Palace of Glass

Palace of Glass. Die Wäch­te­rin © pen­ha­li­gon

Alles schwarz und weiß. Kein ein­zi­ger bun­ter Fleck von Far­be ist zu sehen und wer Far­be trägt, lebt sehr gefähr­lich. Das Lon­don, das wir kann­ten hat sich ver­än­dert. Jeder trägt Klei­dung, wel­che die gan­ze Haut bis zum Kinn ver­deckt. Nie­mand will ris­kie­ren, einen ande­ren mit frei­er Haut zu berüh­ren. Der eng­li­sche König hat Haut­kon­takt in der Öffent­lich­keit unter schwe­re Stra­fen gestellt. Aber war­um? Seit­dem bekannt ist, dass es eine Grup­pe von Men­schen gibt, die durch blo­ßen Haut­kon­takt ande­re Men­schen mani­pu­lie­ren und ihre Gedan­ken ver­än­dern kön­nen, hat jeder pani­sche Angst davor, betrof­fen zu sein. Oder wird es ihnen nur so schlimm ver­an­schau­licht?

Rea Emris ist eine Mag­da­le­na, so nennt man die­se Leu­te, die die­se Gabe besit­zen. Sie tut alles Erdenk­li­che, um ihr gro­ßes Geheim­nis zu beschüt­zen, auch wenn sie der Ansicht ist, dass man viel mehr Gutes bewir­ken kann, als nur schlech­tes. Rea möch­te Leu­ten hel­fen, die psy­chi­sche Pro­ble­me haben oder ein­fach nur etwas Schlim­mes ver­ges­sen wol­len. Doch trotz die­ser Argu­men­te ist es ver­bo­ten, Haut­kon­takt zu haben. Doch eigent­lich nicht wei­ter schlimm, wenn Haut­kon­takt nicht lebens­not­wen­dig für Mag­da­le­nen wäre und man nicht rein zufäl­lig  an den könig­li­chen Hof gebe­ten wird, um den Kron­prin­zen höchst­per­sön­lich vor Mag­da­le­nen zu beschüt­zen. Rea Emris hat das gro­ße Los gezo­gen und darf nun, durch ihre Kampf­küns­te, die gehei­me Leib­wäch­te­rin des Prin­zen sein, getarnt als gro­ße und ers­te Lie­be des Thron­an­wär­ters. Doch was pas­siert, wenn sie sich tat­säch­lich inein­an­der ver­lie­ben und der Kron­prinz raus­be­kommt, dass sie sein größ­ter Feind ist?

Die von C. E. Ber­nard (Chris­ti­ne Leh­nen) ver­fass­te Fan­ta­sy-Lie­bes­ge­schich­te ist gera­de­zu fes­selnd, man kann kaum auf­hö­ren zu lesen, denn ab der Ein­lei­tung ist es zu jeder Zeit span­nend. Das Buch wur­de 2018 von dem Ver­lag pen­ha­li­gon ver­öf­fent­licht. Mei­ner Mei­nung nach zu Recht. Denn es ist eins der bes­ten Bücher, die ich gele­sen habe. Es ist per­fekt für Leu­te geeig­net, die jeder Zeit Span­nung im Buch brau­chen und auch für Leu­te, die es ger­ne roman­tisch mögen. Es ist ein per­fek­ter Mix. Was für mich auch über­zeugt hat, ist die Tat­sa­che, dass das Buch ein offe­nes Ende hat und man selbst ein biss­chen „rum­spin­nen“ kann, wie es wei­ter­geht bis der zwei­te Teil ver­öf­fent­licht wird.

Für die, die das Buch schon gele­sen haben: Es gibt noch zwei wei­te­re Tei­le, ein­mal „Palace of Silk” und ein­mal „Palace of Fire”.

 

LK

 

C. E. Ber­nard, Palace of Glass - Die Wäch­te­rin, Mün­chen 2018, 416 S., 14,- €.