

Ber­tas Blog

 

Alkohol versus Spielsucht - Eine Gefahrenanalyse

Jus­ti­tia, die römi­sche Göt­tin der Gerech­tig­keit, wird meist mit ver­bun­de­nen Augen dar­ge­stellt, als Zei­chen dafür, dass sie, ohne Anse­hen der betrof­fe­nen Per­son, frei und unvor­ein­ge­nom­men Han­delt.

Und so wer­de auch ich, als nicht (mehr) direkt von den Vor­gän­gen am Fors­ter Gym­na­si­um betrof­fe­ner, mich bemü­hen, eine mög­lichst nüch­tern-objek­ti­ve Ein­schät­zung eines Sach­ver­hal­tes vor­zu­neh­men, der der­zeit in der Redak­ti­on von Ber­tas Blog für eini­gen Gesprächs­stoff sorgt: Das Abi-Mot­to der jet­zi­gen 11. Klas­se. Ursprüng­lich geplant war „Abi­os Ami­gos – 12 Jah­re Fies­ta“, was jedoch als nicht ange­mes­sen und fei­er­lich genug von der Schul­lei­tung zurück­ge­wie­sen wur­de. Der nun akzep­tier­te Vor­schlag lau­tet „Abi Vegas – Ass im Ärmel, Abi in der Tasche“. Es war also die Wahl zwi­schen einem offe­nen Bekennt­nis zu Par­ty und Alko­hol­kon­sum und dem Ver­weis auf das Syn­onym für Spiel­sucht und Sit­ten­ver­fall schlecht­hin. Was in Vegas pas­siert, bleibt auch in Vegas. Ich den­ke wir wis­sen alle, dass damit nicht das Ver­hal­ten gemeint ist, wel­ches man von der außer­uni­ver­si­tä­ren Bil­dungs­eli­te Deutsch­lands ver­lan­gen kann und soll­te, immer­hin bekom­men die Schü­le­rin­nen und Schü­ler an die­sem Abend den höchs­ten Grad der All­ge­mein­bil­dung zuer­kannt, den wir in Deutsch­land zu bie­ten haben.

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Von den Schwierigkeiten des T-Shirt-Shoppens

Ich bin eine Feu­er­wehr­frau. Und weil das ziem­lich cool ist, war ich letz­tens auf der Suche nach einem genau­so coo­len Shirt. Ich such­te also nach „Fire­figh­ter womans-clo­thes” (Im Übri­gen ist das Wort „fire­figh­ter” phan­tas­tisch. Zum einen, weil es geschlechts­neu­tral ist, nicht wie im Deut­schen „Feu­er­wehr­mann” und „Feu­er­wehr­frau”, zum ande­ren, weil es ein­fach hun­dert mal coo­ler klingt.) und wur­de wie immer auf Red­bub­b­le fün­dig. Die ers­ten zehn T-Shirts bezo­gen sich auch wahr­haf­tig auf weib­li­che Feu­er­wehr­leu­te, waren aller­dings nicht gera­de hübsch. Alle ande­ren 1.088 Ergeb­nis­se tru­gen Schrift­zü­ge wie „Fire­figh­ter girl­fri­end”, „Fire­figh­ter wife”, „Sor­ry, this girl is taken by a hot & sexy fire­figh­ter”, „pro­per­ty of a xxl fire­figh­ter” und ähn­li­che. So weit, so beschi**en.

Aber dann sprang mich die­ses Shirt an. Und das setzt dem Gan­zen doch wahr­haf­tig die (rosa glit­zern­de Prinzessinnen-)Krone auf! „Mei­nen Feu­er­wehr­mann zu ver­mis­sen, ist mein Hob­by. Für ihn zu sor­gen, ist mein Job. Ihn glück­lich zu machen, ist mei­ne Pflicht und ihn zu lie­ben, ist mein Leben.“

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Disziplin – Ja, aber…

Ich bin nun seit dem 03.04. bei der Bun­des­wehr. Mari­ne. Des­we­gen gab es die letz­ten paar Wochen auch kei­nen neu­en Arti­kel von mir, da ich erst jetzt die Zeit gefun­den habe, ein paar Zei­len zu schrei­ben.

Eine der ers­ten Sachen, die einem in den Kopf kom­men, wenn man an Bun­des­wehr, oder Armee all­ge­mein, denkt, sind Din­ge wie Dis­zi­plin und Ord­nung. Denn, und das ist halt (lei­der) ein Fakt, ohne Dis­zi­plin und Ord­nung könn­te die Bun­des­wehr nicht exis­tie­ren.

Das ist aber an sich erst­mal noch gar nichts schlim­mes, immer­hin könn­te auch unse­re Gesell­schaft, unse­re Demo­kra­tie, Deutsch­land, eine Schu­le oder selbst eine Fami­lie ohne gewis­se Regeln und deren Ein­hal­tung (und um nichts ande­res geht es bei Dis­zi­plin ja) nicht exis­tie­ren. Sie wür­den alle schlicht zer­fal­len, und sich nach (dann ver­mut­lich ande­ren Regeln) wie­der neu bil­den.

Es ist also kei­ne Fra­ge nach dem OB, son­dern eine nach dem WIEVIEL. Wei­ter­le­sen

Sexismus: Made in Germany - Anne Willsch

Na, an was denkt ihr, wenn ihr Wör­ter wie „Muschi­flüs­te­rer”, „Supa­pim­mel„und „Schnell­bumser” hört? Ganz bestimmt nicht an Pull­over, Sweat­shirts und Jog­ging­ho­sen, oder? Doch das deut­sche Fashion Label „Naketa­no – Bra­ve New World” taggt sei­ne Kla­mot­ten mit genau die­sen teils sehr anstö­ßi­gen Namen.

Es geht noch kras­ser:

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Einheitsbrei - Pauline Kling

Manch­mal – na gut, sehr oft – habe ich das Gefühl, in der fal­schen Gene­ra­ti­on gebo­ren wor­den zu sein. Da sagen natür­lich alle gleich „aber wir haben Smart­pho­nes und moder­ne Tech­nik“. Aber mal ganz ehr­lich, das kann doch nicht alles sein, was euch wich­tig ist?

Mein Pro­blem mit unse­rer Gene­ra­ti­on ist, dass alles schön ist. Alle Leu­te sind schön, alle Kla­mot­ten sind schön, die gan­ze Musik ist schön, alles ist schön. Schön gleich. Schön lang­wei­lig. Schö­ner Ein­heits­brei. Wei­ter­le­sen