Robert Schichor (Bündnis 90/Die Grünen) - Twitter-Interview zur Stadtverordnetenwahl 2019

Robert Schi­chor © Bünd­nis 90/Die Grü­nen

Am 26. Mai wäh­len die Forste­rin­nen und Fors­ter die neu­en Mit­glie­der der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung. Auch Jugend­li­che ab 16 Jah­re sind wahl­be­rech­tigt. Heu­te stel­len wir euch Robert Schi­chor, Spit­zen­kan­di­dat von Bünd­nis 90/Die Grü­nen, näher vor.

1) Wenn jemand Sie in wei­ter ent­fern­ten Regio­nen fragt, was Forst beson­ders macht, was ant­wor­ten Sie?
Forst bie­tet das Natur­schutz­ge­biet Eulo­er Bruch mit sei­ner viel­fäl­ti­gen Flo­ra und Fau­na o. die Nei­ße-Wie­sen, die nur weni­ge Minu­ten v. Stadt­kern ent­fernt sind. Forst war Anfang des 19. Jh. der wich­tigs­te Stand­ort für die Tex­til­in­dus­trie in DE und galt als Man­ches­ter des Ostens.

2) Wenn Sie gewählt wer­den, was ist Ihr wich­tigs­tes Ziel?
Ich möch­te die Poli­tik für jun­ge Men­schen erleb­bar machen und sie dazu ani­mie­ren sich poli­tisch für Ihre Regi­on und deren Men­schen zu enga­gie­ren. Unser Wohl­stand und Frie­den sind nicht selbst­ver­ständ­lich und die Demo­kra­tie ist ein hohes Gut, das wir schät­zen und schüt­zen müs­sen.

3) Wie möch­ten Sie die Frei­zeit­an­ge­bo­te für Kin­der und Jugend­li­che ver­bes­sern?
Gemein­sam mit der Jugend nicht-kom­mer­zi­el­le Räu­me mit gra­tis WLAN schaf­fen. Clubs und Knei­pen sol­len erhal­ten und auf­ge­wer­tet wer­den. Die Nut­zung von Schul­sport­an­la­gen auch nach­mit­tags und am WE. Kunst und Kul­tur zugäng­li­cher machen und aktiv von jun­gen Men­schen­ge­stal­ten las­sen.

4) Wel­che Maß­nah­men wol­len Sie gegen die Dro­gen­kri­mi­na­li­tät in Forst ergrei­fen?
Wir wol­len eine offe­ne Auf­klä­rung im Bereich des Dro­gen­kon­sums. Schu­len und Frei­zeit­ein­rich­tun­gen brau­chen Ansprech­part­ner für eine dis­kre­te Bera­tung für Schü­ler und Eltern. Das The­ma Dro­gen muss offen kom­mu­ni­ziert wer­den, nur dann kann man an Lösun­gen arbei­ten.

5) Wie möch­ten Sie die Digi­ta­li­sie­rung in Forst vor­an­trei­ben?
Für über 90 % der Haus­hal­te ist ein Glas­fa­ser­an­schluss bis ins Haus (FTTH) mög­lich, dass wol­len wir umset­zen. Gra­tis-WLAN an öffent­li­chen Plät­zen und in Frei­zeit­ein­rich­tun­gen. Das digi­ta­le Ange­bot der Stadt muss mit der Zeit gehen und den Men­schen zur Ver­fü­gung ste­hen.

6) Wie möch­ten Sie die Schu­len in Forst unter­stüt­zen?
Schul­bau­sa­nie­rung die Lern­freu­de und Krea­ti­vi­tät weckt und öko­lo­gisch, sowie ener­gie­ef­fi­zi­ent ist. Eige­ne Schul­kü­chen, um gesun­des und regio­na­les Essen f. alle Schü­ler anzu­bie­ten. Mit einer „Bil­dungs­kar­te” sogar für umsonst. Schaf­fung von Sozi­al­ar­bei­ter­stel­len, für alle Schu­len.

7) Was ist die wich­tigs­te Auf­ga­be beim The­ma Zuwan­de­rung?
Die Arbeit der Will­kom­mens­in­itia­ti­ven wei­ter unter­stüt­zen. Ein aus­rei­chen­des und gut erreich­ba­res Ange­bot an Sprach- und Inte­gra­ti­ons­kur­sen. Kitas und Schu­len mit dem Umgang mit geflüch­te­ten Kin­dern und Jugend­li­chen stär­ken.

8) Was möch­ten Sie gegen Aus­län­der­feind­lich­keit und Ras­sis­mus in Forst unter­neh­men?
Armut und Per­spek­tiv­lo­sig­keit ent­ge­gen­wir­ken, unser Ziel ist Teil­ha­be und Selbst­be­stim­mung für Jede*n. Bspw. durch Gebüh­ren­frei­heit in kom­mu­na­len Ein­rich­tun­gen, die Bekämp­fung von Kin­der­ar­mut mit Ein­füh­rung der „Bil­dungs­kar­te“, sowie die För­de­rung kul­tu­rel­ler Viel­falt.

9) Wie möch­ten Sie den Wirt­schafts­stand­ort Forst stär­ken?
Vor­ort­ver­mark­tung stär­ken und Klein­un­ter­neh­men unter­stüt­zen (gerin­ge­re Laden­mie­te etc.). Wir wol­len loka­le Online-Platt­for­men initi­ie­ren, damit auch klei­ne Händ­ler v. Online-Han­del par­ti­zi­pie­ren kön­nen. Um mehr Groß­fir­men im Gewer­be­ge­biet anzu­sie­deln bedarf es an mehr Initia­ti­ve.

10) Was möch­ten Sie gegen den Woh­nungs­leer­stand unter­neh­men?
Forst muss sich bes­ser als Wohn­ort prä­sen­tie­ren und für die Ein­woh­ner ein bes­se­res kul­tu­rel­les Ange­bot schaf­fen, lebens­wer­ter wer­den. Eta­blie­rung von neu­en Woh­nungs­kon­zep­ten und Auf­wer­tung der Stadt­tei­le durch Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten und kul­tu­rel­len Zugän­gen.

11) Soll die Stadt auf erneu­er­ba­re oder fos­si­le Ener­gie set­zen? Begrün­den Sie bit­te Ihre Ant­wort.
Auf lan­ge Sicht gese­hen ist ein Aus­stieg aus fos­si­len Ener­gie­trä­gern unaus­weich­lich. Dar­um set­zen wir auf erneu­er­ba­re Ener­gie und wir soll­ten jetzt damit anfan­gen die Wei­chen dafür zu stel­len. Hier­für wol­len wir ein Ener­gie­ma­nage­ment in der Stadt imple­men­tie­ren.

12) Wie möch­ten Sie die Ver­bin­dun­gen des Per­so­nen­nah­ver­kehrs in Forst, ins­be­son­de­re die Bus­ver­bin­dun­gen, ver­bes­sern?
Das Ange­bot des Bus­ver­kehrs ver­bes­sern wir durch Takt­ver­dich­tun­gen bestehen­der und Schaf­fung neu­er Lini­en, ins­be­son­de­re Orts­bus­li­ni­en. Ein regel­mä­ßi­ger Bus­ver­kehr nach Cott­bus par­al­lel zur Bahn soll­te in kür­ze­ren Abstän­den und auch nachts mög­lich sein.

 

Wir haben die Spit­zen­kan­di­da­tin und -kan­di­da­ten im Vor­feld der Wahl gebe­ten, sich euch etwas näher vor­zu­stel­len. Dies geschieht in Form eines „Twit­ter-Inter­views“. Sie haben von uns alle die­sel­ben 12 Fra­gen erhal­ten. Ihre Ant­wor­ten durf­ten – wie beim Mikro­blog­ging-Dienst „Twit­ter“ – eine maxi­ma­le Zei­chen­zahl von 280 (inkl. Leer­zei­chen) nicht über­schrei­ten. Die Ver­öf­fent­li­chung erfolgt alpha­be­tisch nach Nach­na­men sor­tiert.