Der Waghalsige

Im Deutsch­un­ter­richt der 10. Klas­sen sind soge­nann­te Cha­rak­ter­skiz­zen ent­stan­den. Auf­ga­be war es, Cha­rak­te­re genau zu beschrei­ben. Wir möch­ten euch zwei davon vor­stel­len.

Den Anfang macht der „Wag­hal­si­ge”. Erkennt ihr euch dar­in wie­der?

 

Der Wag­hal­si­ge wird schon immer wegen sei­nes muti­gen Lebens­stils von allen benei­det. Er springt von einem Aben­teu­er in das nächs­te Aben­teu­er. Der Wag­hal­si­ge braucht den Ner­ven­kit­zel nicht zu suchen, denn aller­orts spürt er ihn in sei­nen Gedan­ken. Unge­si­chert klet­tert er auf 20 km hohe Ber­ge und tele­fo­niert neben­bei noch mit sei­ner Lieb­lings­tan­te. Kaum hat der Wag­hal­si­ge das Klet­tern been­det, taucht er mit wei­ßen Hai­en im Pazi­fik. Gefah­ren liebt er, denn wie wäre das Leben ohne sie? Ande­re Leu­te lie­ben ihr ruhi­ges und nor­ma­les Leben, jedoch für den Wag­hal­si­gen wäre das nichts. Er braucht das Adre­na­lin in sei­nem Kör­per. Schon frü­her als Kind hat er sei­ne ver­rück­te Lebens­art beses­sen. Der Wag­hal­si­ge ist mit dem Bob­by­car zur Schu­le gefah­ren und hat bun­te Klei­der getra­gen. Er möch­te nicht wie ande­re sein. Er mag es sehr, dass alle Leu­te ihn bewun­dern. Der Wag­hal­si­ge hofft, eines Tages jeman­den zu fin­den, der genau wie er ist. Mit die­sem Men­schen möch­te er die ver­rück­tes­ten Aben­teu­er erle­ben, um eines Tages sagen zu kön­nen, dass er sein Leben in vol­len Zügen gelebt hat.

 

S. M.

 

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