Browse Tag

Meinung

Es wird Zeit, sich zu bewegen, höchste Zeit, dass was passiert

Unter die­ses Mot­to wür­den wir gern den Monat Novem­ber stel­len.

Sei es, Ach­tung, Spoi­ler, im Bezug auf selbst­fah­ren­de Autos, unser Essen oder aber ein­fach nur den Brust­um­fang weib­li­cher Com­pu­ter­cha­rak­te­re.

Nach rund einem Jahr, dass es Ber­tas Blog nun mitt­ler­wei­le in die­ser Form gibt, ist es unse­rer Mei­nung nach aber auch Zeit, euch end­lich ein wenig mehr ein­zu­bin­den.

Des­we­gen wol­len wir, begin­nend mit dem heu­ti­gen Tag, ab sofort immer ein The­ma haben, was uns einen Monat lang quer durch all unse­re Kate­go­ri­en beglei­ten soll. Um dabei aber sicher zu gehen, dass wir nicht an euch vor­bei schrei­ben, wol­len wir die Vor­tei­le moder­ner Tech­nik voll aus­nut­zen, und, wie wir es auch schon bei dem Namen unse­res männ­li­chen Kak­tus gemacht haben, direkt mit in den Pro­zess der Ent­schei­dungs­fin­dung ein­bin­den.

Unter die­sem lang­wei­li­gen Text fin­det ihr eine Umfra­ge, an der wir euch sehr bit­ten wür­den, teil­zu­neh­men und somit euren Bei­trag dafür zu leis­ten, dass Ber­tas Blog in Zukunft noch näher an dem dran ist, was euch inter­es­siert. Denn dafür sind wir ja schließ­lich da.

Also, teilt uns mit, wovon ihr gern mehr lesen wür­det, und wenn das, wor­auf ihr Lust habt, da noch nicht steht, dann schreibt es ein­fach dazu. Wir sind gespannt auf eure Ide­en und Vor­schlä­ge.

Ber­tas Blog

 

Alkohol versus Spielsucht - Eine Gefahrenanalyse

Jus­ti­tia, die römi­sche Göt­tin der Gerech­tig­keit, wird meist mit ver­bun­de­nen Augen dar­ge­stellt, als Zei­chen dafür, dass sie, ohne Anse­hen der betrof­fe­nen Per­son, frei und unvor­ein­ge­nom­men Han­delt.

Und so wer­de auch ich, als nicht (mehr) direkt von den Vor­gän­gen am Fors­ter Gym­na­si­um betrof­fe­ner, mich bemü­hen, eine mög­lichst nüch­tern-objek­ti­ve Ein­schät­zung eines Sach­ver­hal­tes vor­zu­neh­men, der der­zeit in der Redak­ti­on von Ber­tas Blog für eini­gen Gesprächs­stoff sorgt: Das Abi-Mot­to der jet­zi­gen 11. Klas­se. Ursprüng­lich geplant war „Abi­os Ami­gos – 12 Jah­re Fies­ta“, was jedoch als nicht ange­mes­sen und fei­er­lich genug von der Schul­lei­tung zurück­ge­wie­sen wur­de. Der nun akzep­tier­te Vor­schlag lau­tet „Abi Vegas – Ass im Ärmel, Abi in der Tasche“. Es war also die Wahl zwi­schen einem offe­nen Bekennt­nis zu Par­ty und Alko­hol­kon­sum und dem Ver­weis auf das Syn­onym für Spiel­sucht und Sit­ten­ver­fall schlecht­hin. Was in Vegas pas­siert, bleibt auch in Vegas. Ich den­ke wir wis­sen alle, dass damit nicht das Ver­hal­ten gemeint ist, wel­ches man von der außer­uni­ver­si­tä­ren Bil­dungs­eli­te Deutsch­lands ver­lan­gen kann und soll­te, immer­hin bekom­men die Schü­le­rin­nen und Schü­ler an die­sem Abend den höchs­ten Grad der All­ge­mein­bil­dung zuer­kannt, den wir in Deutsch­land zu bie­ten haben.

Wei­ter­le­sen

Von den Schwierigkeiten des T-Shirt-Shoppens

Ich bin eine Feu­er­wehr­frau. Und weil das ziem­lich cool ist, war ich letz­tens auf der Suche nach einem genau­so coo­len Shirt. Ich such­te also nach „Fire­figh­ter womans-clo­thes” (Im Übri­gen ist das Wort „fire­figh­ter” phan­tas­tisch. Zum einen, weil es geschlechts­neu­tral ist, nicht wie im Deut­schen „Feu­er­wehr­mann” und „Feu­er­wehr­frau”, zum ande­ren, weil es ein­fach hun­dert mal coo­ler klingt.) und wur­de wie immer auf Red­bub­b­le fün­dig. Die ers­ten zehn T-Shirts bezo­gen sich auch wahr­haf­tig auf weib­li­che Feu­er­wehr­leu­te, waren aller­dings nicht gera­de hübsch. Alle ande­ren 1.088 Ergeb­nis­se tru­gen Schrift­zü­ge wie „Fire­figh­ter girl­fri­end”, „Fire­figh­ter wife”, „Sor­ry, this girl is taken by a hot & sexy fire­figh­ter”, „pro­per­ty of a xxl fire­figh­ter” und ähn­li­che. So weit, so beschi**en.

Aber dann sprang mich die­ses Shirt an. Und das setzt dem Gan­zen doch wahr­haf­tig die (rosa glit­zern­de Prinzessinnen-)Krone auf! „Mei­nen Feu­er­wehr­mann zu ver­mis­sen, ist mein Hob­by. Für ihn zu sor­gen, ist mein Job. Ihn glück­lich zu machen, ist mei­ne Pflicht und ihn zu lie­ben, ist mein Leben.“

Wei­ter­le­sen

Disziplin – Ja, aber…

Ich bin nun seit dem 03.04. bei der Bun­des­wehr. Mari­ne. Des­we­gen gab es die letz­ten paar Wochen auch kei­nen neu­en Arti­kel von mir, da ich erst jetzt die Zeit gefun­den habe, ein paar Zei­len zu schrei­ben.

Eine der ers­ten Sachen, die einem in den Kopf kom­men, wenn man an Bun­des­wehr, oder Armee all­ge­mein, denkt, sind Din­ge wie Dis­zi­plin und Ord­nung. Denn, und das ist halt (lei­der) ein Fakt, ohne Dis­zi­plin und Ord­nung könn­te die Bun­des­wehr nicht exis­tie­ren.

Das ist aber an sich erst­mal noch gar nichts schlim­mes, immer­hin könn­te auch unse­re Gesell­schaft, unse­re Demo­kra­tie, Deutsch­land, eine Schu­le oder selbst eine Fami­lie ohne gewis­se Regeln und deren Ein­hal­tung (und um nichts ande­res geht es bei Dis­zi­plin ja) nicht exis­tie­ren. Sie wür­den alle schlicht zer­fal­len, und sich nach (dann ver­mut­lich ande­ren Regeln) wie­der neu bil­den.

Es ist also kei­ne Fra­ge nach dem OB, son­dern eine nach dem WIEVIEL. Wei­ter­le­sen

Sexismus: Made in Germany - Anne Willsch

Na, an was denkt ihr, wenn ihr Wör­ter wie „Muschi­flüs­te­rer”, „Supa­pim­mel„und „Schnell­bumser” hört? Ganz bestimmt nicht an Pull­over, Sweat­shirts und Jog­ging­ho­sen, oder? Doch das deut­sche Fashion Label „Naketa­no – Bra­ve New World” taggt sei­ne Kla­mot­ten mit genau die­sen teils sehr anstö­ßi­gen Namen.

Es geht noch kras­ser:

Wei­ter­le­sen

Einheitsbrei - Pauline Kling

Manch­mal – na gut, sehr oft – habe ich das Gefühl, in der fal­schen Gene­ra­ti­on gebo­ren wor­den zu sein. Da sagen natür­lich alle gleich „aber wir haben Smart­pho­nes und moder­ne Tech­nik“. Aber mal ganz ehr­lich, das kann doch nicht alles sein, was euch wich­tig ist?

Mein Pro­blem mit unse­rer Gene­ra­ti­on ist, dass alles schön ist. Alle Leu­te sind schön, alle Kla­mot­ten sind schön, die gan­ze Musik ist schön, alles ist schön. Schön gleich. Schön lang­wei­lig. Schö­ner Ein­heits­brei. Wei­ter­le­sen

Die Mühlen der Bürokratie - Ein Interview mit der Integrations- und Behindertenbeauftragten Annett Noack

Am 02.03.2017 hat­ten wir Annett Noack bei uns zu Besuch. Sie ist 42 Jah­re alt und hat 2 Kin­der. Frau Noack hat Sozi­al­päd­ago­gik stu­diert und arbei­tet nun im Land­kreis als Inte­gra­ti­ons- und Behin­der­ten­be­auf­trag­te. Bei unse­rem Inter­view haben wir sie als ers­tes auf die Abschie­bung von Asyl­be­wer­bern ange­spro­chen. Sie woll­te uns, bevor sie auf die­ses The­ma ein­geht, einen gro­ben Ein­blick davon geben, was vor der Abschie­bung pas­siert. Die 42jährige berich­te­te, dass die Asyl­be­wer­ber sich als ers­tes beim Staat mel­den müs­sen (Eisen­hüt­ten­stadt) und dort kön­nen sie dann Asyl bean­tra­gen. Von dort aus wer­den sie dann in die Kom­mu­nen geschickt. Da die Fami­li­en einem Land­kreis zuge­ord­net wur­den, wer­den die Kin­der schul­pflich­tig. Wäh­rend­des­sen läuft das Asyl­ver­fah­ren wei­ter. Nach einer gewis­sen Zeit wer­den die Fami­li­en ein­ge­la­den um zu schil­dern, war­um sie geflo­hen sind. Danach wird geprüft, ob sie die Wahr­heit sagen. Nach 3 Mona­ten bis 2 Jah­ren kriegt man dann den Ableh­nungs­be­scheid, wenn die Grün­de nicht aner­kannt wer­den. Der Abschie­bungs­be­scheid erfolgt, wenn die Fami­li­en nicht von selbst abge­reist sind, da sie ja extra hier­her gekom­men sind und eine Flucht pro Per­son ca. 6.000 – 8.000 Euro kos­tet. Der Land­kreis hat kei­nen Ein­fluss auf den Abschie­bungs­be­scheid. Wenn sie es nicht akzep­tie­ren, gibt es eine Här­te­fall­kom­mis­si­on. Der Bran­den­bur­gi­sche Innen­mi­nis­ter (Herr Schrö­ter) bestimmt, ob sie blei­ben kön­nen. Wei­ter­le­sen

NakedIsNormal - Ja, aber...

Ich gebe ganz offen zu, dass ich wohl nicht weni­ger über­rascht war als der Rest der (männ­li­chen) Welt­be­völ­ke­rung, als der Play­boy bekannt gab, nun kei­ne Nackt­bil­der mehr zei­gen zu wol­le. All­zu lan­ge haben sie das jedoch nicht durch­ge­hal­ten, denn nun wur­de ein erneu­ter Kurs­wech­sel ver­kün­det: Ab die­sem März gibt es wie­der nack­te Frau­en zu sehen. End­lich, wie die einen mei­nen, ein Schritt in die voll­kom­men fal­sche Rich­tung, die ande­ren.

Noch viel bemer­kens­wer­ter als die blo­ße Tat­sa­che, dass man sich erst dazu ent­schließt, nicht län­ger auf stump­fe Nackt­heit zu set­zen und sich selbst­kri­tisch hin­ter­fragt, das dann jedoch nach nicht mal einem Jahr wie­der auf­gibt, fand ich jedoch die Begrün­dung. Wei­ter­le­sen

Homophobie - Pauline Kling

Homo­pho­bie ist die Angst gewis­ser Män­ner davor, von einem ande­ren Mann auf die Art als Beu­te betrach­tet zu wer­den, wie sie selbst es bei Frau­en tun.

In Zei­ten des Inter­nets bin ich damit wahr­schein­lich schon wie­der viel zu spät dran, aber den­noch kann ich es nicht unkom­men­tiert las­sen.

Ganz You­Tube ist in Auf­ruhr, weil Homo­pho­bie wie­der zum Trend zu wer­den scheint. Und sein wir ehr­lich, das ist im 21. Jahr­hun­dert völ­lig fehl­plat­ziert.

Mitt­ler­wei­le soll­ten wir alle wis­sen, dass Schwu­le, Les­ben, Bise­xu­el­le Tran­se­xu­el­le, Ase­xu­el­le und was es nicht noch alles gibt kei­nem was tun. Wenn dir ein*e Homosexuelle*r vom glei­chen Geschlecht bege­get, wird er oder sie dir nicht gleich die Zun­ge in den Hals ste­cken und dich begrab­schen. Das wür­den ja auch die wenigs­ten Hete­ro­se­xu­el­len beim ande­ren Geschlecht machen (hof­fe ich). Doch anschei­nend hat das noch immer nicht jeder ver­stan­den. Wei­ter­le­sen