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Einstellungstests: sinnvoll oder reiner Quatsch?

Stell dir vor, du bekommst zwei Mona­te, nach­dem du dei­ne Bewer­bung für dei­nen Traum­be­ruf abge­sen­det hast, eine E-Mail mit einer Ein­la­dung zum Ein­stel­lungs­test. Du hast den ers­ten Schritt des Bewer­bungs­ver­fah­rens erfolg­reich gemeis­tert. Nun ist sicher, dass ers­te, was du machst, zu googeln, wie die­ser beson­de­re Test aus­sieht und wel­che Fra­gen er beinhal­ten könn­te. Wäh­rend du dann im Test­raum sitzt und mit­ten im Beant­wor­ten der Fra­gen bist, wet­te ich, dass du an einen Punkt kommst, an dem du dich fragst „Muss ich das wirk­lich wis­sen?“. Nun, die­ser Fra­ge möch­te ich auf den Grund gehen, indem ich im Fol­gen­den dis­ku­tie­re, ob Ein­stel­lungs­tests wirk­lich einen Sinn haben oder kom­plett unnö­tig sind.

Zual­ler­erst, was ist die Inten­ti­on eines Ein­stel­lungs­tests? Ziel solch einer Akti­on ist, die Per­sön­lich­keit, die Intel­li­genz und die Fähig­keit des Bewer­bers zu erschlie­ßen. Arbeit­ge­ber wol­len fest­stel­len, ob die Test­per­son der ange­streb­ten Tätig­keit gerecht wer­den kann, um Fehl­ent­schei­dun­gen zu ver­mei­den. Zudem gibt die­ser Test Infor­ma­tio­nen über das Ver­hal­ten der Per­son in einer bestimm­ten Situa­ti­on.
Wei­ter­hin gibt es noch ver­schie­de­ne Arten von Ein­stel­lungs­tests bzw. Test­ver­fah­ren. Sie kön­nen schrift­lich, münd­lich oder auch online erfol­gen. Sie sol­len den Bewer­ber auf Schnel­lig­keit und auf Niveau über­prü­fen.

Ein­stel­lungs­tests spal­ten die Mei­nung. Alles hat Vor- und Nach­tei­le, so haben es auch Ein­stel­lungs­tests jeg­li­cher Art.

Posi­tiv an die­ser gan­zen Sache ist, dass die Unter­neh­men bzw. die Arbeits­ge­ber die Stär­ken und Schwä­chen der Bewer­ber her­aus­fin­den kön­nen und sich somit auch zum Teil in Vor­feld ver­si­chern kön­nen, dass die­se Per­son gut für den Beruf geeig­net ist oder nicht. Damit kann die Ent­schei­dung des Arbeits­ge­bers gerech­ter und ratio­na­ler gefällt wer­den, denn jeder Bewer­ber hat die glei­che Chan­ce und die Bewer­ber unter­ein­an­der sind bes­ser zu genau­er zu ver­glei­chen.

Nega­tiv ist jedoch, dass die­ser Test nur eine Moment­auf­nah­me ist bzw. nur die jet­zi­ge Ver­fas­sung der Test­per­son wider­spie­gelt. Meis­tens ist auch die Geheim­hal­tung der Test­aus­wer­tung nicht gewährt; trotz Daten­schutz besteht ein Risi­ko. Außer­dem sind stan­dar­di­sier­te Tests schon oft­mals bekannt und kön­nen somit leich­ter bewäl­tigt wer­den. Das hat zufol­ge, dass das Test­ergeb­nis bes­ser aus­fällt, als wenn man den Test mit sei­nem Wis­sen beant­wor­tet hät­te.

Mei­ner Mei­nung nach sind Ein­stel­lungs­tests nur zum Teil sinn­voll. Ich den­ke All­ge­mein­wis­sen, Deutsch­kennt­nis­se und mathe­ma­ti­sche Grund­kenn­tis­se muss ein­fach jeder haben. Das steht außer Fra­ge. Spe­zi­fi­sche Fra­gen, wie zum Bei­spiel Mär­chen anhand von klei­nen Text­pas­sa­gen erken­nen, sind mei­nes Erach­tens nach eher sinn­los. Lei­der gibt es in die­sen Tests vie­le sol­cher Fra­gen, die man nicht wis­sen MUSS. Das Test­ergeb­nis zeigt ledig­lich nur die objek­ti­ven Sachen und sagt nichts über die Per­sön­lich­keit des Bewer­bers aus, denn durch die vor­ge­ge­be­ne Zeit baut sich ein gewis­ser Druck auf und man kommt in eine Stress­si­tua­ti­on, was Unkon­zen­triert­heit zur Fol­ge hat.

 

Leo­nie Petsch­ke

 

(Der Bei­trag ist im Rah­men der Pro­jekt­wo­che am Gym­na­si­um ent­stan­den.)

Bild: Pixabay.com

3 Fragen an... Cornelia Orphal

Der­zeit wird öffent­lich viel über den Leh­rer­man­gel an Schu­len und die Fol­gen dis­ku­tiert. Unser Team von „Ber­tas Blog“ hat Cor­ne­lia Orphal dazu befragt. Sie arbei­tet als stell­ver­tre­ten­de Lei­te­rin des Staat­li­chen Schul­am­tes Cott­bus und dort auch als Lei­te­rin des Pla­nungs- und Ein­stel­lungs­teams. Das Staat­li­che Schul­amt Cott­bus ist zustän­dig für die Schu­len in den Land­krei­sen Spree-Nei­ße (SPN), Dah­me-Spree­wald (LDS), Elbe-Els­ter (EE) und Ober­spree­wald-Lau­sitz (OSL) sowie in der kreis­frei­en Stadt Cott­bus (CB). Hier nun ihre Ant­wor­ten auf unse­re 3 Fra­gen.

1) Wie wird der Leh­rer­man­gel deut­lich?

Vor­rang bei der Stel­len­be­set­zung haben immer aus­ge­bil­de­te Lehr­kräf­te. Nur wenn sich kei­ne aus­ge­bil­de­te Lehr­kraft für eine offe­ne Stel­le fin­det, wer­den auch Sei­ten­ein­stei­ger im Schul­dienst ein­ge­stellt. Das Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis ist befris­tet. Erst wenn sich der Sei­ten­ein­stei­ger in sei­ner Tätig­keit als Lehr­kraft bewährt und Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nah­men durch­lau­fen hat, kann das Arbeits­ver­hält­nis auch unbe­fris­tet wei­ter­ge­führt wer­den.

In der ers­ten gro­ßen Dienst­be­ra­tung zum Schul­jah­res­be­ginn für das Schul­jahr 2018/19 wur­de durch das Minis­te­ri­um für Bil­dung, Jugend und Sport (MBJS) in einer Über­sicht dar­ge­stellt, wie vie­le Lehr­kräf­te und Sei­ten­ein­stei­ger im Land Bran­den­burg ein­ge­stellt wur­den.

(Ergän­zung von „Ber­tas Blog”: Von den 1.033 ein­ge­stell­ten Lehr­kräf­ten waren 269 Sei­ten­ein­stei­ger, also ca. 1/4.)

2) Besteht auch im Land­kreis Spree-Nei­ße und spe­zi­ell in Forst ein Leh­rer­man­gel?

Sei­ten­ein­stei­ger in Land­kreis Spree-Nei­ße wer­den grund­sätz­lich an Grund-, Ober- und För­der­schu­len benö­tigt.

Wir haben zur Zeit im gesam­ten Schul­amts­be­reich (CB, SPN, LDS, OSL, EE) kei­ne Pro­ble­me beim Fin­den von Lehr­kräf­ten mit Sek II. deren Ein­satz für das Gym­na­si­um vor­ge­se­hen ist.

Zur Zeit sind an allen Grund- und Ober­schu­len Sei­ten­ein­stei­ger tätig. Die Grund­schu­len in Guben haben sehr gute Erfah­run­gen mit den täti­gen Sei­ten­ein­stei­gern gemacht und das auch öffent­lich in der Pres­se und im Rund­funk dar­ge­stellt.

3) Wel­che Fächer sind gefragt bzw. in wel­chen Fächern fal­len beson­ders häu­fig Unter­richts­stun­den aus?

An den Grund­schu­len wer­den natür­lich vor­ran­gig die Fächer Deutsch, Mathe­ma­tik, Eng­lisch, Sport und Musik benö­tigt. In den Ober­schu­len sind es haupt­säch­lich natur­wis­sen­schaft­li­che Fächer, in denen Bedarf besteht.

Gene­rell wer­den in allen Schul­for­men, nicht nur an den För­der­schu­len, Son­der­päd­ago­gen benö­tigt.

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Und falls ihr euch nun fragt, war­um soll­te man in Bran­den­burg Lehrer/in wer­den, so lau­tet die Ant­wort von Frau Orphal dar­auf: „Attrak­ti­ve Arbeits­be­din­gun­gen!“ Dazu schrieb sie uns noch:

„Es wird eine ver­ant­wor­tungs­vol­le, inter­es­san­te, abwechs­lungs­rei­che und vor allem gut bezahl­te Tätig­keit gebo­ten.

Bran­den­burg ist Vor­rei­ter für die bes­se­re Besol­dung von Grund­schul­lehr­kräf­ten: Lehr­kräf­te mit Lehr­amts­be­fä­hi­gun­gen für die Sek I und Sek II (inkl. beruf­li­che Fach­rich­tun­gen) sowie För­der­päd­ago­gik wer­den schon jetzt nach A 13 bezahlt, Grund­schul­lehr­kräf­te (Pri­mar: Klas­sen 1 bis 6) fol­gen ab 1. Janu­ar 2019 (der­zeit A 12) sowie Lehr­kräf­te mit einer Befä­hi­gung nach dem Recht der ehe­ma­li­gen DDR in zwei Schrit­ten (1. Janu­ar 2019 und 1. August 2020).

Mit 27 Pflicht­stun­den an Grund­schu­len bzw. 25 Pflicht­stun­den an Ober­schu­len, Gesamt­schu­len, Gym­na­si­en und beruf­li­chen Schu­len haben alle Lehr­kräf­te aus­rei­chend Zeit für die Vor- und Nach­be­rei­tung des Unter­richts, Fort­bil­dun­gen, Eltern­ge­sprä­che und schu­li­sche Kon­fe­ren­zen.”

Mehr Infor­ma­tio­nen zum The­ma „Ein­stel­lun­gen in den Schul­dienst” fin­det ihr hier.

 

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Erfolg im Beruf - Vocatium-Messe in Cottbus

Am 23. und 24. Mai 2018 fand in der Lau­sitz-Are­na in Cott­bus die Voca­ti­um-Mes­se statt. Es han­delt sich um eine Fach­mes­se für Aus­bil­dung und Stu­di­um. Man konn­te sich an den Mes­se­ta­gen von 8:30 bis 14:45 Uhr über vie­le ver­schie­de­ne Beru­fe infor­mie­ren. Ange­fan­gen bei der Bun­des­wehr über die Euro­päi­sche Sport­aka­de­mie bis hin zum Zoll waren alle erdenk­li­chen Beru­fe ver­tre­ten. Wenn man sich für einen Beruf inter­es­siert hat, konn­te man sich am ent­spre­chen­den Stand über die­sen Beruf infor­mie­ren und alle Fra­gen stel­len, die einen auf der Zun­ge lagen. Man wur­de über­all freund­lich begrüßt und konn­te sich bild­lich vor­stel­len, wie man eines Tages in die­sen Beruf arbei­ten wür­de. Neben den unter­schied­li­chen Insti­tu­ten und Betrie­ben gab es noch Vor­trä­ge, die man sich anhö­ren konn­te. Die­se han­del­ten dann z. B. von Aus­lands­auf­ent­hal­ten (Au Pair) oder von ver­schie­de­nen Lern­ty­pen und wie man am bes­ten lernt. Es war eine sehr ange­neh­me Atmo­sphä­re mit vie­len net­ten Leu­ten um sich her­um.

Zu Hau­se ange­kom­men, hat­te man vie­le Infor­ma­tio­nen, Fly­er und klei­ne Geschen­ke, wie z. B. einen Stoff­beu­tel der Bun­des­wehr.

 

LK

 

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Zukunftstag - ein Einblick in unsere Zukunft

Am 26. April die­sen Jah­res war der 16. Zukunfts­tag in Bran­den­burg. Dabei bekam jede Schü­le­rin und jeder Schü­ler die Mög­lich­keit, mehr über Beru­fe und die eige­nen Traum­be­ru­fe zu erfah­ren - und zwar prak­tisch. Unter einem von vie­len Ange­bo­ten, von ver­schie­de­nen Unter­neh­men in ver­schie­de­nen Land­krei­sen, konn­ten wir wäh­len und an die­sem Don­ners­tag Erfah­run­gen und Infor­ma­tio­nen sam­meln.

Ich habe mich für Mode- und Tex­til­de­sign bei Cris­ta­li­ca ent­schie­den. Das Unter­neh­men hat mir vie­le neue Ein­bli­cke in die Pro­duk­ti­on von Texil­pro­duk­ten gege­ben. Nach einer klei­nen Ein­füh­rung durf­ten wir mit den ein­zel­nen Näh­ma­schi­nen und Gerä­ten üben, anschlie­ßend eine Han­dy­hül­le sowie einen Turn­beu­tel desi­gnen und dann selbst­stän­dig unter Anlei­tung nähen.

Der Tag war sehr schön und ich konn­te mei­ne Berufs­in­terres­sen etwas ein­gren­zen bzw. stär­ken.

Also war es ein klei­ner Ein­blick in unse­re Zukunft…

 

PL

 

Bild: Pixabay.com

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