Schülerin von damals - Josefine Michaelis

Jede Schü­le­rin und jeder Schü­ler der „Jahn-Schu­le“ sam­melt ganz per­sön­li­che Erin­ne­run­gen an die Schul­zeit. Zusam­men mit dem Bund der Ehe­ma­li­gen und Freun­des des Gym­na­si­ums Forst e. V. (BdE) möch­ten wir dazu bei­tra­gen, sie zu bewah­ren. Wir freu­en uns sehr, dass auch Jose­fi­ne Michae­lis, ehe­ma­li­ge „Jahn-Schü­le­rin” und heu­te unse­re Leh­re­rin, ihre Erin­ne­run­gen an ihre Schul­zeit mit uns teilt. Sie ist 1990 in Forst gebo­ren und hat 2010 ihren Schul­ab­schluss gemacht.

Wie sah ein nor­ma­ler Schul­tag für Sie aus?
Ich fuhr mit dem Rad von Sacro in die Schu­le. Dort lern­te ich sehr gern, traf mei­ne Freun­de und genoss eine unbe­schwer­te Zeit.

Was für eine Schü­le­rin waren Sie?
Mir fiel das Ler­nen sehr leicht, des­halb genoss ich die Zeit als Schü­le­rin. Ich war sehr enga­giert und setz­te mich für die Belan­ge der Schü­ler als Schü­ler­spre­che­rin ein.

Haben Sie vie­le Erin­ne­run­gen an Ihre Zeit, als Sie Schü­le­rin an der „Jahn­schu­le“ waren? Was ist Ihre schöns­te Erin­ne­rung?
Ich den­ke gern an mei­ne Schul­zeit zurück. Die ers­te Lie­be - die bes­ten Freun­de - ein­fach die Jugend­zeit!

Haben Sie auch weni­ger gute Erin­ne­run­gen an Ihre Schul­zeit? Wel­che sind das?
Wäh­rend mei­ner Schul­zeit gab es bestimmt weni­ger gute Erin­ne­run­gen, aber die rücken in den Hin­ter­grund - ich kann mich nicht mehr an etwas Nen­nens­wer­tes erin­nern - außer ein­mal eine 6 im Dik­tat.

Was haben Sie als Jugend­li­che in Ihrer Frei­zeit gemacht?
Ich habe viel gele­sen, mich mit Freun­den getrof­fen und bei den Raw Dia­monds getanzt.

Was pas­sier­te gera­de in der Welt, als Sie Ihren Schul­ab­schluss gemacht haben?
Ehr­lich gesagt war ich in mei­ner Schul­zeit wenig am Gesche­hen in der Welt inter­es­siert. Ich weiß es nicht mehr...

Wel­che Plä­ne hat­ten Sie für die Zeit nach der Schu­le, und was wur­de dar­aus?
Ich woll­te auch Leh­re­rin wer­den. Ich stu­dier­te in Leip­zig auf Lehr­amt Deutsch & Geschich­te.

Wel­che Aus­bil­dung bzw. wel­ches Stu­di­um haben Sie gemacht?
s. o.

Wer oder was hat Sie bei Ihrer Berufs­wahl am meis­ten beein­flusst, und war­um?
Tja, wahr­schein­lich war es wirk­lich das Gym­na­si­um... 🙂 Wer waren aber mei­ne Vor­bil­der? Mei­ne Eltern, aber auch Leh­rer wie Frau Brie­se­mann, Frau Jahn­ke und Frau Wei­kert in mei­ner Refe­ren­da­ri­ats­zeit und Frau Leg­ler bereits zur Schul­zeit sowie die Musik­leh­rer HBH. 😉

In wel­chem Beruf und in wel­cher Stadt arbei­ten Sie zur­zeit oder haben Sie zuletzt gear­bei­tet?
Ich arbei­te nach mei­nem Refe­ren­da­ri­at am Fors­ter Gym­na­si­um und an der Ober­schu­le in Forst und woh­ne auch vor Ort.

Wel­che drei Din­ge sind Ihnen in Ihrem Leben heu­te am wich­tigs­ten?
Fami­lie - Freun­de - Gesund­heit. Klingt abge­dro­schen - ist aber so!

Wel­chen Rat­schlag haben Sie für die heu­ti­gen Schü­le­rin­nen und Schü­ler der „Jahn­schu­le“?
Ärgert eure Leh­rer nicht so und genießt die Schul­zeit - sie kommt nie wie­der!

 

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Forever

fore­ver is a big word.
you will fore­ver be mine – he said
school will fore­ver be the most important thing in your life – mom said
you will fore­ver be my litt­le girl – dad said
best fri­ends fore­ver – they said
woof – he said
and now they are all gone. some­whe­re i never want to be. hap­py and great­ful for ever­y­thing they have becau­se not­hing lasts fore­ver. just remem­ber life is hard but ever­y­bo­dy is sur­vi­ving

 

Jes­si­ca Lat­ze

 

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Der Bei­trag ist anläss­lich des 90. Geburts­ta­ges der Fors­ter „Jahn­schu­le“ im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den.

Wer bin ich?

Wer bin ich?
Ich bin ein Mäd­chen
Ich bin 15 Jah­re alt
Ich bin hilfs­be­reit und fröh­lich
Ich bin nach­denk­lich und ruhig
Ich bin bunt
Ich bin Ich
Nur war­um akzep­tie­re ich das nicht?

 

Mar­le­en Tur­tel­tau­be

 

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Der Bei­trag ist anläss­lich des 90. Geburts­ta­ges der Fors­ter „Jahn­schu­le“ im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den.

Mein Ruhepol

Ich sit­ze in mei­nem Lieb­lingsca­fé, an einem Zwei-Per­so­nen-Tisch am Fens­ter. Der älte­re Besit­zer des klei­nen Cafés begrüßt mich, so wie jeden Tag. Er kommt, um mei­ne Bestel­lung auf­zu­neh­men. Ich neh­me, so wie jeden ande­ren Tag, ein Stück Scho­ko­tor­te und einen Cap­puc­ci­no. Als die Bestel­lung kommt, klap­pe ich mei­nen Lap­top auf, um mei­ne Bio-Haus­auf­ga­ben zu machen. Eine Wei­le star­re ich den bli­cken­den Cur­sor mei­nes Word-Doku­ments an. Als mir dann noch nichts ein­fällt, beob­ach­te ich die Leu­te auf der Stra­ße, wie sie hek­tisch von der Arbeit nach Hau­se oder zur Arbeit ren­nen, weil sie zu spät dran sind. Ich sehe eine Mut­ter mit ihrem Kind, sie sieht gestresst und genervt aus, ihre klei­ne Toch­ter zeigt auf die ande­ren Men­schen um sie her­um. Die Mut­ter nickt zwar, scheint aber trotz­dem irgend­wie abwe­send. Danach sehe ich eine älte­re Dame, sie trägt anschei­nend ihre Ein­käu­fe nach Hau­se, vor ihren Füßen läuft ein klei­ner Dackel und schnuf­felt alles ab, was er unter sei­ne Nase bekommt. Ich sehe, wie ein jun­ger Mann in das Café geeilt kommt. Er geht zur The­ke und bestellt sich irgend­was. Ich sehe, wie er unge­dul­dig mit sei­nen Fin­gern auf die The­ke trom­melt. Wie­der bli­cke ich auf mei­nen Lap­top, auf mein Word-Doku­ment. Der Cur­sor blinkt immer noch, ich habe immer noch kein ein­zi­ges Wort geschrie­ben und der Abga­be­ter­min ist schon in einer Woche. Trotz­dem packe ich mein Zeug zusam­men. Esse den letz­ten Bis­sen des Kuchens auf und trin­ke den letz­ten Schluck aus. Ich tre­te raus auf die Stra­ße und die Hek­tik umfasst mich. Ich las­se mich von dem Strom trei­ben, ich neh­me die nächs­te U-Bahn nach Hau­se – zu mei­nem Ruhe­pol.

 

Miri­am Sie­bert

 

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Der Bei­trag ist anläss­lich des 90. Geburts­ta­ges der Fors­ter „Jahn­schu­le“ im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den.

Jeff Staudacher (FDP) - Twitter-Interview zur Stadtverordnetenwahl 2019

Am 26. Mai wäh­len die Forste­rin­nen und Fors­ter die neu­en Mit­glie­der der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung. Auch Jugend­li­che ab 16 Jah­re sind wahl­be­rech­tigt. Die FDP hat Jeff Stau­da­cher zu ihrem Spit­zen­kan­di­dat ernannt. In unse­rem Twit­ter-Inter­view mit ihm könnt ihr nach­le­sen, wel­che Zie­le er sich gesteckt hat.

1) Wenn jemand Sie in wei­ter ent­fern­ten Regio­nen fragt, was Forst beson­ders macht, was ant­wor­ten Sie?
Der Zusam­men­halt unter den Men­schen und die Ver­bun­den­heit mit der Regi­on. Außer­dem kann man hier zur Ruhe kom­men und man ist trotz­dem schnell in den Metro­po­len Deutsch­lands.

2) Wenn Sie gewählt wer­den, was ist Ihr wich­tigs­tes Ziel?
Forst muss wie­der zu einer Stadt wer­den, in die mehr Men­schen zie­hen und zurück­keh­ren. Dazu brau­chen wir von der KiTa bis zur Hoch­schu­le Ein­rich­tun­gen, eine ech­te Wirt­schafts­för­de­rung und eine Stadt­ent­wick­lung für alle Orts­tei­le.

3) Wie möch­ten Sie die Frei­zeit­an­ge­bo­te für Kin­der und Jugend­li­che ver­bes­sern?
Wir brau­chen end­lich wie­der zen­tra­le Ein­rich­tun­gen, die viel bes­ser aus­ge­stat­tet sind. Ver­ei­ne sol­len bes­ser mit den Schu­len zusam­men­ar­bei­ten kön­nen und die Betei­li­gung jun­ger Men­schen in der Poli­tik darf kei­ne Wort­hül­se mehr sein.

4) Wel­che Maß­nah­men wol­len Sie gegen die Dro­gen­kri­mi­na­li­tät in Forst ergrei­fen?
Der Mix aus Prä­ven­ti­on und Auf­klä­rung gehört an die Schu­len und auf die Stra­ße. Zusätz­lich brau­chen wir mehr Per­so­nal beim Ord­nungs­amt und mehr Poli­zei­prä­senz. Die Bera­tungs­an­ge­bo­te müs­sen aus­ge­baut wer­den, ins­be­son­de­re bei der digi­ta­len Auf­klä­rung haben wir noch Nach­hol­be­darf.

5) Wie möch­ten Sie die Digi­ta­li­sie­rung in Forst vor­an­trei­ben?
In der gan­zen Stadt wol­len wir frei­es W-LAN. An den Schu­len wer­den wir die Digi­ta­li­sie­rung vor­an­trei­ben und unse­re Jugend­li­chen auf das kom­men­de Zeit­al­ter vor­be­rei­ten. Für älte­re Men­schen brau­chen wir Bera­tungs­an­ge­bo­te. Unse­re Ver­wal­tung soll papier­frei und digi­ta­ler wer­den.

6) Wie möch­ten Sie die Schu­len in Forst unter­stüt­zen?
Ver­ei­ne und Schu­len wer­den enger zusam­men­ar­bei­ten. Die Ein­rich­tun­gen wer­den moder­ni­siert und digi­ta­li­siert. Zudem gilt es Bil­dungs­an­ge­bo­te auch nach der Schul­zeit anzu­bie­ten, damit Jugend­li­che ihre Aus­bil­dung vor Ort been­den und sie somit eine Zukunft in Forst auf­bau­en kön­nen.

7) Was ist die wich­tigs­te Auf­ga­be beim The­ma Zuwan­de­rung?
Die euro­päi­sche Zusam­men­ar­beit bei dem The­ma sowie die kon­se­quen­te Umset­zung gel­ten­den Rechts. Wir sind ein Land der Chan­cen für alle, die durch Leis­tung über­zeu­gen. Aber zur Ehr­lich­keit gehört auch die Umset­zung unse­res Rechts bei denen, die sich nicht an unse­re Geset­ze hal­ten.

8) Was möch­ten Sie gegen Aus­län­der­feind­lich­keit und Ras­sis­mus in Forst unter­neh­men?
Forst ist bunt und das müs­sen wir auch offen nach außen ver­tre­ten. Das Ver­ständ­nis von Demo­kra­tie wird in der Fami­lie sowie Schu­le gelehrt und muss im All­tag gelebt wer­den. Paro­len vom Stamm­tisch begeg­nen wir mit sach­li­cher Debat­te.

9) Wie möch­ten Sie den Wirt­schafts­stand­ort Forst stär­ken?
Forst muss ein digi­ta­les Zen­trum wer­den, zudem brau­chen wir Hoch­schul­stand­or­te und Berufs­schu­len. Mit uns gibt es die Initia­ti­ve „Impuls 2020“, bei der wir durch Wirt­schafts­för­de­rung und Unter­stüt­zung jun­ger Unter­neh­men unse­re Hei­mat zukunfts­fä­hig auch in der Wirt­schaft machen.

10) Was möch­ten Sie gegen den Woh­nungs­leer­stand unter­neh­men?
Durch das Zusam­men­spiel aus Abriss und neu­er Nut­zung. Wir müs­sen unse­rer Stadt ein neu­es Gesicht geben. Als Ort für alters­ge­rech­tes Woh­nen, moder­nen Wohn­kon­zep­ten und als neu­en Vor­ort von Ber­lin durch eine schnel­le Bahn­an­bin­dung.

11) Soll die Stadt auf erneu­er­ba­re oder fos­si­le Ener­gie set­zen? Begrün­den Sie bit­te Ihre Ant­wort.
Per­spek­ti­visch wird Forst mit uns CO2-neu­tral und unab­hän­gig von fos­si­len Ener­gi­en. Dies geschieht aber nicht im Allein­gang, son­dern im Zusam­men­spiel mit den umlie­gen­den Kom­mu­nen und über Lan­des­gren­zen hin­weg. Dabei wol­len wir kei­ne wei­te­re Belas­tung von Fami­li­en und Unter­neh­men.

12) Wie möch­ten Sie die Ver­bin­dun­gen des Per­so­nen­nah­ver­kehrs in Forst, ins­be­son­de­re die Bus­ver­bin­dun­gen, ver­bes­sern?
Uber, Ruf-Bus­se und auto­no­mes Fah­ren gehö­ren auf die poli­ti­sche Agen­da. Dabei set­zen wir auf eine Ver­net­zung der Regi­on, wel­che weit über die Gren­zen unse­rer Stadt geht. Die Metro­po­len Dres­den, Ber­lin und Leip­zig müs­sen außer­dem inner­halb einer Stun­de mit dem Zug erreicht wer­den.

 

 

Wir haben die Spit­zen­kan­di­da­tin und -kan­di­da­ten im Vor­feld der Wahl gebe­ten, sich euch etwas näher vor­zu­stel­len. Dies geschieht in Form eines „Twit­ter-Inter­views“. Sie haben von uns alle die­sel­ben 12 Fra­gen erhal­ten. Ihre Ant­wor­ten durf­ten – wie beim Mikro­blog­ging-Dienst „Twit­ter“ – eine maxi­ma­le Zei­chen­zahl von 280 (inkl. Leer­zei­chen) nicht über­schrei­ten. Die Ver­öf­fent­li­chung erfolgt alpha­be­tisch nach Nach­na­men sor­tiert.

Karma

Ich weiß es noch wie heu­te – ein Tag wie jeder ande­re. Da beschloss ich etwas zu ver­än­dern. Von der Küche auf dem Weg zur Arbeit, über Stein und Sand mit dem Rad. Bei Schmidts Bücher­hand­lung ange­kom­men, die Arbeits­schür­ze über­ge­wor­fen, beob­ach­te ich, wie die Leu­te ein- und aus­ge­hen. Mit oder ohne neu­en Büchern. Die Tür­klin­gel läu­tet, an sich nichts Neu­es. Mein Kopf hebt sich und blickt in das wohl mar­kan­tes­te Gesicht, das ich je gese­hen habe. Schwar­ze locki­ge Haa­re fal­len über sei­ne dun­kel­grü­nen Augen. Total ver­ges­sen, dass ich eigent­lich arbei­ten müss­te, fol­ge ich dem mys­te­riö­sen Mann in die hin­ters­te Ecke, wo sich die Lek­tü­ren über Sozio­lo­gie befin­den. Etwas ver­wirrt begin­ne ich die Rega­le hin­ter ihm zu befül­len, wobei mehr als drei Bücher nicht dabei waren. Der Unbe­kann­te ist unge­fähr 30 cm grö­ßer als ich, was mit mei­nen 1,60 m nicht schwer ist. Mit dem Buch in der Hand ver­lässt er mich schon rela­tiv schnell wie­der, auf dem Weg zur Kas­se. Mein Chef ruft aus dem Lager, dass ich bit­te schnell die Kas­se über­neh­men soll. Mit lang­sa­men Schrit­ten bewe­ge ich mich. Ich begrü­ße den gro­ßen Mann kurz, neh­me ihm das Buch aus der Hand und zie­he es über den Scan­ner. Heu­te wird der Tag sein! Heu­te wer­de ich es schaf­fen, end­lich über mei­nen Schat­ten zu sprin­gen und mich zu ändern…

„Hal­lo „, sage ich vol­ler Eupho­rie. Ein kur­zes Lächeln bekom­me ich zurück sowie das Geld. Ohne eine direk­te Ant­wort, nur mit dem Wech­sel­geld in der Hand, ver­lässt er den Laden. Das war wohl ein Schuss in den Ofen. Mit hän­gen­den Schul­tern bege­be ich mich wie­der in die hin­ters­te Ecke, um die rest­li­chen neu­en Bücher ein­zu­sor­tie­ren. Von Hor­ror bis Fan­ta­sie und neu­en Duden ist alles dabei. Die Zeit ver­geht, die Bücher­sta­pel wer­den klei­ner und in genau 30 Minu­ten habe ich mei­nen ersehn­ten Fei­er­abend. End­lich! Die nächs­ten drei Tage habe ich Urlaub, ein Hoch an die Über­stun­den, die ich fast täg­lich mache. Ohne wei­te­re Zwi­schen­fäl­le ver­las­se ich nach einem kur­zen Abschied das Geschäft, schwin­ge mich auf mein Rad und fah­re geschmei­dig den 10-Minu­ten-Weg nach Hau­se. An der letz­ten Ampel jedoch fährt irgend so ein hirn­lo­ser Mensch bei Rot ein­fach über die Kreu­zung. Fast über­fah­ren und mit hohem Herz­ra­sen stei­ge ich von mei­nem Rad ab und gucke durch die Fens­ter­schei­be des Autos. Dun­kel­grü­ne Augen star­ren mich ent­geis­tert an. Wenn das nicht Kar­ma ist…

 

Jes­si­ca Lat­ze

 

Bild: Pixabay.com.

 

Der Bei­trag ist anläss­lich des 90. Geburts­ta­ges der Fors­ter „Jahn­schu­le“ im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den.

Diana Sonntag (Gemeinsam für Forst) - Twitter-Interview zur Stadtverordnetenwahl 2019

Am 26. Mai wäh­len die Forste­rin­nen und Fors­ter die neu­en Mit­glie­der der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung. Auch Jugend­li­che ab 16 Jah­re sind wahl­be­rech­tigt. Heu­te beant­wor­tet Dia­na Sonn­tag, Mit­glied der Wäh­ler­ge­mein­schaft „Gemein­sam für Forst“ um Spit­zen­kan­di­dat Tho­mas Eng­wicht, unse­re Fra­gen. „Als Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat hat­te ich im Vor­jahr so einen Bogen bereits aus­ge­füllt, des­halb hat dies nun Frau Sonn­tag erle­digt”, so Eng­wicht.

von links nach rechts: Sil­via Bey­er, Peter Fin­ken­sta­edt, Danie­la Reu­ter, Wolf­gang Gäb­ler, Hen­rik Ban­dow, Romy Ruff, Tho­mas Eng­wicht, Dia­na Sonn­tag, Tho­mas Wink­ler und Kor­ne­lia Kuben­ka

1) Wenn jemand Sie in wei­ter ent­fern­ten Regio­nen fragt, was Forst beson­ders macht, was ant­wor­ten Sie?
Forst ist mein Zuhau­se, hier tei­le ich mit den Men­schen Erin­ne­run­gen, All­tag und Träu­me. Mir begeg­net über­all Ver­trau­tes, ich bin ein Teil davon, das macht Forst für mich ein­zig­ar­tig. Oft gera­te ich ins Schwär­men, auch, weil mir die Geschich­te der Stadt Forst bekannt ist.

2) Wenn Sie gewählt wer­den, was ist Ihr wich­tigs­tes Ziel?
Forst braucht Zuver­sicht und Enga­ge­ment, um für alle Gene­ra­tio­nen lebens­wert zu blei­ben. Dafür wer­de ich Ver­ant­wor­tung über­neh­men und in guter Zusam­men­ar­beit mit der Ver­wal­tung und den Bür­gern der Stadt Ent­schei­dun­gen tref­fen, die Forst die­sem Ziel näher brin­gen.

3) Wie möch­ten Sie die Frei­zeit­an­ge­bo­te für Kin­der und Jugend­li­che ver­bes­sern?
Dazu müs­sen die viel­fäl­ti­gen Ver­ei­ne der Stadt gestärkt wer­den. Die Jugend braucht Mög­lich­kei­ten, soll aber auch selbst aktiv sein. Wich­tig fin­de ich da eine offe­ne, ver­ant­wor­tungs­vol­le Beglei­tung und Unter­stüt­zung bei Eigen­in­itia­ti­ven und För­de­rung des Gemein­schafts­sinns.

4) Wel­che Maß­nah­men wol­len Sie gegen die Dro­gen­kri­mi­na­li­tät in Forst ergrei­fen?
Aktiv soll­ten die „Ver­tei­ler” gestört wer­den. Umfas­sen­de Jugend­ar­beit ist der Grund­stein um prä­ven­tiv Alter­na­ti­ven anzu­bie­ten. Street­work ist für mich eine Chan­ce das Dea­len zu erschwe­ren und Pro­ble­me zu erken­nen. Die Jugend braucht einen Zufluchts­ort, mit eige­ner Gestal­tung.

5) Wie möch­ten Sie die Digi­ta­li­sie­rung in Forst vor­an­trei­ben?
Eine Chan­ce sehe im Struk­tur­wan­del, eine gut aus­ge­bau­te digi­ta­le Infra­struk­tur muss ein fes­ter Bestand­teil der For­de­run­gen in den Ver­hand­lun­gen um den Koh­le­aus­stieg für Forst sein. Die kon­se­quen­te Umset­zung der Digi­ta­li­sie­rung in der Ver­wal­tung muss immer wie­der geprüft wer­den.

6) Wie möch­ten Sie die Schu­len in Forst unter­stüt­zen?
Die Schu­len zu sanie­ren und zeit­ge­mä­ßer zu gestal­ten, muss immer The­ma sein. Ich sehe als Impuls auch einen Ansatz im Ver­eins­we­sen, das ergän­zend dort schul­über­grei­fend Ange­bo­te schaf­fen könn­te. Unbe­dingt im Sport, aber auch natur­wis­sen­schaft­lich hal­te ich das für umsetz­bar.

7) Was ist die wich­tigs­te Auf­ga­be beim The­ma Zuwan­de­rung?
Offen mit­ein­an­der an einer gemein­sa­men Zukunft arbei­ten. Respekt­vol­ler Umgang und gegen­sei­ti­ges Ver­trau­en in die Ernst­haf­tig­keit die­ses Vor­ha­bens sind Vor­aus­set­zun­gen dafür. Es ist ein akti­ver Pro­zess von allen Sei­ten, für den unser Grund­ge­setz die Basis sein muss.

8) Was möch­ten Sie gegen Aus­län­der­feind­lich­keit und Ras­sis­mus in Forst unter­neh­men?
Die Kennt­nis von­ein­an­der und gemein­sa­me Erleb­nis­se schaf­fen Nähe und Ver­trau­en. Das kann nur durch Gemein­schaft ent­ste­hen. Dafür muss man sich erst ver­ste­hen, sprach­lich und auch durch rich­ti­ges Zuhö­ren. Eine gedul­di­ge, klu­ge Mode­ra­ti­on zwi­schen allen wäre ein guter Anfang.

9) Wie möch­ten Sie den Wirt­schafts­stand­ort Forst stär­ken?
Die Wirt­schafts­för­de­rung muss akti­ver wer­den, bestehen­de Unter­neh­men und Neu­un­ter­neh­mer sol­len Arbeits­plät­ze in Forst sichern und neu schaf­fen. Unkom­pli­zier­te Infor­ma­ti­ons­we­ge und akti­ve Bewer­bung der Inves­ti­ti­ons­mög­lich­kei­ten in Forst sind dafür ent­schei­dend.

10) Was möch­ten Sie gegen den Woh­nungs­leer­stand unter­neh­men?
Es gibt Ide­en, den Bestand attrak­ti­ver und fle­xi­bel zu gestal­ten, um den Ansprü­chen aller Gene­ra­tio­nen gerecht zu wer­den. Das ist ein Wag­nis, für das Mut und Zuver­sicht not­wen­dig sind. Man kann sicher ein Modell­ob­jekt ent­wi­ckeln und als über­re­gio­na­len Ver­such star­ten.

11) Soll die Stadt auf erneu­er­ba­re oder fos­si­le Ener­gie set­zen? Begrün­den Sie bit­te Ihre Ant­wort.
Der Weg zu erneu­er­ba­ren Ener­gi­en ist rich­tig, denn Nach­hal­tig­keit und Res­sour­cen­schutz sind für die Zukunft exis­ten­zi­ell. Der Weg ist ent­schei­dend und muss gut abge­stimmt orga­ni­siert wer­den. Ins­be­son­de­re beim Ener­gie­ver­brauch soll­te die Stadt eine Vor­bild­funk­ti­on erfül­len.

12) Wie möch­ten Sie die Ver­bin­dun­gen des Per­so­nen­nah­ver­kehrs in Forst, ins­be­son­de­re die Bus­ver­bin­dun­gen, ver­bes­sern?
Die Anbie­ter müs­sen immer wie­der auf­ge­for­dert wer­den, mit­ein­an­der im Gespräch zu blei­ben und den Auf­trag der Ver­bin­dung von Orten best­mög­lich sicher zu stel­len. Den­noch wer­den Initia­ti­ven benö­tigt, um ergän­zend Alter­na­ti­ven zu ermög­li­chen z. B. ein „Bür­ger­bus”.

 

Wir haben die Spit­zen­kan­di­da­tin und -kan­di­da­ten im Vor­feld der Wahl gebe­ten, sich euch etwas näher vor­zu­stel­len. Dies geschieht in Form eines „Twit­ter-Inter­views“. Sie haben von uns alle die­sel­ben 12 Fra­gen erhal­ten. Ihre Ant­wor­ten durf­ten – wie beim Mikro­blog­ging-Dienst „Twit­ter“ – eine maxi­ma­le Zei­chen­zahl von 280 (inkl. Leer­zei­chen) nicht über­schrei­ten. Die Ver­öf­fent­li­chung erfolgt alpha­be­tisch nach Nach­na­men sor­tiert.

Robert Schichor (Bündnis 90/Die Grünen) - Twitter-Interview zur Stadtverordnetenwahl 2019

Robert Schi­chor © Bünd­nis 90/Die Grü­nen

Am 26. Mai wäh­len die Forste­rin­nen und Fors­ter die neu­en Mit­glie­der der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung. Auch Jugend­li­che ab 16 Jah­re sind wahl­be­rech­tigt. Heu­te stel­len wir euch Robert Schi­chor, Spit­zen­kan­di­dat von Bünd­nis 90/Die Grü­nen, näher vor.

1) Wenn jemand Sie in wei­ter ent­fern­ten Regio­nen fragt, was Forst beson­ders macht, was ant­wor­ten Sie?
Forst bie­tet das Natur­schutz­ge­biet Eulo­er Bruch mit sei­ner viel­fäl­ti­gen Flo­ra und Fau­na o. die Nei­ße-Wie­sen, die nur weni­ge Minu­ten v. Stadt­kern ent­fernt sind. Forst war Anfang des 19. Jh. der wich­tigs­te Stand­ort für die Tex­til­in­dus­trie in DE und galt als Man­ches­ter des Ostens.

2) Wenn Sie gewählt wer­den, was ist Ihr wich­tigs­tes Ziel?
Ich möch­te die Poli­tik für jun­ge Men­schen erleb­bar machen und sie dazu ani­mie­ren sich poli­tisch für Ihre Regi­on und deren Men­schen zu enga­gie­ren. Unser Wohl­stand und Frie­den sind nicht selbst­ver­ständ­lich und die Demo­kra­tie ist ein hohes Gut, das wir schät­zen und schüt­zen müs­sen.

3) Wie möch­ten Sie die Frei­zeit­an­ge­bo­te für Kin­der und Jugend­li­che ver­bes­sern?
Gemein­sam mit der Jugend nicht-kom­mer­zi­el­le Räu­me mit gra­tis WLAN schaf­fen. Clubs und Knei­pen sol­len erhal­ten und auf­ge­wer­tet wer­den. Die Nut­zung von Schul­sport­an­la­gen auch nach­mit­tags und am WE. Kunst und Kul­tur zugäng­li­cher machen und aktiv von jun­gen Men­schen­ge­stal­ten las­sen.

4) Wel­che Maß­nah­men wol­len Sie gegen die Dro­gen­kri­mi­na­li­tät in Forst ergrei­fen?
Wir wol­len eine offe­ne Auf­klä­rung im Bereich des Dro­gen­kon­sums. Schu­len und Frei­zeit­ein­rich­tun­gen brau­chen Ansprech­part­ner für eine dis­kre­te Bera­tung für Schü­ler und Eltern. Das The­ma Dro­gen muss offen kom­mu­ni­ziert wer­den, nur dann kann man an Lösun­gen arbei­ten.

5) Wie möch­ten Sie die Digi­ta­li­sie­rung in Forst vor­an­trei­ben?
Für über 90 % der Haus­hal­te ist ein Glas­fa­ser­an­schluss bis ins Haus (FTTH) mög­lich, dass wol­len wir umset­zen. Gra­tis-WLAN an öffent­li­chen Plät­zen und in Frei­zeit­ein­rich­tun­gen. Das digi­ta­le Ange­bot der Stadt muss mit der Zeit gehen und den Men­schen zur Ver­fü­gung ste­hen.

6) Wie möch­ten Sie die Schu­len in Forst unter­stüt­zen?
Schul­bau­sa­nie­rung die Lern­freu­de und Krea­ti­vi­tät weckt und öko­lo­gisch, sowie ener­gie­ef­fi­zi­ent ist. Eige­ne Schul­kü­chen, um gesun­des und regio­na­les Essen f. alle Schü­ler anzu­bie­ten. Mit einer „Bil­dungs­kar­te” sogar für umsonst. Schaf­fung von Sozi­al­ar­bei­ter­stel­len, für alle Schu­len.

7) Was ist die wich­tigs­te Auf­ga­be beim The­ma Zuwan­de­rung?
Die Arbeit der Will­kom­mens­in­itia­ti­ven wei­ter unter­stüt­zen. Ein aus­rei­chen­des und gut erreich­ba­res Ange­bot an Sprach- und Inte­gra­ti­ons­kur­sen. Kitas und Schu­len mit dem Umgang mit geflüch­te­ten Kin­dern und Jugend­li­chen stär­ken.

8) Was möch­ten Sie gegen Aus­län­der­feind­lich­keit und Ras­sis­mus in Forst unter­neh­men?
Armut und Per­spek­tiv­lo­sig­keit ent­ge­gen­wir­ken, unser Ziel ist Teil­ha­be und Selbst­be­stim­mung für Jede*n. Bspw. durch Gebüh­ren­frei­heit in kom­mu­na­len Ein­rich­tun­gen, die Bekämp­fung von Kin­der­ar­mut mit Ein­füh­rung der „Bil­dungs­kar­te“, sowie die För­de­rung kul­tu­rel­ler Viel­falt.

9) Wie möch­ten Sie den Wirt­schafts­stand­ort Forst stär­ken?
Vor­ort­ver­mark­tung stär­ken und Klein­un­ter­neh­men unter­stüt­zen (gerin­ge­re Laden­mie­te etc.). Wir wol­len loka­le Online-Platt­for­men initi­ie­ren, damit auch klei­ne Händ­ler v. Online-Han­del par­ti­zi­pie­ren kön­nen. Um mehr Groß­fir­men im Gewer­be­ge­biet anzu­sie­deln bedarf es an mehr Initia­ti­ve.

10) Was möch­ten Sie gegen den Woh­nungs­leer­stand unter­neh­men?
Forst muss sich bes­ser als Wohn­ort prä­sen­tie­ren und für die Ein­woh­ner ein bes­se­res kul­tu­rel­les Ange­bot schaf­fen, lebens­wer­ter wer­den. Eta­blie­rung von neu­en Woh­nungs­kon­zep­ten und Auf­wer­tung der Stadt­tei­le durch Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten und kul­tu­rel­len Zugän­gen.

11) Soll die Stadt auf erneu­er­ba­re oder fos­si­le Ener­gie set­zen? Begrün­den Sie bit­te Ihre Ant­wort.
Auf lan­ge Sicht gese­hen ist ein Aus­stieg aus fos­si­len Ener­gie­trä­gern unaus­weich­lich. Dar­um set­zen wir auf erneu­er­ba­re Ener­gie und wir soll­ten jetzt damit anfan­gen die Wei­chen dafür zu stel­len. Hier­für wol­len wir ein Ener­gie­ma­nage­ment in der Stadt imple­men­tie­ren.

12) Wie möch­ten Sie die Ver­bin­dun­gen des Per­so­nen­nah­ver­kehrs in Forst, ins­be­son­de­re die Bus­ver­bin­dun­gen, ver­bes­sern?
Das Ange­bot des Bus­ver­kehrs ver­bes­sern wir durch Takt­ver­dich­tun­gen bestehen­der und Schaf­fung neu­er Lini­en, ins­be­son­de­re Orts­bus­li­ni­en. Ein regel­mä­ßi­ger Bus­ver­kehr nach Cott­bus par­al­lel zur Bahn soll­te in kür­ze­ren Abstän­den und auch nachts mög­lich sein.

 

Wir haben die Spit­zen­kan­di­da­tin und -kan­di­da­ten im Vor­feld der Wahl gebe­ten, sich euch etwas näher vor­zu­stel­len. Dies geschieht in Form eines „Twit­ter-Inter­views“. Sie haben von uns alle die­sel­ben 12 Fra­gen erhal­ten. Ihre Ant­wor­ten durf­ten – wie beim Mikro­blog­ging-Dienst „Twit­ter“ – eine maxi­ma­le Zei­chen­zahl von 280 (inkl. Leer­zei­chen) nicht über­schrei­ten. Die Ver­öf­fent­li­chung erfolgt alpha­be­tisch nach Nach­na­men sor­tiert.

Norman Nowka (Bürger für die Lausitz/Klinger Runde) - Twitter-Interview zur Stadtverordnetenwahl 2019

Am 26. Mai wäh­len die Forste­rin­nen und Fors­ter die neu­en Mit­glie­der der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung. Auch Jugend­li­che ab 16 Jah­re sind wahl­be­rech­tigt. Nor­man Now­ka, Spit­zen­kan­di­dat der Wäh­ler­ge­mein­schaft „Bür­ger für die Lausitz/Klinger Run­de”, gibt uns heu­te Ant­wor­ten auf unse­re Fra­gen.

1) Wenn jemand Sie in wei­ter ent­fern­ten Regio­nen fragt, was Forst beson­ders macht, was ant­wor­ten Sie?
Das Beson­de­re ist, dass uns Forstern öfters von Besu­chern erklärt wird, wie schön wir es hier haben. Auch wenn ich kein Rosen-Fan bin, aber der Rosen­gar­ten ist ein High­light. Beson­ders ist auch die Nähe zur Natur, ein­fach auf´s Rad set­zen und in 10 Minu­ten ist man im Grü­nen.

2) Wenn Sie gewählt wer­den, was ist Ihr wich­tigs­tes Ziel?
Die Stadt für die Zukunft fit zu machen, es wird nicht ein­fa­cher. Wir müs­sen uns auf den stei­gen­den Tou­ris­mus ein­rich­ten und neue Anzie­hungs­punk­te schaf­fen. Klin­ger See, Ost­see, Nei­ße locken schon an, dar­auf müs­sen wir auf­bau­en. Viel­leicht auc mit einer inner­städ­ti­schen Brü­cke.

3) Wie möch­ten Sie die Frei­zeit­an­ge­bo­te für Kin­der und Jugend­li­che ver­bes­sern?
Das kön­nen wir nur in Zusam­men­ar­beit mit der Jugend, wel­cher 50-Jäh­ri­ge und älte­rer Poli­ti­ker weiß denn schon, auf was die Jugend Lust hat. Hier ist der Jugend­bei­rat schon ein guter Ansatz. Wir müs­sen für die Finan­zie­rung und Umset­zung sor­gen.

4) Wel­che Maß­nah­men wol­len Sie gegen die Dro­gen­kri­mi­na­li­tät in Forst ergrei­fen?
Die lega­len Mit­tel sind ja lei­der recht lang­wie­rig, aber des­halb darf man natür­lich nicht auf­ge­ben. Ein wirk­li­ches Kon­zept habe ich da lei­der auch nicht. Jeder Ein­zel­ne ist aber in der Lage, etwas zu tun. Kon­su­men­ten davon abbrin­gen, so ver­lie­ren Dea­ler ihre Basis.

5) Wie möch­ten Sie die Digi­ta­li­sie­rung in Forst vor­an­trei­ben?
Das Land ist ja in die­sem Punkt schon recht aktiv, ich wür­de sagen die Digi­ta­li­sie­rung läuft. Wich­tig ist das schnel­le I-Net in der gan­zen Stadt mit allen Orts­tei­len zu rea­li­sie­ren.

6) Wie möch­ten Sie die Schu­len in Forst unter­stüt­zen?
Mit Leh­rern! Ein Pro­blem ist der Leh­rer­man­gel, dies hat bei einem mei­ner Kin­der zum Nicht­er­ler­nen einer bestimm­ten Fremd­spra­che geführt. Ein Ergeb­nis, das mich sehr wütend macht. Auch wenn wir das nicht ent­schei­den, aber wir kön­nen Druck auf die rich­ti­gen Stel­len auf­bau­en.

7) Was ist die wich­tigs­te Auf­ga­be beim The­ma Zuwan­de­rung?
Man muss den Zuwan­de­rern schnell die Mög­lich­keit geben, in den Arbeits­pro­zess ein­zu­stei­gen, dies för­dert gleich­zei­tig die Inte­gra­ti­on. Wei­ter­hin erwar­te ich einen Wil­len, sich mit unse­rer Kul­tur aus­ein­an­der­zu­set­zen und die­se zu respek­tie­ren.

8) Was möch­ten Sie gegen Aus­län­der­feind­lich­keit und Ras­sis­mus in Forst unter­neh­men?
Aus­län­der und Deut­sche zusam­men­brin­gen. Funk­tio­niert ja schon beim Inter­kul­tu­rel­len Stadt­pick­nick und auch in diver­sen Ver­ei­nen sehr gut. Das kann man wei­ter­hin För­dern.

9) Wie möch­ten Sie den Wirt­schafts­stand­ort Forst stär­ken?
Durch eine aus­ge­wei­te­te Wirt­schafts­för­de­rung. Natür­lich kann nicht alles immer über För­de­rung funk­tio­nie­ren, aber es ist eine Mög­lich­keit. In Zusam­men­ar­beit mit unse­ren gro­ßen welt­weit ver­netz­ten Unter­neh­men soll­ten mög­li­che Ansied­lun­gen umge­setzt wer­den.

10) Was möch­ten Sie gegen den Woh­nungs­leer­stand unter­neh­men?
Ich habe bereits 3 Kin­der und lebe getrennt, ein wenig habe ich schon getan. Nein, ohne Spaß, der Leer­stand ist ein Pro­blem. Lei­der wur­den hier Mög­lich­kei­ten ver­tan, wie man sie in ande­ren Städ­ten umge­setzt hat. Stu­fen­wei­ser Rück­bau der Neu­bau­ten usw.; Auf­schwung wür­de hel­fen.

11) Soll die Stadt auf erneu­er­ba­re oder fos­si­le Ener­gie set­zen? Begrün­den Sie bit­te Ihre Ant­wort.
Die Zukunft soll­te durch erneu­er­ba­re Ener­gi­en geprägt wer­den. Fos­si­le Stof­fe sind end­lich, daher muss hier umge­dacht wer­den. Es spielt dabei auch kei­ne Rol­le, ob die­se Quel­len erst in 100 Jah­ren oder spä­ter ver­sie­gen. Das gibt uns und der Jugend Zeit sich dar­auf ein­zu­stel­len.

12) Wie möch­ten Sie die Ver­bin­dun­gen des Per­so­nen­nah­ver­kehrs in Forst, ins­be­son­de­re die Bus­ver­bin­dun­gen, ver­bes­sern?
Mich ärgert am meis­ten, dass es kei­nen Spät- oder Nacht­zug Forst-Cott­bus-Forst gibt. Wenigs­tens am WE. Man ist immer auf Fah­rer oder Taxi ange­wie­sen, wenn man die Nacht um 3 aus dem Sound oder Gla­de-Hou­se zurück möch­te. Zu den inner­städ­ti­schen Bus­li­ni­en kann ich lei­der nichts sagen. Sor­ry.

 

Wir haben die Spit­zen­kan­di­da­tin und -kan­di­da­ten im Vor­feld der Wahl gebe­ten, sich euch etwas näher vor­zu­stel­len. Dies geschieht in Form eines „Twit­ter-Inter­views“. Sie haben von uns alle die­sel­ben 12 Fra­gen erhal­ten. Ihre Ant­wor­ten durf­ten – wie beim Mikro­blog­ging-Dienst „Twit­ter“ – eine maxi­ma­le Zei­chen­zahl von 280 (inkl. Leer­zei­chen) nicht über­schrei­ten. Die Ver­öf­fent­li­chung erfolgt alpha­be­tisch nach Nach­na­men sor­tiert.

Worte verletzen uns, aber warum sagen wir sie dann?

Ich ver­ste­he nicht, wenn Men­schen sagen „Wir sind alle gleich” oder „Jeder Mensch ist anders”. Nichts kann eine Gemein­schaft beschrei­ben. Wir sind alle Men­schen, die leben, die füh­len, die lie­ben. Jeder hat unter­schied­li­che Inter­es­sen und Denk­wei­sen und die­se machen uns ein­zig­ar­tig, doch das macht uns nicht anders. Jeder Mensch ist ver­letz­lich.

Wor­te ver­let­zen uns, aber war­um sagen wir sie dann? Taten ver­letz­ten uns, aber war­um tun wir sie dann?

War­um akzep­tie­ren wir Men­schen nicht, wie sie sind? Wie beur­tei­len wir Men­schen, ohne sie zu ken­nen, ohne zu wis­sen, war­um sie so sind, wie es nach außen scheint. Man­che Men­schen ver­ste­cken sich hin­ter dem Schein, um sich zu schüt­zen. Sie haben Angst, ver­letzt zu wer­den. Er kann sich nicht so zei­gen, wie er wirk­lich ist, aber das ist doch das Beson­de­re an die­sen Men­schen. War­um haben wir ein Pro­blem damit? Es gibt immer Men­schen, die uns unsym­pa­thisch sind, mit denen wir nicht gut zurecht­kom­men. So muss es auch sein, aber wir ent­wi­ckeln Hass. Es darf nicht alles akzep­tiert wer­den, aber wir soll­ten mehr in uns gehen und uns selbst mal fra­gen, war­um? War­um ist der Jun­ge mit der schwar­zen Klei­dung so still? War­um hat das Mäd­chen stän­dig Pflas­ter am Arm und trägt im Som­mer eine lan­ge Jacke? War­um sitzt der Mann am Stra­ßen­rand und weint? Mit klei­nen lie­be­vol­len Wor­ten oder Ges­ten kön­nen wir Men­schen glück­lich machen. Wir soll­ten weni­ger urtei­len und mit offe­nen Augen durch die Welt gehen. Wir sind eine Gemein­schaft, denn ohne ande­re Men­schen kön­nen wir nicht leben.

 

Mar­le­en Tur­tel­tau­be

 

Bild: Pixabay.com.

 

Der Bei­trag ist anläss­lich des 90. Geburts­ta­ges der Fors­ter „Jahn­schu­le“ im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den.