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Meinung

Von den Schwierigkeiten des T-Shirt-Shoppens

Ich bin eine Feu­er­wehr­frau. Und weil das ziem­lich cool ist, war ich letz­tens auf der Suche nach einem genau­so coo­len Shirt. Ich such­te also nach „Fire­figh­ter womans-clo­thes” (Im Übri­gen ist das Wort „fire­figh­ter” phan­tas­tisch. Zum einen, weil es geschlechts­neu­tral ist, nicht wie im Deut­schen „Feu­er­wehr­mann” und „Feu­er­wehr­frau”, zum ande­ren, weil es ein­fach hun­dert mal coo­ler klingt.) und wur­de wie immer auf Red­bub­b­le fün­dig. Die ers­ten zehn T-Shirts bezo­gen sich auch wahr­haf­tig auf weib­li­che Feu­er­wehr­leu­te, waren aller­dings nicht gera­de hübsch. Alle ande­ren 1.088 Ergeb­nis­se tru­gen Schrift­zü­ge wie „Fire­figh­ter girl­fri­end”, „Fire­figh­ter wife”, „Sor­ry, this girl is taken by a hot & sexy fire­figh­ter”, „pro­per­ty of a xxl fire­figh­ter” und ähn­li­che. So weit, so beschi**en.

Aber dann sprang mich die­ses Shirt an. Und das setzt dem Gan­zen doch wahr­haf­tig die (rosa glit­zern­de Prinzessinnen-)Krone auf! „Mei­nen Feu­er­wehr­mann zu ver­mis­sen, ist mein Hob­by. Für ihn zu sor­gen, ist mein Job. Ihn glück­lich zu machen, ist mei­ne Pflicht und ihn zu lie­ben, ist mein Leben.“

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Disziplin – Ja, aber…

Ich bin nun seit dem 03.04. bei der Bun­des­wehr. Mari­ne. Des­we­gen gab es die letz­ten paar Wochen auch kei­nen neu­en Arti­kel von mir, da ich erst jetzt die Zeit gefun­den habe, ein paar Zei­len zu schrei­ben.

Eine der ers­ten Sachen, die einem in den Kopf kom­men, wenn man an Bun­des­wehr, oder Armee all­ge­mein, denkt, sind Din­ge wie Dis­zi­plin und Ord­nung. Denn, und das ist halt (lei­der) ein Fakt, ohne Dis­zi­plin und Ord­nung könn­te die Bun­des­wehr nicht exis­tie­ren.

Das ist aber an sich erst­mal noch gar nichts schlim­mes, immer­hin könn­te auch unse­re Gesell­schaft, unse­re Demo­kra­tie, Deutsch­land, eine Schu­le oder selbst eine Fami­lie ohne gewis­se Regeln und deren Ein­hal­tung (und um nichts ande­res geht es bei Dis­zi­plin ja) nicht exis­tie­ren. Sie wür­den alle schlicht zer­fal­len, und sich nach (dann ver­mut­lich ande­ren Regeln) wie­der neu bil­den.

Es ist also kei­ne Fra­ge nach dem OB, son­dern eine nach dem WIEVIEL. Wei­ter­le­sen

Sexismus: Made in Germany - Anne Willsch

Na, an was denkt ihr, wenn ihr Wör­ter wie „Muschi­flüs­te­rer”, „Supa­pim­mel„und „Schnell­bumser” hört? Ganz bestimmt nicht an Pull­over, Sweat­shirts und Jog­ging­ho­sen, oder? Doch das deut­sche Fashion Label „Naketa­no – Bra­ve New World” taggt sei­ne Kla­mot­ten mit genau die­sen teils sehr anstö­ßi­gen Namen.

Es geht noch kras­ser:

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Einheitsbrei - Pauline Kling

Manch­mal – na gut, sehr oft – habe ich das Gefühl, in der fal­schen Gene­ra­ti­on gebo­ren wor­den zu sein. Da sagen natür­lich alle gleich „aber wir haben Smart­pho­nes und moder­ne Tech­nik“. Aber mal ganz ehr­lich, das kann doch nicht alles sein, was euch wich­tig ist?

Mein Pro­blem mit unse­rer Gene­ra­ti­on ist, dass alles schön ist. Alle Leu­te sind schön, alle Kla­mot­ten sind schön, die gan­ze Musik ist schön, alles ist schön. Schön gleich. Schön lang­wei­lig. Schö­ner Ein­heits­brei. Wei­ter­le­sen

Die Mühlen der Bürokratie - Ein Interview mit der Integrations- und Behindertenbeauftragten Annett Noack

Am 02.03.2017 hat­ten wir Annett Noack bei uns zu Besuch. Sie ist 42 Jah­re alt und hat 2 Kin­der. Frau Noack hat Sozi­al­päd­ago­gik stu­diert und arbei­tet nun im Land­kreis als Inte­gra­ti­ons- und Behin­der­ten­be­auf­trag­te. Bei unse­rem Inter­view haben wir sie als ers­tes auf die Abschie­bung von Asyl­be­wer­bern ange­spro­chen. Sie woll­te uns, bevor sie auf die­ses The­ma ein­geht, einen gro­ben Ein­blick davon geben, was vor der Abschie­bung pas­siert. Die 42jährige berich­te­te, dass die Asyl­be­wer­ber sich als ers­tes beim Staat mel­den müs­sen (Eisen­hüt­ten­stadt) und dort kön­nen sie dann Asyl bean­tra­gen. Von dort aus wer­den sie dann in die Kom­mu­nen geschickt. Da die Fami­li­en einem Land­kreis zuge­ord­net wur­den, wer­den die Kin­der schul­pflich­tig. Wäh­rend­des­sen läuft das Asyl­ver­fah­ren wei­ter. Nach einer gewis­sen Zeit wer­den die Fami­li­en ein­ge­la­den um zu schil­dern, war­um sie geflo­hen sind. Danach wird geprüft, ob sie die Wahr­heit sagen. Nach 3 Mona­ten bis 2 Jah­ren kriegt man dann den Ableh­nungs­be­scheid, wenn die Grün­de nicht aner­kannt wer­den. Der Abschie­bungs­be­scheid erfolgt, wenn die Fami­li­en nicht von selbst abge­reist sind, da sie ja extra hier­her gekom­men sind und eine Flucht pro Per­son ca. 6.000 – 8.000 Euro kos­tet. Der Land­kreis hat kei­nen Ein­fluss auf den Abschie­bungs­be­scheid. Wenn sie es nicht akzep­tie­ren, gibt es eine Här­te­fall­kom­mis­si­on. Der Bran­den­bur­gi­sche Innen­mi­nis­ter (Herr Schrö­ter) bestimmt, ob sie blei­ben kön­nen. Wei­ter­le­sen

NakedIsNormal - Ja, aber...

Ich gebe ganz offen zu, dass ich wohl nicht weni­ger über­rascht war als der Rest der (männ­li­chen) Welt­be­völ­ke­rung, als der Play­boy bekannt gab, nun kei­ne Nackt­bil­der mehr zei­gen zu wol­le. All­zu lan­ge haben sie das jedoch nicht durch­ge­hal­ten, denn nun wur­de ein erneu­ter Kurs­wech­sel ver­kün­det: Ab die­sem März gibt es wie­der nack­te Frau­en zu sehen. End­lich, wie die einen mei­nen, ein Schritt in die voll­kom­men fal­sche Rich­tung, die ande­ren.

Noch viel bemer­kens­wer­ter als die blo­ße Tat­sa­che, dass man sich erst dazu ent­schließt, nicht län­ger auf stump­fe Nackt­heit zu set­zen und sich selbst­kri­tisch hin­ter­fragt, das dann jedoch nach nicht mal einem Jahr wie­der auf­gibt, fand ich jedoch die Begrün­dung. Wei­ter­le­sen

Homophobie - Pauline Kling

Homo­pho­bie ist die Angst gewis­ser Män­ner davor, von einem ande­ren Mann auf die Art als Beu­te betrach­tet zu wer­den, wie sie selbst es bei Frau­en tun.

In Zei­ten des Inter­nets bin ich damit wahr­schein­lich schon wie­der viel zu spät dran, aber den­noch kann ich es nicht unkom­men­tiert las­sen.

Ganz You­Tube ist in Auf­ruhr, weil Homo­pho­bie wie­der zum Trend zu wer­den scheint. Und sein wir ehr­lich, das ist im 21. Jahr­hun­dert völ­lig fehl­plat­ziert.

Mitt­ler­wei­le soll­ten wir alle wis­sen, dass Schwu­le, Les­ben, Bise­xu­el­le Tran­se­xu­el­le, Ase­xu­el­le und was es nicht noch alles gibt kei­nem was tun. Wenn dir ein*e Homosexuelle*r vom glei­chen Geschlecht bege­get, wird er oder sie dir nicht gleich die Zun­ge in den Hals ste­cken und dich begrab­schen. Das wür­den ja auch die wenigs­ten Hete­ro­se­xu­el­len beim ande­ren Geschlecht machen (hof­fe ich). Doch anschei­nend hat das noch immer nicht jeder ver­stan­den. Wei­ter­le­sen

101 Verwendungen für NPD-Plakate, Nummern 11 bis 20

Und wei­ter geht es mit dem zwei­ten Teil unse­rer prak­ti­schen Rat­ge­ber-Serie, in der wir uns damit beschäf­ti­gen, wie unglaub­lich prak­tisch NPD-Pla­ka­te doch sein kön­nen, solan­ge man sie nicht auf­hängt.

Hier nun also die Num­mern 11 bis 20:

 

11. Als White­board

Die wei­ße Rück­sei­te eines NPD-Pla­ka­tes ist ide­al dafür geeig­net, um dar­auf wich­ti­ge Noti­zen (etwa den Geburts­tag der Freun­din, den Count­down bis zum Ende der Amts­zeit Donald Trumps oder aber Arti­kel 1 des Grund­ge­set­zes) fest­zu­hal­ten. Ein­fach mit Glas­rei­ni­ger wie­der ablö­sen und neu beschrei­ben.

12. Als Piz­za­tel­ler Wei­ter­le­sen

Wenn die KI zum Rassisten wird - Julian Böhm

Wohl kaum ein Bereich hat in den letz­ten Jah­ren so an Bedeu­tung gewon­nen wie der der künst­li­chen Intel­li­genz. Und wohl kaum ein Bereich wird in Zukunft so eine wich­ti­ge Rol­le spie­len, egal ob im All­tag, im Beruf oder der Schu­le.

Es ist also durch­aus ange­bracht, sich ein­mal mehr mit den Risi­ken und Gefah­ren einer sol­chen Tech­no­lo­gie zu beschäf­ti­gen. Erst letz­te Woche stieß ich auf eine Pro­jekt von Micro­soft, das bereits im Mai 2016 unter der Bezeich­nung „Tay“ mit mehr oder min­der gro­ßem Erfolg durch­ge­führt wur­de. Wei­ter­le­sen