Diana Sonntag (Gemeinsam für Forst) - Twitter-Interview zur Stadtverordnetenwahl 2019

Am 26. Mai wäh­len die Forste­rin­nen und Fors­ter die neu­en Mit­glie­der der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung. Auch Jugend­li­che ab 16 Jah­re sind wahl­be­rech­tigt. Heu­te beant­wor­tet Dia­na Sonn­tag, Mit­glied der Wäh­ler­ge­mein­schaft „Gemein­sam für Forst“ um Spit­zen­kan­di­dat Tho­mas Eng­wicht, unse­re Fra­gen. „Als Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat hat­te ich im Vor­jahr so einen Bogen bereits aus­ge­füllt, des­halb hat dies nun Frau Sonn­tag erle­digt”, so Eng­wicht.

von links nach rechts: Sil­via Bey­er, Peter Fin­ken­sta­edt, Danie­la Reu­ter, Wolf­gang Gäb­ler, Hen­rik Ban­dow, Romy Ruff, Tho­mas Eng­wicht, Dia­na Sonn­tag, Tho­mas Wink­ler und Kor­ne­lia Kuben­ka

1) Wenn jemand Sie in wei­ter ent­fern­ten Regio­nen fragt, was Forst beson­ders macht, was ant­wor­ten Sie?
Forst ist mein Zuhau­se, hier tei­le ich mit den Men­schen Erin­ne­run­gen, All­tag und Träu­me. Mir begeg­net über­all Ver­trau­tes, ich bin ein Teil davon, das macht Forst für mich ein­zig­ar­tig. Oft gera­te ich ins Schwär­men, auch, weil mir die Geschich­te der Stadt Forst bekannt ist.

2) Wenn Sie gewählt wer­den, was ist Ihr wich­tigs­tes Ziel?
Forst braucht Zuver­sicht und Enga­ge­ment, um für alle Gene­ra­tio­nen lebens­wert zu blei­ben. Dafür wer­de ich Ver­ant­wor­tung über­neh­men und in guter Zusam­men­ar­beit mit der Ver­wal­tung und den Bür­gern der Stadt Ent­schei­dun­gen tref­fen, die Forst die­sem Ziel näher brin­gen.

3) Wie möch­ten Sie die Frei­zeit­an­ge­bo­te für Kin­der und Jugend­li­che ver­bes­sern?
Dazu müs­sen die viel­fäl­ti­gen Ver­ei­ne der Stadt gestärkt wer­den. Die Jugend braucht Mög­lich­kei­ten, soll aber auch selbst aktiv sein. Wich­tig fin­de ich da eine offe­ne, ver­ant­wor­tungs­vol­le Beglei­tung und Unter­stüt­zung bei Eigen­in­itia­ti­ven und För­de­rung des Gemein­schafts­sinns.

4) Wel­che Maß­nah­men wol­len Sie gegen die Dro­gen­kri­mi­na­li­tät in Forst ergrei­fen?
Aktiv soll­ten die „Ver­tei­ler” gestört wer­den. Umfas­sen­de Jugend­ar­beit ist der Grund­stein um prä­ven­tiv Alter­na­ti­ven anzu­bie­ten. Street­work ist für mich eine Chan­ce das Dea­len zu erschwe­ren und Pro­ble­me zu erken­nen. Die Jugend braucht einen Zufluchts­ort, mit eige­ner Gestal­tung.

5) Wie möch­ten Sie die Digi­ta­li­sie­rung in Forst vor­an­trei­ben?
Eine Chan­ce sehe im Struk­tur­wan­del, eine gut aus­ge­bau­te digi­ta­le Infra­struk­tur muss ein fes­ter Bestand­teil der For­de­run­gen in den Ver­hand­lun­gen um den Koh­le­aus­stieg für Forst sein. Die kon­se­quen­te Umset­zung der Digi­ta­li­sie­rung in der Ver­wal­tung muss immer wie­der geprüft wer­den.

6) Wie möch­ten Sie die Schu­len in Forst unter­stüt­zen?
Die Schu­len zu sanie­ren und zeit­ge­mä­ßer zu gestal­ten, muss immer The­ma sein. Ich sehe als Impuls auch einen Ansatz im Ver­eins­we­sen, das ergän­zend dort schul­über­grei­fend Ange­bo­te schaf­fen könn­te. Unbe­dingt im Sport, aber auch natur­wis­sen­schaft­lich hal­te ich das für umsetz­bar.

7) Was ist die wich­tigs­te Auf­ga­be beim The­ma Zuwan­de­rung?
Offen mit­ein­an­der an einer gemein­sa­men Zukunft arbei­ten. Respekt­vol­ler Umgang und gegen­sei­ti­ges Ver­trau­en in die Ernst­haf­tig­keit die­ses Vor­ha­bens sind Vor­aus­set­zun­gen dafür. Es ist ein akti­ver Pro­zess von allen Sei­ten, für den unser Grund­ge­setz die Basis sein muss.

8) Was möch­ten Sie gegen Aus­län­der­feind­lich­keit und Ras­sis­mus in Forst unter­neh­men?
Die Kennt­nis von­ein­an­der und gemein­sa­me Erleb­nis­se schaf­fen Nähe und Ver­trau­en. Das kann nur durch Gemein­schaft ent­ste­hen. Dafür muss man sich erst ver­ste­hen, sprach­lich und auch durch rich­ti­ges Zuhö­ren. Eine gedul­di­ge, klu­ge Mode­ra­ti­on zwi­schen allen wäre ein guter Anfang.

9) Wie möch­ten Sie den Wirt­schafts­stand­ort Forst stär­ken?
Die Wirt­schafts­för­de­rung muss akti­ver wer­den, bestehen­de Unter­neh­men und Neu­un­ter­neh­mer sol­len Arbeits­plät­ze in Forst sichern und neu schaf­fen. Unkom­pli­zier­te Infor­ma­ti­ons­we­ge und akti­ve Bewer­bung der Inves­ti­ti­ons­mög­lich­kei­ten in Forst sind dafür ent­schei­dend.

10) Was möch­ten Sie gegen den Woh­nungs­leer­stand unter­neh­men?
Es gibt Ide­en, den Bestand attrak­ti­ver und fle­xi­bel zu gestal­ten, um den Ansprü­chen aller Gene­ra­tio­nen gerecht zu wer­den. Das ist ein Wag­nis, für das Mut und Zuver­sicht not­wen­dig sind. Man kann sicher ein Modell­ob­jekt ent­wi­ckeln und als über­re­gio­na­len Ver­such star­ten.

11) Soll die Stadt auf erneu­er­ba­re oder fos­si­le Ener­gie set­zen? Begrün­den Sie bit­te Ihre Ant­wort.
Der Weg zu erneu­er­ba­ren Ener­gi­en ist rich­tig, denn Nach­hal­tig­keit und Res­sour­cen­schutz sind für die Zukunft exis­ten­zi­ell. Der Weg ist ent­schei­dend und muss gut abge­stimmt orga­ni­siert wer­den. Ins­be­son­de­re beim Ener­gie­ver­brauch soll­te die Stadt eine Vor­bild­funk­ti­on erfül­len.

12) Wie möch­ten Sie die Ver­bin­dun­gen des Per­so­nen­nah­ver­kehrs in Forst, ins­be­son­de­re die Bus­ver­bin­dun­gen, ver­bes­sern?
Die Anbie­ter müs­sen immer wie­der auf­ge­for­dert wer­den, mit­ein­an­der im Gespräch zu blei­ben und den Auf­trag der Ver­bin­dung von Orten best­mög­lich sicher zu stel­len. Den­noch wer­den Initia­ti­ven benö­tigt, um ergän­zend Alter­na­ti­ven zu ermög­li­chen z. B. ein „Bür­ger­bus”.

 

Wir haben die Spit­zen­kan­di­da­tin und -kan­di­da­ten im Vor­feld der Wahl gebe­ten, sich euch etwas näher vor­zu­stel­len. Dies geschieht in Form eines „Twit­ter-Inter­views“. Sie haben von uns alle die­sel­ben 12 Fra­gen erhal­ten. Ihre Ant­wor­ten durf­ten – wie beim Mikro­blog­ging-Dienst „Twit­ter“ – eine maxi­ma­le Zei­chen­zahl von 280 (inkl. Leer­zei­chen) nicht über­schrei­ten. Die Ver­öf­fent­li­chung erfolgt alpha­be­tisch nach Nach­na­men sor­tiert.