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Schulprojekte

Die Nacht

Vögel Zwit­schern In Der Mit­tags­son­ne,
Mei­ne Haut Pri­ckelt Durch Die Son­nen­strah­len,
Musik Von Mozart Dringt Aus Mei­nem Han­dy,
Mei­ne Augen­li­der Fal­len Zu,
Den Tag Zur Nacht Machen.

Die Nacht Bricht An,
Mei­ne Augen Zucken,
Lang­sam Hebt Und Senkt Sich Mein Brust­korb,
Mein Kör­per Fühlt Sich Fit,
Die Nacht Zum Tag Machen.

Durch Die Lee­ren Stra­ßen Führt Mich Mein Kör­per,
Ver­lan­gen Nach Mond­schein Kommt In Mir Hoch,
Die Wöl­fe Heu­len In Die Tief­schwar­ze Nacht Hin­ein,
Mei­ne Füße Tra­gen Mich Durch Die Gan­ze Stadt,
Die Nacht Zur Nacht Machen.

Immer Wie­der Höre Ich Geräu­sche Hin­ter Mir,
Mei­ne Bei­ne Sind Zu Schlapp Um Schnell Zu Gehen,
Drei Rie­si­ge Tie­re Erschei­nen In Mei­nem Blick­feld,
Das Eine Ele­gan­ter Als Das Ande­re,
Mein Neu­es Leben Beginnt.

 

Jes­si­ca Lat­ze

 

Bild: Pixabay.com.

 

Der Bei­trag ist anläss­lich des 90. Geburts­ta­ges der Fors­ter „Jahn­schu­le“ im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den.

Regen

Der Wind zog an mei­ner Klei­dung und der Regen durch­näss­te sie. Doch mir mach­te das nichts aus. Ich lieb­te den Regen – Unwet­ter all­ge­mein. Frü­her, als ich klein war und es reg­ne­te, tanz­te ich immer im Regen.

Der Wind wur­de stär­ker. Ich muss­te mich bemü­hen an Ort und Stel­le ste­hen zu blei­ben. Frü­her war ich mit mei­nen Eltern einen Dra­chen stei­gen las­sen, wenn der Wind so war.

Der Regen leg­te sich wie ein Man­tel um mei­ne Schul­tern. Man konn­te kaum noch rich­tig sehen.

„Wo bleibt er denn?“

Pfüt­zen bil­de­ten sich auf der Stra­ße.

In der Fer­ne waren Auto­schein­wer­fer zu sehen.

„Ist er das? Kommt er jetzt end­lich?”

Das Auto fuhr mit schnel­lem Tem­po an mir vor­bei – fuhr in eine Pfüt­ze. Was­ser spritz­te umher und traf mei­ne, schon durch­näss­te, Klei­dung.

„Was für ein……… Ella, nein. Du woll­test nicht mehr flu­chen!” Tief durch­at­men.

Er kommt bestimmt gleich.

Da! Wie­der Schein­wer­fer in der Fer­ne. Dies­mal gehe ich lie­ber ein Stück von der Fahr­bahn. Das Auto ver­lor an Tem­po, bis es kurz vor mir ste­hen blieb. Das Fens­ter wur­de run­ter­ge­las­sen.

„Na? Brauchst du eine Mit­fahr­ge­le­gen­heit?“ – „Sehr wit­zig!“

Ich öff­ne­te die Tür und stieg ein. Er ließ das Fens­ter wie­der hoch.

„Hat dich der Regen erwischt?“ – „Nein. Über­haupt nicht. Da war ein Rasen­spren­ger und ich konn­te nicht wider­ste­hen drun­ter durch­zu­lau­fen. Man Tobi...“ – „Ich lie­be dich auch Schwes­ter­herz.“

Wäh­rend der Fahrt wur­de der Regen weni­ger und der Wind immer schwä­cher. Mein Blick war nach drau­ßen gerich­tet. Ich hing mei­nen Gedan­ken nach. Ich lächel­te.

„Bis dann, alter Freund.”

 

Pia-Marie Kret­sch­mer

 

Bild: Pixabay.com.

 

Der Bei­trag ist anläss­lich des 90. Geburts­ta­ges der Fors­ter „Jahn­schu­le“ im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den.

Ich

Ich weiß es noch wie heu­te – ein Tag wie jeder ande­re. Da beschloss ich etwas zu ver­än­dern. Das Pas­sier­te in einen Kar­ton zu packen – es zu ver­ges­sen. Mein Leben nun so zu leben, wie ich es mir immer vor­ge­stellt hat­te. Nun muss­te ich nicht mehr die Kanz­lei mei­ner Eltern über­neh­men. Ich konn­te jetzt mein eige­nes Café eröff­nen. Mei­ne Eltern, der Typ, der sich Freund schimpft und die soge­nann­ten Freun­de – alle konn­te ich hin­ter mir las­sen. Mein Weg führ­te mich jetzt zu mei­ner Groß­mut­ter. Sie hat­te mich immer unter­stützt, bei allem was ich getan hat­te. Der ers­te Kurz­haar­schnitt, die Gitar­re anstatt des Kla­vier­un­ter­richts. Ihre größ­te Unter­stüt­zung bekam ich aber immer, wenn es um’s Backen ging. Sie brach­te mir alles bei, was ich wis­sen muss­te. Von einem nor­ma­len Scho­ko­la­den­ku­chen über eine Apfel­tor­te.

Die Fahrt zu ihr dau­er­te etwas über drei Stun­den. Über den gesam­ten Trip lief das Radio – auch wenn die Charts nicht unbe­dingt mei­ne Lieb­lin­ge waren. Ich sah mei­ne Groß­mut­ter, sah ich schon von Wei­tem. Fin­nie, ihr klei­ner, dick­li­cher Dackel, saß dane­ben. Sie strahl­te über das gan­ze Gesicht, als sie mein Auto erkann­te. Die­ses park­te ich in ihrer Auf­fahrt und stieg aus. Fin­nie kam auf mich zuge­lau­fen. Ich beug­te mich run­ter und strei­chel­te, kraul­te ihn. Fin­nie und ich sind qua­si zusam­men auf­ge­wach­sen. Ich besuch­te mei­ne Groß­el­tern oft, als ich klei­ner war. Die­se Besu­che wur­den weni­ger, als ich in die Schu­le kam, bis dahin, dass ich sie gar nicht besuch­te. Auch nicht, als wie erfuh­ren, dass mein Groß­va­ter ster­ben wür­de. Mei­ne Mut­ter und ihre Eltern hat­ten nicht das bes­te Ver­hält­nis zuein­an­der, dafür aber war das Ver­hält­nis zwi­schen mir und mei­nen Groß­el­tern etwas Beson­de­res. Sie waren qua­si mei­ne Eltern. Mei­ne Oma kam jetzt auf mich zu und umarm­te mich. Umklam­mer­te mich, als wäre ich ihre letz­te Ret­tung. Sie muss­te nicht mehr geret­tet wer­den. Sie war ein her­zens­gu­ter Mensch, der jedem half der sie brauch­te. Ich erwi­der­te die fes­te Umar­mung, denn sie war mei­ne Ret­tung. Ohne sie wäre ich nicht aus mei­ner per­sön­li­chen Höl­le her­aus­ge­kom­men.

Ich nahm mei­ne Taschen aus dem Kof­fer­raum und folg­te mei­ner Groß­mut­ter in das alt­be­kann­te Haus. Der Duft ihrer Blau­beer­muf­fins schlug mir ent­ge­gen, als ich es betrat. Mei­ne Taschen stell­te ich im Flur ab und ging in die Küche. Zusam­men mit den Muf­fins und einem Tee setz­ten wir uns an den Küchen­tisch und spra­chen über mein neu­es Leben. Träum­ten nur, was zu Träu­men ging. Sie erzähl­te mir, dass sie schon ein klei­nes, lee­res Geschäft gefun­den hat­te, in dem Café eröff­nen konn­te.

Lei­der war das Wunsch­den­ken. Die Kanz­lei mei­ner Eltern hat­te ich nun vor zwei Mona­ten über­nom­men. Fin­nie war vor gut einer Woche weg­ge­lau­fen und mei­ne Groß­mut­ter ver­such­te ihn zu fin­den – sie war ver­zwei­felt. Der Ein­zi­ge, der ihr geblie­ben war, war nun auch weg. Ich ver­such­te am Wochen­en­de bei ihr vor­bei­zu­schau­en, was auf­grund der Arbeit so gut wie nie glück­te. Mei­ne Eltern freu­ten sich, dass sie mich noch eine Wei­le unter ihrem Pan­tof­fel hal­ten konn­ten. Die Idee, ein Café zu besit­zen, war für sie ver­flo­gen, doch in mei­nem Kopf war sie noch vor­han­den. Zwar nicht mehr ganz so groß wie vor­her aber sie war noch da.

 

Pia Marie Kret­sch­mer

 

Bild: Pixabay.com.

 

Der Bei­trag ist anläss­lich des 90. Geburts­ta­ges der Fors­ter „Jahn­schu­le“ im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den. Am 4. Mai fei­ern vie­le Ehe­ma­li­ge im „Fors­ter Hof“ das Jubi­lä­um.

Zufriedenheit

Zufrie­den­heit ist ein gro­ßes Wort,
geplagt von Ängs­ten die­ses Gefühl nicht spü­ren,
unter­stri­chen von Träu­men, die hof­fent­lich wahr wer­den.

Man wird ver­folgt von denen, die es spü­ren,
denen, die es nie spür­ten,
denen, die es spü­ren wol­len.

Man erträumt sich die­ses voll­kom­me­ne Gefühl,
die voll­kom­me­ne Zufrie­den­heit,
egal wie zer­stört man sein mag.

Jeder bekommt das im Leben, was er ver­dient,
denn nicht ohne Grund pas­sie­ren Din­ge,
Kar­ma ist ein fes­ter Bestand­teil des Lebens.

 

Jes­si­ca Lat­ze

 

Bild: Pixabay.com.

 

Der Bei­trag ist anläss­lich des 90. Geburts­ta­ges der Fors­ter „Jahn­schu­le“ im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den. Am 4. Mai fei­ern vie­le Ehe­ma­li­ge im „Fors­ter Hof“ das Jubi­lä­um.

Eine deutsch-polnische Projektfahrt

Euro­pa­wah­len. Damit haben wir Jugend­li­che eigent­lich noch nicht so viel zu tun. Doch genau zu die­sem The­ma haben wir (9c) uns mit pol­ni­schen Schü­le­rin­nen und Schü­lern im Schloss Treb­nitz getrof­fen. Hier unse­re Woche:

Wir sind Sonn­tag in Treb­nitz ange­kom­men und haben am Abend noch klei­ne Ken­nen­lern­spie­le gespielt. Danach ist es vie­len leich­ter gefal­len, mit den pol­ni­schen Schü­le­rin­nen und Schü­lern zu inter­agie­ren.

Mon­tag haben wir erst­mal noch ein paar Ken­nen­lern­spie­le gemacht und dann all­ge­mein über Poli­tik gespro­chen. Am Abend haben wir dann in unse­rer Inte­gra­ti­ons­zeit mit den pol­ni­schen Schü­le­rin­nen und Schü­lern gespro­chen und Tisch­ki­cker oder ähn­li­ches gespielt.

Diens­tag haben wir uns nach dem Früh­stück im Arbeits­raum getrof­fen und dar­über gere­det, was alles Poli­tik ist bzw. was uns an der Poli­tik stört. Wir haben dann über das gespro­chen, was in der Poli­tik gemacht wird. Nach der Mit­tags­pau­se haben wir über die EU und deren Auf­ga­ben dis­ku­tiert.

Mitt­woch sind wir nach Ber­lin gefah­ren und haben uns wich­ti­ge poli­ti­sche Gebäu­de ange­schaut und mit einem Poli­ti­ker bei­spiels­wei­se über den Arti­kel 13 und das Die­sel-Fahr­ver­bot gespro­chen. In unse­rer Inte­gra­ti­ons­zeit haben wir wei­ter Kon­takt zu den pol­ni­schen Schü­le­rin­nen und Schü­lern auf­ge­baut.

Don­ners­tag haben wir Aus­schüs­se gebil­det z. B Inter­net, Umwelt, Gesund­heit oder Wirt­schaft. Dann haben wir Par­tei­en gegrün­det, unse­re Zie­le bespro­chen und uns für die Debat­te am Frei­tag vor­be­rei­tet.

Frei­tag sind wir nach Frank­furt (Oder) gefah­ren und haben den Bür­ger­meis­ter René Wil­ke ken­nen­ge­lernt. Und dann haben wir mit der Debat­te begon­nen. Man­che Ide­en von unse­ren Aus­schüs­sen wur­den ange­nom­men, man­che auch wie­der nicht. Nach dem Abend­brot haben wir uns noch­mal getrof­fen und uns über die Woche unter­hal­ten: Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge gege­ben und gesagt, was uns gefal­len hat. Vie­le von uns haben dann noch Han­dy­num­mern mit den pol­ni­schen Schü­le­rin­nen und Schü­lern aus­ge­tauscht. Dann ging es auch schon ans Packen, denn Sams­tag war schon früh Abfahrt.

Im Namen mei­ner Klas­se kann ich nur sagen, dass uns die Fahrt sehr gut gefal­len hat und dass wir jetzt das poli­ti­sche Sys­tem bes­ser ver­ste­hen und die Auf­ga­ben der EU nach­voll­zie­hen kön­nen. Es hat uns Spaß gemacht mit den pol­ni­schen Mit­schü­le­rin­nen und -schü­lern zu inter­agie­ren.

 

Ced­ric Hen­sel

 

Bild: Pixabay.com.

Paris im Winter

Vom 21.1. bis zum 25.1. fuhr unse­re Klas­se 10b nach Paris. Mit dem Kof­fer tra­fen wir uns am Fors­ter Bahn­hof und sind dann mit dem Zug zum Flug­ha­fen gefah­ren. Nach gut 2 Stun­den Flug, bei dem es rela­tiv ruhig war, lan­de­ten wir in Paris auf dem Flug­ha­fen Charles-de-Gaul­le. Nach­dem wir mit der Métro das Hotel erreicht hat­ten, pack­ten wir aus und ruh­ten uns aus. Am Diens­tag gin­gen wir bei Schnee­fall zur Sacré-Cœur, guck­ten uns Mont­mart­re an und die Gale­ries Lafay­et­tes. Einen Tag spä­ter schau­ten wir uns bei Regen das Rat­haus und die Kathe­dra­le Not­re-Dame an und sind dann wei­ter zum Lou­vre gelau­fen. Nach­dem wir die Mona Lisa aus­gie­big betrach­tet hat­ten, sind wird die Champs-Ély­sées ent­lang­ge­lau­fen und haben uns noch den Arc de Triom­phe ange­guckt.

 

Am Don­ners­tag besuch­ten wir das Musée d´Orsay, sahen den Gran­de Arche und La Défen­se und gin­gen anschlie­ßend zum Eif­fel­turm. Nach­dem jeder von uns dort einen lecke­ren Crê­pe geges­sen hat­te und wir beob­ach­tet hat­ten, wie der Eif­fel­turm im Dun­keln anfing zu strah­len, sind wir zu einer Boots­sta­ti­on gegan­gen und mach­ten eine Boots­fahrt auf der Sei­ne. Am letz­ten Tag pack­ten wir unse­re Sachen und fuh­ren wie­der zum Flug­ha­fen Paris-Charles-de-Gaulles. Mit einer kur­zen Ver­spä­tung sind wir wie­der sicher in Ber­lin gelan­det. Wir konn­ten vie­le neue und tol­le Ein­drü­cke mit­neh­men, auch wenn das Wet­ter nicht immer mit­ge­spielt hat.

 

LK

 

Bild: Pixabay.com

Rechtspopulismus und direkte Demokratie

Am 18. Dezem­ber 2018 hat­ten wir die Mög­lich­keit, an einem Vor­tag zum The­ma „Rechts­po­pu­lis­mus und direk­te Demo­kra­tie“ der Refe­ren­tin Marie Jüne­mann vom Ver­ein „Mehr Demo­kra­tie“ teil­zu­neh­men. Zuerst wur­de der Begriff „Popu­lis­mus” geklärt. Auch die Euro­pa­wahl- und Kom­mu­nal­wahl­er­geb­nis­se von Bran­den­burg wur­den kri­tisch unter­sucht. Für die Ergeb­nis­se wur­den mög­li­che Ursa­chen und Lösungs­vor­schlä­ge bespro­chen. Ob direk­te Demo­kra­tie gut ist oder sogar Gefah­ren birgt, wur­de durch Wort­mel­dun­gen der Schü­le­rin­nen und Schü­ler durch Argu­men­te dar­ge­legt.

Im Anschluss wur­de mit dem Zitat „Wenn wir auf­hö­ren die Demo­kra­tie zu ent­wi­ckeln, fängt die Demo­kra­tie an auf­zu­hö­ren.“ eine Dis­kus­si­ons­run­de ein­ge­lei­tet. Digi­ta­li­sie­rung, der Arti­kel 13 oder kom­mu­na­ler Stra­ßen­bau als The­men für Kom­mu­nal­wah­len wur­den eben­so dis­ku­tiert wie The­men zur Euro­pa­wahl. Unter­schied­li­che Ansich­ten gab es auch bei der Gestal­tung von Wahl­pla­ka­ten. Dass die Poli­tik durch Gesprä­che und Mei­nungs­aus­tausch lebt, wur­de uns durch die Dis­kus­si­ons­run­de eben­falls näher­ge­bracht.

Da wir, Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 11. Klas­sen, 2019 zum ers­ten Mal wäh­len gehen dür­fen, konn­ten wir durch die­sen Vor­trag hilf­rei­che Tipps zur Infor­ma­ti­ons­ge­win­nung bezüg­lich der Par­tei­en und deren Wahl­pro­gram­me mit­neh­men. Die­se wer­den uns in den nächs­ten Mona­ten bei der Ent­schei­dungs­fin­dung unter­stüt­zen.

 

Maria Weiz

 

Bild: Pixabay.com

Angriff von rechtsaußen

Wir beka­men am Mon­tag, den 15. Okto­ber, die Mög­lich­keit, mit Ron­ny Blasch­ke, einem bekann­ten frei­en Jour­na­lis­ten aus Ber­lin, zu spre­chen. Die­ser hielt einen Vor­trag über Rechts­ra­di­ka­lis­mus. Dar­in befass­te er sich aber nicht mit dem The­ma im All­ge­mei­nen, son­dern haupt­säch­lich damit, wie Radi­ka­le und Neo­na­zis, Sport­ar­ten, vor allem den Fuß­ball, nut­zen, um Wer­bung für sich zu machen, neue Mit­glie­der anzu­lo­cken und ihre Vor­stel­lun­gen zu ver­tre­ten. Basis für die­sen Vor­trag war eine aus­führ­li­che Recher­che Blasch­kes.

Doch statt sich ein­fach nur zu bele­sen, ist er selbst in die Sze­ne der Neo­na­zis und Hoo­li­gans ein­ge­stie­gen und hat Gesprä­che und Inter­views mit den Anhän­gern der Grup­pen geführt. Er berich­te­te sogar von einem Kon­zert, wel­ches er besu­chen woll­te, um eben­falls Ein­bli­cke in die Musik­sze­ne zu gewin­nen. Durch die­se Erfah­run­gen aus ers­ter Hand war es ihm mög­lich, sich ein wirk­li­ches Bild über die deut­schen Neo­na­zis und Hoo­li­gans in den Sta­di­en zu machen. Das bewun­der­ten wir sehr, was auch der Grund dafür war, dass Blasch­ke bis zum Schluss unse­re abso­lu­te Auf­merk­sam­keit hat­te.

Vie­le waren erstaunt über den Zuwachs, den die Sze­ne, auch durch den Fuß­ball, erfah­ren hat. Die Mas­se an Men­schen, die wei­ter­hin an die­ser mehr als ver­al­te­ten und fal­schen Ein­stel­lung fest­hal­ten, ver­blüff­te vie­le.

An der Fra­ge­run­de zum Schluss nah­men wir mit Begeis­te­rung teil. Auch das Feed­back im Nach­hin­ein war mehr als posi­tiv. Wir emp­fan­den Blasch­kes Vor­trag als infor­ma­tiv und abwechs­lungs­reich, vor allem, weil nahe­zu alle sei­ne Infor­ma­tio­nen aus ers­ter Hand sind und auf per­sön­li­chen Gesprä­chen basie­ren.

Eine kla­re Mehr­heit von uns emp­fand die­ses Pro­jekt als sehr inter­es­sant und wünscht sich in Zukunft vie­le wei­te­re Gesprä­che mit Jour­na­lis­ten, die uns in ihre Arbeit ein­tau­chen las­sen.

Lucas Schlü­ter

 

Ron­ny Blasch­ke im Inter­view © Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bildung/bpb (2014)

 

Bild: Pixabay.com

Auf’s Pferd gesetzt

Seit Mona­ten hat­te ich mich auf mein Prak­ti­kum gefreut, schließ­lich kommt man nicht jeden Tag auf ein Gestüt. Am Diens­tag soll­te ich auf dem Bran­den­bur­gi­schem Haupt- und Land­ge­stüt Neu­stadt (Dos­se) anfan­gen. Ich hat­te mir schon gewünscht, auch mal rei­ten zu kön­nen, doch dass ich mich direkt „auf’s Pferd set­zen“ soll­te, über­rasch­te mich. Auch dass das nicht das letz­te Mal war, freu­te mich sehr.

Mein Arbeits­all­tag war gere­gelt, aller­dings sehr viel­fäl­tig. Früh um 6 Uhr ging es los: Boxen mis­ten, Pfer­de füt­tern, fegen. Nach einer Pau­se dann: Pfer­de put­zen, even­tu­ell rei­ten, Sät­tel und Zäu­me rei­ni­gen, wie­der mis­ten und fegen. Nach­mit­tags erle­dig­te ich ähn­li­che Auf­ga­ben. Dass die Arbeit recht anstren­gend war, über­rasch­te mich nicht und den­noch konn­te ich abends immer gut schla­fen. Dafür dass ich mon­tags nicht gear­bei­tet hat­te, half ich sams­tags bei der Hengst­pa­ra­de. Da konn­te ich dann Pfer­de waschen, Mäh­nen ein­flech­ten und damit auch hin­ter die „Kulis­sen“ schau­en…

Mein Prak­ti­kum hat mir super gefal­len und hät­te ich erneut die Gele­gen­heit dazu, wür­de ich es sofort wie­der­ho­len!

 

PL

 

Bild: Pixabay.com

Alles Theater

Vom 10. bis 21. Sep­tem­ber war ich beim Prak­ti­kum im Staats­thea­ter Cott­bus - in der Kos­tüm­schnei­de­rei. Das Prak­ti­kum setz­te sich aus ver­schie­de­nen Auf­ga­ben zusam­men: von Schu­he ein­sor­tie­ren, über Kos­tü­me her­aus­su­chen, in die ver­schie­de­nen Abtei­lun­gen rein­gu­cken und ler­nen, wie ein Kos­tüm ent­steht und wie eine Anpro­be läuft, bis hin zum sel­ber nähen. Per­sön­lich fand ich das Prak­ti­kum nicht so schlecht. An vie­len Stel­len war es ein wenig lang­wei­lig und anstren­gend, aber auch inter­es­sant (z. B. wie der All­tag dort im Thea­ter abläuft).

 

Alex­an­dra Koalick

 

Bild: Pixabay.com