Mist, was ist passiert?

Schmerz. Die­ses Gefühl fuhr durch mei­nen kom­plet­ten Kör­per, als ich mei­ne Augen öff­ne­te. Wei­ße Wän­de, grau­er Boden und eine ein­zi­ge klei­ne Topf­pflan­ze schmück­ten das sonst kah­le Zim­mer. Das Zim­mer war fast kom­plett dun­kel. Mist, was ist pas­siert?, schoss es durch mei­nen Kopf. Ich blick­te durch den Raum und erkann­te eine, in kom­plett schwarz geklei­de­te, Per­son, die mich anstarr­te. Oh Mein Gott, Katie, was hast du schon wie­der ange­stellt?, frag­te ich mich selbst. Mit ruhi­gen Schrit­ten kam er auf mich zu, er kam mir bekannt vor, aber ich wuss­te nicht woher. „Katie, end­lich bist du wach”, sag­te er vol­ler Eupho­rie. Er drück­te mir einen kur­zen Kuss auf die Stirn und set­ze sich auf den Stuhl, der neben mei­nem Bett stand. Sei­ne leicht ein­ge­fal­le­ne Hand drück­te auf einen roten Knopf, der an mei­nem Bett ange­bracht wor­den war. Ein kur­zes piep­si­ges Geräusch erklang und nach fünf Minu­ten pein­li­cher Stil­le kam eine Frau her­ein. Ich befand mich in einem Kran­ken­haus. Das war nun sicher.

„Hal­lo Miss, kön­nen sie mir ihren Namen ver­ra­ten?“, frag­te mich die Frau, wahr­schein­lich eine Kran­ken­schwes­ter. Ich guck­te sie kurz über­for­dert an und nick­te: „Katie Pri­ce“. Der Mann ver­ließ kurz das Zim­mer, nach­dem er der Frau etwas ins Ohr geflüs­tert hat­te. „Katie, ich bin Dr. Pau­la Flem­ming. Kannst du dich an mich erin­nern?“, frag­te sie mich. Über­for­dert guck­te ich sie an. Geschätz­te drei Minu­ten ver­gin­gen, ohne dass irgend­je­mand etwas sag­te. Der Mann kam wie­der rein: „Char­lie ist auf dem Weg. Er wird in vier Stun­den hier ankom­men“. Ab die­sem Moment ver­stand ich rein gar nichts mehr. „Kann mir bit­te jemand sagen, was hier los ist? Wo bin ich? Wer seid ihr?“, hys­te­risch blick­te ich umher. Der Mann kam mit gro­ßen Schrit­ten auf mich zu. „Katie, erkennst du uns nicht mehr? Ich bin dein Vater.“ Sag­te er kurz und knapp. Ich hör­te kurz­zei­tig auf zu atmen. Was ist hier los? „Ich glau­be, wir soll­ten sie allein las­sen. Sie braucht viel Schlaf und Ruhe. Es ist ein Wun­der, dass sie wie­der auf­ge­wacht ist. Das wis­sen wir bei­de Jack.“

Auf ein­mal pras­sel­ten tau­send Erin­ne­run­gen auf mich ein. Das Gerät neben mir fing an, lau­te und nerv­tö­ten­de Geräu­sche von sich zu geben. Mein Kopf explo­diert gleich!, dach­te ich. Auf ein­mal spür­te ich einen klei­nen Stich auf mei­nem Arm. Alles wur­de schwarz.

„Ich weiß, es wird noch eini­ge Zeit dau­ern, bis du end­lich wie­der die Augen öff­nest, aber du musst wis­sen, dass ich war­ten wer­de! Ich wer­de immer war­ten!“, sag­te eine beru­hi­gen­de tie­fe Stim­me. Lang­sam öff­ne­te ich mei­ne Augen, weder grel­les Licht noch kom­plet­te Dun­kel­heit erwar­te­te mich. Eine ange­neh­me Raum­at­mo­sphä­re herrsch­te. Ich spür­te einen klei­nen Druck auf mei­nem Bauch. Als ich run­ter­blick­te, sah ich brau­ne, flau­schi­ge Haa­re. Ich schrei gleich los! Ich beweg­te mich und sofort schnell­te der Kopf hoch. Heiß! war das ers­te, was ich dach­te, als ich in das Gesicht des frem­den Jun­gen sah. „Katie! Oh mein Gott, ich dach­te, ich träu­me!” Ich rutsch­te weg. Das war mir alles nicht geheu­er. „Wer bist du?“, mei­ne Stim­me zit­ter­te. „Char­lie Reed. Der Jun­ge, dem du den Kopf ver­dreht hast.“

Alter­na­ti­ves Ende zum Buch „Mid­ni­ght Sun“ von Trish Cook

 

Jes­si­ca Lat­ze

 

Bild: Pixabay.com.

 

Der Bei­trag ist anläss­lich des 90. Geburts­ta­ges der Fors­ter „Jahn­schu­le“ im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den.

Youngblood

Der ers­te Strich
Say you want me
Der nächs­te Punkt
Say you want me
Ein kur­zer Blick
Out of your life
Hier oder dort?
And l’am just a dead­man wal­king ton­ight
Oder ein neu­es Bild?
But you need it, yeah, you need it
Nein
All of the time
Wei­ter­ma­chen
Young­blood

Young­blood by 5 Seconds of Sum­mer

 

Pia-Marie Kret­sch­mer

 

Bild: Pixabay.com.

 

Der Bei­trag ist anläss­lich des 90. Geburts­ta­ges der Fors­ter „Jahn­schu­le“ im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den.

Besuch im ehemaligem DDR-Gefängnis

Am 20. und 21.05.2019 sind die 10. Klas­sen unse­res Gym­na­si­ums nach Cott­bus gefah­ren, um dort die Gedenk­stät­te des ehe­ma­li­gen Zucht­hau­ses zu besu­chen und ein Gespräch mit einem frü­he­ren poli­ti­schen Gefan­ge­nen zu füh­ren. Am ers­ten Tag sind die Klas­se 10a und die Klas­se 10c gefah­ren. Nach ihrer Ankunft haben sie den Tag mit eine Grup­pen­ar­beit zum The­ma DDR gestar­tet und sich in den ver­schie­den Grup­pen, durch kur­ze Fil­me infor­miert. Als Zeit­zeu­gen hat­ten sie Rai­mund August, wel­cher wegen Spio­na­ge für die BRD ver­haf­tet wur­den. Am Diens­tag ist dann die 10b zu einem Besuch gefah­ren. Nach einer kur­zen Ein­wei­sung hat der Ex-Gefan­ge­ne Gil­bert Furi­an ihnen über sein Leben im Zucht­haus und in der DDR berich­tet. Anschlie­ßend gab er einen Rund­gang durch die Ein­rich­tung. Gil­bert Furi­an wur­de zu zwei Jah­ren und zwei Mona­ten Haft ver­ur­teil, weil er eine Doku­men­ta­ti­on über Jugend­li­che geschrie­ben, die anders leben woll­ten, als der Staat es von ihnen erwar­te­te. Nach einem kur­zen Gespräch wur­de dann das The­ma Zivil­cou­ra­ge auf­ge­grif­fen. Dazu haben die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ver­schie­de­ne Auf­ga­ben bekom­men, wel­che  dann in Grup­pen gelöst wor­den sind und es wur­de erar­bei­tet, dass es ver­schie­de­ne Arten und Mög­lich­kei­ten gibt Zivil­cou­ra­ge zu leis­ten. Als Bei­spiel kann man hier nen­nen, die Zivil­cou­ra­ge für Leu­te, die man kennt und die Zivil­cou­ra­ge, für unbe­kann­te Men­schen. Gegen 14 Uhr erfolg­te dann bei bei­den Grup­pen die Aus­wer­tung über des Tages. Mit vie­len Ein­drü­cken hat man das Gebäu­de wie­der ver­las­sen und kann sagen, dass es ein sehr gelun­ge­ner und inter­es­san­ter Pro­jekt­tag war, bei dem man froh war, nur Besu­cher bzw. Besu­che­rin gewe­sen zu sein.

LK

Kotzt du noch oder lebst du schon?

© Ull­stein Buch­ver­la­ge

Heut­zu­ta­ge weist jedes vier­te Mäd­chen ein gestör­tes Ess­ver­hal­ten vor. Bei eini­gen mehr aus­ge­prägt als bei ande­ren. Was nie­mand weiß: Die­ses Ess­ver­hal­ten kann ganz schnell zu einer schwie­ri­gen Ess­stö­rung füh­ren, wel­che Krank­hei­ten wie Mager­sucht oder Buli­mie her­vor­ruft.

In dem Buch „Kotzt du noch oder lebst du schon?“ von Dia­na Fey geht es um sol­che Ess­stö­run­gen. Sie selbst hat­te über 10 Jah­re Buli­mie. In ihrem Buch berich­tet sie über den Ver­lauf ihrer Krank­heit, über die Ursa­chen und wie sie es schluss­end­lich geschafft hat, die Buli­mie zu besie­gen.

Dia­na Fey ist in einer, wie sie es selbst bezeich­net, ess- und sprach­ge­stör­ten Fami­lie auf­ge­wach­sen und lern­te durch ihre Krank­heit ver­schie­de­ne Per­so­nen ken­nen, die ihr ent­we­der hal­fen oder sie noch tie­fer in die Krank­heit gezo­gen haben. Mit Humor und Sar­kas­mus hat sie ver­schie­de­ne pri­va­te, pein­li­che und komi­sche Situa­tio­nen wie­der­ge­ge­ben und sich somit dem Leser voll­ends geöff­net.

Das Buch zeigt, wie sich ein Leben plötz­lich nur noch um Essen dre­hen kann und die Gedan­ken dar­an, wie man die läs­ti­gen Kalo­ri­en wie­der los wird. Außer­dem wird ersicht­lich, dass man nicht von außen erken­nen kann, ob jemand davon betrof­fen ist oder nicht. Es wird auch ersicht­lich, wie gefähr­lich eine Ess­stö­rung sein kann und wie sie sich den­noch besie­gen lässt.

 

LK

 

Dia­na Fey: Kotzt du noch oder lebst du schon?, Ber­lin 2015, 368 S., 9,99 €.

Vom Grabstein zur E-Gitarre – Vorurteile über Goths und Metalheads

Sobald das Wort „Goth” fällt, haben die meis­ten Leu­te sofort ein Bild im Kopf: eine Per­son, die sich schwarz anzieht, vom Tod beses­sen ist und im schlimms­ten Fall sogar sui­zid­ge­fähr­det. Die­ses glei­che Phä­no­men fin­det sich beim Metalhead wie­der: Er sei aggres­siv und ein Sata­nist. Natür­lich sind dies alles nur Kli­schees, aber was steckt tat­säch­lich dahin­ter?

Bei dem Metalhead fängt es schon an: Für vie­le ist es wahr­schein­lich ein­fach nur Musik, in der viel Gekrei­sche und ver­zerr­te Gitar­ren zu hören sind. Dabei steckt viel mehr dahin­ter, als nur das. So han­deln die bru­ta­len und teils ver­stö­ren­den Tex­te von Bands wie KoRn oder Slip­knot eigent­lich von Erfah­run­gen, wel­che die Mit­glie­der oder der Sän­ger bereits durch­ma­chen muss­ten.

Zum Bei­spiel besteht der Text von KoRns Lied „K@#*%!” nur aus unschö­nen Wör­tern und Belei­di­gun­gen. Dabei soll es ein Pro­test gegen die Zen­sur im Radio und das, was Sän­ger Jona­than Davis schon immer zu vie­len sagen woll­te, sein. Da wäre die Fra­ge mit den Metalheads schon geklärt. Aber wie sieht es mit der Gothic-Sze­ne aus?

Hier wird schon ein ande­rer Ton ange­schla­gen. Eine Per­son, wel­che die­se Musik zum ers­ten Mal hört, denkt sich wahr­schein­lich nur, dass es über­trie­ben düs­ter ist. Auch hier wol­len die Künst­ler ihre Gedan­ken und Gefüh­le aus­drü­cken, auch wenn die­se fins­ter sind. Grup­pen wie The Cure oder L’Âme Immor­tel­le spie­geln genau das mit mor­bi­den The­men wie­der.

Dazu gibt es wie­der ein Bei­spiel, dies­mal anhand eines Text­aus­zugs aus The Cures „A Forest“:

„I hear her voice
Cal­ling my name
The sound is deep
In the dark
I hear her voice
And start to run
Into the trees”

Über­setzt bedeu­ten die­se Zei­len so viel wie: „Ich höre ihre Stim­me, die mei­nen Namen ruft, der Ton ist tief, im Dunk­len, ich höre ihre Stim­me, und fan­ge an zu ren­nen, in die Bäu­me” und sehen auf den ers­ten Blick zwar sehr wirr aus, haben aber eine Bedeu­tung. Sän­ger der Band, Robert Smith, sang in die­sem Lied über einen Traum, den er als Kind sehr oft hat­te.

Den­noch besteht der Fokus der Goth-Sze­ne dar­in, die Angst vor dem Tod zu ver­lie­ren. Dies wird oft als Beses­sen­heit abge­tan, obwohl die Leu­te die­ser Grup­pe ein­fach nur neu­gie­rig dar­über sind, was nach dem Tod kommt, oder wie­so man sich davor über­haupt fürch­tet. Abge­se­hen davon fin­den die­se Leu­te natür­lich auch die Schön­heit in den dunk­len Tei­len die­ser Welt, obwohl es lei­der mit ernst­zu­neh­men­den psy­chi­schen Erkran­kun­gen wie Depres­sio­nen von Außen­ste­hen­den ver­wech­selt wird.

Wenn das Inter­es­se an dem The­ma noch besteht, ver­lin­ke ich hier ein­fach eini­ge mei­ner Favo­ri­ten die­ser 2 Musik­rich­tun­gen:

Sioux­sie And The BansheesHap­py Hou­se
Bau­hausBela Lugosi’s Dead
Oomph!Laby­rinth
Goji­ra L’Enfant Sau­va­ge

 

Ali­ne Wenz­ke

 

(Der Bei­trag ist im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den.)

Meine eigene Weltreise

Ich füh­le das Schau­keln der See unter mir. Das ruhi­ge Hin und Her des Bugs. Das lei­se Rau­schen des Win­des wird von den lau­ten Schrei­en der Möwen unter­bro­chen. Die Son­ne brennt leicht auf mei­ner Haut – trotz­dem habe ich kei­ne Lust in den Schat­ten zu gehen. Das Radio spielt lei­se im Hin­ter­grund. Ich habe das Gefühl im Urlaub zu sei­en. Zu träu­men. Aber es ist kein Traum. Mei­ne eig­ne Welt­rei­se. Die­se finan­zie­re ich mir durch Gele­gen­heits­jobs. Dann blei­be ich so lang in einer Stadt oder einem Dorf, bis ich wie­der genug Geld habe, um wei­ter­zu­rei­sen. Dadurch ken­ne ich nun vie­le Leu­te. Ich bin mir nicht sicher, ob man immer von Freund­schaft spre­chen kann, aber irgend­was war da. Mein Han­dy vibriert neben mir. Ich igno­rie­re es und lese wei­ter. Sei­te um Sei­te sau­ge ich auf. Bald muss ich wie­der in die Stadt. Ich brau­che Lebens­mit­tel, neue Klei­dung und, ganz beson­ders, neue Bücher.

Soll­te ich noch­mal Twi­light lesen? Bei Bel­la und ihrer Drei­ecks­be­zie­hung vor­bei­schau­en? Oder soll­te ich noch­mal in die wun­der­ba­re Welt von Nar­nia ein­tau­chen?

Nach eini­gem Über­le­gen gewinnt Nar­nia. Ich will jetzt kein Lie­bes­dra­ma lesen. Nicht heu­te – denn heu­te bin ich glück­lich. Nichts kann mir den Tag ver­mie­sen. Nach­dem ich das Buch, wel­ches ich noch gele­sen habe, been­de, beschlie­ße ich in die Stadt zu gehen. Mitt­ler­wei­le ist es abends und die Tem­pe­ra­tur ist gefal­len. Mit Kopf­hö­rern im Ohr geht es zum Markt. Hier und dort lege ich Früch­te oder Gemü­se in mei­nen Korb. Danach schaue ich noch beim Fisch­markt vor­bei. Nach­dem das erle­digt ist, muss ich noch einen Punkt auf mei­ner Lis­te abha­ken. Die Bücher! Dafür gehe ich in ein klei­nes Café. Die Enke­lin der Besit­ze­rin liest genau­so gern wie ich und leiht mir Bücher. Ell­ama­ra. Von ihr kann ich sagen sie ist eine rich­ti­ge Freun­din. Sie wür­de ich nicht wie­der ver­ges­sen, wenn ich wei­ter­rei­sen wür­de – will sogar den Kon­takt zu ihr hal­ten. Ich habe ihr vor­hin schon geschrie­ben, dass ich vor­bei­kom­men und Nar­nia holen wür­de, da ich weiß, sie stu­diert. Dem­nach wür­de ich die Bücher heu­te von ihrer Groß­mut­ter bekom­men.

Nach­dem ich die Bücher abge­holt habe, mache ich mich wie­der auf den Weg zurück zu mei­nem Boot. Hun­ger habe ich kei­nen. Also ver­staue ich die Lebens­mit­tel in den Schrän­ken. Lege mich wie­der nach drau­ßen. Lese über die Anfän­ge in Nar­nia. Die Ster­ne über mir, die See unter mir. Wie­der rauscht der leich­te Wind. Die Möwen sind nun ver­stummt. Alles ist ruhig und ich kann es nur genie­ßen.

 

Pia Marie Kret­sch­mer

 

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Der Bei­trag ist anläss­lich des 90. Geburts­ta­ges der Fors­ter „Jahn­schu­le“ im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den.

Schülerin von damals - Josefine Michaelis

Jede Schü­le­rin und jeder Schü­ler der „Jahn-Schu­le“ sam­melt ganz per­sön­li­che Erin­ne­run­gen an die Schul­zeit. Zusam­men mit dem Bund der Ehe­ma­li­gen und Freun­des des Gym­na­si­ums Forst e. V. (BdE) möch­ten wir dazu bei­tra­gen, sie zu bewah­ren. Wir freu­en uns sehr, dass auch Jose­fi­ne Michae­lis, ehe­ma­li­ge „Jahn-Schü­le­rin” und heu­te unse­re Leh­re­rin, ihre Erin­ne­run­gen an ihre Schul­zeit mit uns teilt. Sie ist 1990 in Forst gebo­ren und hat 2010 ihren Schul­ab­schluss gemacht.

Wie sah ein nor­ma­ler Schul­tag für Sie aus?
Ich fuhr mit dem Rad von Sacro in die Schu­le. Dort lern­te ich sehr gern, traf mei­ne Freun­de und genoss eine unbe­schwer­te Zeit.

Was für eine Schü­le­rin waren Sie?
Mir fiel das Ler­nen sehr leicht, des­halb genoss ich die Zeit als Schü­le­rin. Ich war sehr enga­giert und setz­te mich für die Belan­ge der Schü­ler als Schü­ler­spre­che­rin ein.

Haben Sie vie­le Erin­ne­run­gen an Ihre Zeit, als Sie Schü­le­rin an der „Jahn­schu­le“ waren? Was ist Ihre schöns­te Erin­ne­rung?
Ich den­ke gern an mei­ne Schul­zeit zurück. Die ers­te Lie­be - die bes­ten Freun­de - ein­fach die Jugend­zeit!

Haben Sie auch weni­ger gute Erin­ne­run­gen an Ihre Schul­zeit? Wel­che sind das?
Wäh­rend mei­ner Schul­zeit gab es bestimmt weni­ger gute Erin­ne­run­gen, aber die rücken in den Hin­ter­grund - ich kann mich nicht mehr an etwas Nen­nens­wer­tes erin­nern - außer ein­mal eine 6 im Dik­tat.

Was haben Sie als Jugend­li­che in Ihrer Frei­zeit gemacht?
Ich habe viel gele­sen, mich mit Freun­den getrof­fen und bei den Raw Dia­monds getanzt.

Was pas­sier­te gera­de in der Welt, als Sie Ihren Schul­ab­schluss gemacht haben?
Ehr­lich gesagt war ich in mei­ner Schul­zeit wenig am Gesche­hen in der Welt inter­es­siert. Ich weiß es nicht mehr...

Wel­che Plä­ne hat­ten Sie für die Zeit nach der Schu­le, und was wur­de dar­aus?
Ich woll­te auch Leh­re­rin wer­den. Ich stu­dier­te in Leip­zig auf Lehr­amt Deutsch & Geschich­te.

Wel­che Aus­bil­dung bzw. wel­ches Stu­di­um haben Sie gemacht?
s. o.

Wer oder was hat Sie bei Ihrer Berufs­wahl am meis­ten beein­flusst, und war­um?
Tja, wahr­schein­lich war es wirk­lich das Gym­na­si­um... 🙂 Wer waren aber mei­ne Vor­bil­der? Mei­ne Eltern, aber auch Leh­rer wie Frau Brie­se­mann, Frau Jahn­ke und Frau Wei­kert in mei­ner Refe­ren­da­ri­ats­zeit und Frau Leg­ler bereits zur Schul­zeit sowie die Musik­leh­rer HBH. 😉

In wel­chem Beruf und in wel­cher Stadt arbei­ten Sie zur­zeit oder haben Sie zuletzt gear­bei­tet?
Ich arbei­te nach mei­nem Refe­ren­da­ri­at am Fors­ter Gym­na­si­um und an der Ober­schu­le in Forst und woh­ne auch vor Ort.

Wel­che drei Din­ge sind Ihnen in Ihrem Leben heu­te am wich­tigs­ten?
Fami­lie - Freun­de - Gesund­heit. Klingt abge­dro­schen - ist aber so!

Wel­chen Rat­schlag haben Sie für die heu­ti­gen Schü­le­rin­nen und Schü­ler der „Jahn­schu­le“?
Ärgert eure Leh­rer nicht so und genießt die Schul­zeit - sie kommt nie wie­der!

 

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Forever

fore­ver is a big word.
you will fore­ver be mine – he said
school will fore­ver be the most important thing in your life – mom said
you will fore­ver be my litt­le girl – dad said
best fri­ends fore­ver – they said
woof – he said
and now they are all gone. some­whe­re i never want to be. hap­py and great­ful for ever­y­thing they have becau­se not­hing lasts fore­ver. just remem­ber life is hard but ever­y­bo­dy is sur­vi­ving

 

Jes­si­ca Lat­ze

 

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Der Bei­trag ist anläss­lich des 90. Geburts­ta­ges der Fors­ter „Jahn­schu­le“ im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den.

Wer bin ich?

Wer bin ich?
Ich bin ein Mäd­chen
Ich bin 15 Jah­re alt
Ich bin hilfs­be­reit und fröh­lich
Ich bin nach­denk­lich und ruhig
Ich bin bunt
Ich bin Ich
Nur war­um akzep­tie­re ich das nicht?

 

Mar­le­en Tur­tel­tau­be

 

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Der Bei­trag ist anläss­lich des 90. Geburts­ta­ges der Fors­ter „Jahn­schu­le“ im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den.

Mein Ruhepol

Ich sit­ze in mei­nem Lieb­lingsca­fé, an einem Zwei-Per­so­nen-Tisch am Fens­ter. Der älte­re Besit­zer des klei­nen Cafés begrüßt mich, so wie jeden Tag. Er kommt, um mei­ne Bestel­lung auf­zu­neh­men. Ich neh­me, so wie jeden ande­ren Tag, ein Stück Scho­ko­tor­te und einen Cap­puc­ci­no. Als die Bestel­lung kommt, klap­pe ich mei­nen Lap­top auf, um mei­ne Bio-Haus­auf­ga­ben zu machen. Eine Wei­le star­re ich den bli­cken­den Cur­sor mei­nes Word-Doku­ments an. Als mir dann noch nichts ein­fällt, beob­ach­te ich die Leu­te auf der Stra­ße, wie sie hek­tisch von der Arbeit nach Hau­se oder zur Arbeit ren­nen, weil sie zu spät dran sind. Ich sehe eine Mut­ter mit ihrem Kind, sie sieht gestresst und genervt aus, ihre klei­ne Toch­ter zeigt auf die ande­ren Men­schen um sie her­um. Die Mut­ter nickt zwar, scheint aber trotz­dem irgend­wie abwe­send. Danach sehe ich eine älte­re Dame, sie trägt anschei­nend ihre Ein­käu­fe nach Hau­se, vor ihren Füßen läuft ein klei­ner Dackel und schnuf­felt alles ab, was er unter sei­ne Nase bekommt. Ich sehe, wie ein jun­ger Mann in das Café geeilt kommt. Er geht zur The­ke und bestellt sich irgend­was. Ich sehe, wie er unge­dul­dig mit sei­nen Fin­gern auf die The­ke trom­melt. Wie­der bli­cke ich auf mei­nen Lap­top, auf mein Word-Doku­ment. Der Cur­sor blinkt immer noch, ich habe immer noch kein ein­zi­ges Wort geschrie­ben und der Abga­be­ter­min ist schon in einer Woche. Trotz­dem packe ich mein Zeug zusam­men. Esse den letz­ten Bis­sen des Kuchens auf und trin­ke den letz­ten Schluck aus. Ich tre­te raus auf die Stra­ße und die Hek­tik umfasst mich. Ich las­se mich von dem Strom trei­ben, ich neh­me die nächs­te U-Bahn nach Hau­se – zu mei­nem Ruhe­pol.

 

Miri­am Sie­bert

 

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