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Mischt euch ein! - Harald Altekrüger im Interview

Harald Alte­krü­ger (CDU) hat am 6. Mai 2018 die Stich­wahl gegen Stef­fen Kubitz­ki (AfD) um das Amt des Land­ra­tes des Land­krei­ses Spree-Nei­ße klar gewon­nen. Er macht die­sen Job bereits seit 2010 und wird unse­ren Land­kreis nun auch die nächs­ten acht Jah­re ver­wal­ten. Über sei­ne Arbeit berich­tet er in sei­nem Land­rats­blog.

Wir haben ihm eini­ge Fra­gen gestellt, um ihn euch etwas näher vor­zu­stel­len.

Wie schon die Kan­di­da­tin und die Kan­di­da­ten zur Bürgermeister/inwahl in Forst durf­ten sei­ne Ant­wor­ten wie beim Mikro­blog­ging-Dienst „Twit­ter“ eine maxi­ma­le Zei­chen­zahl von 280 (inkl. Leer­zei­chen) nicht über­schrei­ten.

1) Wie waren Sie in der Schu­le?
Ab der 7. Klas­se gehör­te ich zu den guten Schü­lern.

2) Wel­ches Unter­richts­fach moch­ten Sie am liebs­ten? Und wel­ches nicht?
Am meis­ten moch­te ich Astro­no­mie und Geschich­te. Mit Che­mie hin­ge­gen konn­te ich am wenigs­ten anfan­gen.

3) Wel­che Hob­bys hat­ten Sie als Jugend­li­cher, und wel­che haben Sie heu­te?
Als Jugend­li­cher habe ich unter ande­rem Brief­mar­ken gesam­melt. Die Lei­den­schaft des Sam­melns habe ich mir bis heu­te erhal­ten, denn seit eini­ger Zeit erar­bei­te ich die Dorf­chro­nik von Koschen­dorf, bei der es ja auch um das Sam­meln und Sich­ten von Daten geht.

4) Wel­che Medi­en nut­zen Sie?
Vor allem die klas­si­schen Medi­en, wie die Zei­tung „Lau­sit­zer Rund­schau”, das Radio und den Fern­se­her, aber auch neue Medi­en, wie mein Smart­pho­ne und iPad.

5) Was ist Ihr Lebens­mot­to?
Posi­tiv den­ken, Pro­ble­me lösungs­ori­en­tiert ange­hen und kon­sens­ori­en­tiert han­deln.

6) War­um sind Sie Poli­ti­ker gewor­den?
Das lief nicht ganz ohne Zufall ab, denn erst als sich bei uns im Dorf nie­mand zur Wahl stel­len und etwas bewe­gen woll­te, habe ich ange­fan­gen mich zu enga­gie­ren, um die Gestal­tung unse­res Ortes vor­an­zu­brin­gen.

7) Wie wür­den Sie Ihren Beruf in einem Wort cha­rak­te­ri­sie­ren? War­um?
For­dernd. Ich lei­te eine Behör­de mit 1.000 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern und tra­ge Ver­ant­wor­tung für rund 117.000 Bür­ge­rin­nen und Bür­ger im Land­kreis.

8) Was sehen Sie als Ihre Haupt­auf­ga­be?
Die Füh­rung des Ver­wal­tungs­per­so­nals und die Umset­zung der Kreis­po­li­tik.

9) Was war Ihr schöns­tes Erleb­nis wäh­rend des Wahl­kamp­fes (abge­se­hen vom Wahl­sieg)?
Die vie­len direk­ten Gesprä­che mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern. Die­se suche ich natür­lich auch sonst bei mei­nen zahl­rei­chen Ter­mi­nen im Kreis, aber im Wahl­kampf ist das Gan­ze immer noch ein Stück weit inten­si­ver.

10) Was hat bei Ihnen in den nächs­ten drei Mona­ten Prio­ri­tät?
Das The­ma Bil­dung, vor allem die Errich­tung einer wei­ter­füh­ren­den Schu­le im süd­west­li­chen Teil unse­res Land­krei­ses und die voll­stän­di­ge Digi­ta­li­sie­rung aller kreis­li­chen Bil­dungs­ein­rich­tun­gen.

11) Wie möch­ten Sie ein viel­fäl­ti­ges, gewalt­frei­es und demo­kra­ti­sches Mit­ein­an­der im Land­kreis Spree-Nei­ße för­dern?
Indem ich die­se Prin­zi­pi­en zum einen als Land­rat selbst vor­le­be und indem ich zum ande­ren ent­spre­chen­de Pro­jek­te und Insti­tu­tio­nen unter­stüt­ze, die ein sol­ches Mit­ein­an­der in unse­rer Gesell­schaft aktiv för­dern.

12) Ver­voll­stän­di­gen Sie bit­te den Satz: Kin­dern und Jugend­li­chen woll­te ich schon immer mal
sagen...

...dass sie sich ein­mi­schen sol­len.

13) Ver­voll­stän­di­gen Sie bit­te den Satz: Mein größ­ter Wunsch ist...
...dass unser Kreis für alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger auch in Zukunft in allen Berei­chen gut auf­ge­stellt ist, bes­te Lebens­be­din­gun­gen vor­hält und dass sich unse­re Jugend - dazu gehö­ren auch und vor allem Sie, lie­be Schü­le­rin­nen und Schü­ler - aktiv dabei ein­bringt.

 

Bei­trags­bild: Harald Alte­krü­ger © Land­kreis Spree-Nei­ße, Pres­se­stel­le

Aus alt wird neu?

Die Sanie­rung der Schwimm­hal­le ist drin­gend nötig. Wer erin­nert sich nicht mit Schau­dern an die Toi­let­ten und die schmut­zi­gen Flie­ßen? Bereits 1925 gab es die ers­ten Plä­ne für die Fors­ter Schwimm­hal­le, aber auf­grund der Welt­wirt­schafts­kri­se 1929 wur­de der Bau ver­scho­ben. Erst am 31. August 1989 – nur weni­ge Wochen vor dem Fall der Ber­li­ner Mau­er – wur­de der Grund­stein gelegt. 1994 war schließ­lich die Eröff­nung. Ihr seht also, die Schwimm­hal­le ist sehr alt.

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Stichwahl am 6. Mai!

Am 22. April 2018 fand die Wahl zur Bür­ger­meis­te­rin bzw. zum Bür­ger­meis­ter statt. Wer hat gewon­nen? Das steht lei­der noch nicht fest, da nie­mand die nöti­ge Mehr­heit der Stim­men bekom­men hat. Aus die­sem Grund fin­det in die­ser Woche - am 6. Mai 2018 - eine Stich­wahl zwi­schen den bei­den Kan­di­da­ten statt, die am bes­ten abge­schnit­ten hat­ten: Simo­ne Tau­benek (par­tei­los) und Tho­mas Eng­wicht (par­tei­los).

Wir hat­ten euch bereits in der zwei­ten April-Woche bei­de etwas näher vor­ge­stellt. Ihre „Twit­ter-Steck­brie­fe” könnt ihr hier und hier noch­mals nach­le­sen.

Simo­ne Tau­benek © Patrick Lucia
Tho­mas Eng­wicht © Patrick Lucia

Aimo Bartel (parteilos) - Twitter-Steckbrief zur Forster Bürgermeister/inwahl

Aimo Bar­tel © Pri­vat

Am 22. April 2018 wäh­len die Fors­ter eine/n neue/n Bürgermeister/in. Wir möch­ten euch in die­ser Woche die Bewer­be­rin und die Bewer­ber etwas näher vor­stel­len. Den Anfang macht der 55-jäh­ri­ge Aimo Bar­tel. In unse­rem „Twit­ter-Steck­brief“ beant­wor­tet er als ers­ter Kan­di­dat unse­re vie­len Fra­gen.

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„Was ist das schlimmste, was du je als Nazi gemacht hast?“ - „Offenes Haus NRW“ im Gespräch mit Maik Scheffler

Heu­te ist der „Inter­na­tio­na­le Tag gegen Ras­sis­mus”: Seit 1966 wird am 21. März an das Mas­sa­ker von Shar­pe­vil­le in Süd­afri­ka gedacht: Im März 1960 demons­trier­ten dort meh­re­re Tau­send Men­schen gegen die Pass­ge­set­ze des Apart­heid-Regimes. Die gewalt­freie und fried­li­che Pro­test­ak­ti­on wur­de blu­tig nie­der­ge­schla­gen. 69 Men­schen star­ben. Fast 60 Jah­re spä­ter gibt es zwar Fort­schrit­te im Kampf gegen Ras­sis­mus, den­noch besteht er auf allen Ebe­nen unse­rer Gesell­schaft fort.

Anläss­lich des Welt­ta­ges gegen Ras­sis­mus könnt ihr heu­te bei „Ber­tas Blog” ein Inter­view mit dem ehe­ma­li­gen NPD-Mit­glied Maik Scheff­ler lesen, das er unse­ren Freun­den von der Schü­ler­zei­tung „Offe­nes Haus NRW” gege­ben hat. Er arbei­tet heu­te als Refe­rent für „EXIT-Deutsch­land”, einem Aus­stei­ger­pro­gramm für Per­so­nen aus der rechts­ex­tre­men Sze­ne. Ihnen erzähl­te er von sei­ner Ver­gan­gen­heit als Rechts­ex­tre­mist und den beson­de­ren Bedin­gun­gen in sei­ner Hei­mat, die zu extre­mis­ti­schen Ten­den­zen geführt haben.

Offe­nes Haus NRW: Haben Sie noch Inter­es­se an Poli­tik? Bei der AfD mein­ten Sie im Vor­ge­spräch, da wür­de es nicht gehen. Wol­len Sie sich bei der CDU, SPD oder ande­ren Par­tei­en bewer­ben?

Maik Scheff­ler: (lacht) Ich glau­be mei­ne Bewer­bungs­chan­cen wären recht schlecht. Außer gera­de bei der CDU in Sach­sen, die haben gera­de so einen Rechts­ruck. Also ich habe noch immer gro­ßes Inter­es­se an Poli­tik. Ich ver­fol­ge sie und las­se auch oft mei­ne Mei­nung da. Sehr sel­ten nur noch, weil ich ja frü­her immer sehr prä­sent in sozia­len Netz­wer­ken war. Ich habe in Sach­sen laut einer Sta­tis­tik als Poli­ti­ker die meis­ten Ver­an­stal­tun­gen gege­ben und die zweit­meis­ten Reden gehal­ten.

Ich woll­te erst­mal nichts mehr davon hören. Aber man kriegt das ja nie los, sieht kla­rer, weil man sich damit beschäf­tigt. Ich sehe die AfD mit einem kla­ren Bild. Die AfD besteht nicht nur aus Rechts­ex­tre­mis­ten. Die AfD hat einen rie­si­gen Flü­gel davon, es sind sehr vie­le Rechts­ex­tre­mis­ten da drin und es sind vie­le Nazis. Aber auf der ande­ren Sei­te gibt es sehr vie­le Men­schen, die man frü­her rechts zur CDU gese­hen hät­te. Aber die­se Flü­gel wis­sen selbst, dass sie eigent­lich nicht zusam­men­pas­sen. Aus wahl­stra­te­gi­schen Grün­den wer­den sie krampf­haft zusam­men­ge­hal­ten. Sowas wird für mich nie­mals eine Opti­on sein. Die SPD auch nicht, aber aus pro­gram­ma­ti­scher Sicht nicht.

Ich hab’ mir mal über­legt bei den Frei­en Wäh­lern nur noch auf kom­mu­na­ler Ebe­ne tätig zu sein. Weil ich noch im Stadt­rat und im Kreis­rat bin. Natür­lich ohne NPD-Man­dat. Ich bin jetzt ein­fach par­tei­los. Und ich denk’ mal, wenn man etwas ver­än­dern kann, dann nur auf kleins­ter Ebe­ne. Von der CDU sind schon wel­che auf mich zuge­kom­men, die mit mir reden woll­ten. Es kann auch pas­sie­ren, dass ich am Ende sage: „Ich bin eigent­lich zufrie­den mit dem was ich mache. Las­sen wir das mal mit der Poli­tik.“. Ich weiß es also noch nicht.

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„Nein, ich glaube, die Demokratie befindet sich derzeit nicht in einer Krise.“ - Interview mit Florian Engels (Teil 4)

Abschlie­ßend haben wir mit Flo­ri­an Engels über die Demo­kra­tie in Deutsch­land gespro­chen. Wir haben ihn auch gefragt, wie er die Lage der Geflüch­te­ten in Bran­den­burg und den Stand der Inte­gra­ti­on ein­schätzt - nach den Mes­ser­at­ta­cken von syri­schen Jugend­li­chen in Cott­bus. Am inter­es­san­tes­ten fan­den wir sei­ne Mei­nung zur AfD.

Ber­tas Blog: Wie den­ken Sie über Kin­der­rech­te in Deutsch­land?

Flo­ri­an Engels: Mit der Geburt ist jeder Mensch gleich, egal ob er in Ban­gla­desch, im Sene­gal, in Deutsch­land, in Forst oder in Cott­bus gebo­ren ist. Er hat das Recht, ein frei­er Mensch zu sein, dem kei­ne Gewalt ange­tan wer­den darf. Das ist ein Grund­satz. Zu den Kin­der­rech­ten gibt es eine UN-Kon­ven­ti­on. Es gibt auch Über­le­gun­gen, sie in das Grund­ge­setz auf­zu­neh­men. Ob sich die Situa­ti­on für Kin­der in Deutsch­land ver­bes­sern wür­de, wenn Kin­der­rech­te in die Ver­fas­sung kämen, weiß ich nicht ganz genau, weil Men­schen­rech­te, die auch Kin­der­rech­te sind, schon im Grund­ge­setz garan­tiert wer­den. Mit den Rech­ten sind auch Pflich­ten ver­bun­den. Das gilt für Kin­der wie für Erwach­se­ne. Es gibt für Kin­der kei­ne unein­ge­schränk­ten Rech­te. Ihre Frei­heits­rech­te wer­den durch gesell­schaft­li­che Ver­ein­ba­run­gen – zum Bei­spiel Geset­ze – begrenzt, z. B. dass Kin­der zur Schu­le gehen müs­sen. In man­chen Staa­ten Asi­ens ist z. B. Kin­der­ar­beit rech­tens. Das ist für uns über­haupt nicht rech­tens. Aber wir kön­nen für die Kin­der dort etwas tun, z. B. nur Waren kau­fen, die nicht aus Kin­der­ar­beit kom­men oder einen „fair trade“-Siegel haben.

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