Woche des individuellen Lernens: vom Kraftwerk Jänschwalde bis zum Spionagemuseum

Vom 13.12. bis 20.12.2017 - von Mitt­woch bis Mitt­woch - war für die Schü­ler des 9. und 10. Jahr­gangs des Fried­rich-Lud­wig-Jahn-Gym­na­si­ums die „Woche des indi­vi­du­el­len Ler­nens”. Was genau haben sie gemacht und wie emp­fan­den sie es? Ich habe die Schü­ler genau das gefragt. Heu­te erfahrt ihr mehr über die Neunt­kläs­ser, mor­gen geht es dann hier wei­ter mit den Zehnt­kläss­lern.

Der 9. Jahr­gang hat­te das Ziel, am Ende der Woche Bewer­bun­gen schrei­ben zu kön­nen. Von Mon­tag bis Mitt­woch gab es drei Auf­ga­ben, wobei jede Klas­se von Tag zu Tag wech­sel­te, sodass jeder an jedem Pro­jekt teil­nahm.

Die 9a besuch­te am 13.12.2017 das Kraft­werk in Jänsch­wal­de. Wäh­rend­des­sen schrieb die 9b einen Lebens­lauf - hand­schrift­lich sowie am Com­pu­ter. Die Schü­ler der 9c nah­men an die­sem Tag an einem Eig­nungs­test teil, den jeder, der im Kraft­werk arbei­ten möch­te, bestehen muss.

Eine Schü­le­rin der Fran­zö­sisch­klas­se ist der Mei­nung, dass das Bewer­bungs­trai­ning viel gebracht hat. Sie fin­det beson­ders gut, dass die Klas­se Vor­la­gen bekom­men hat, sodass sie spä­ter, wenn sie tat­säch­lich Bewer­bun­gen schrei­ben muss, immer noch weiß, wie sie es machen soll. Sie sieht Vor­tei­le am hand­ge­schrie­be­nen und am Com­pu­ter geschrie­be­nen Lebens­lauf. „Der, am Com­pu­ter, sieht über­sicht­li­cher aus, aber beim selbst­ge­schrie­be­nen erkennt man die Hand­schrift noch dazu und man sieht, wie ordent­lich und genau die Per­son ist“, so die Neunt­kläss­le­rin. Eine ande­re Schü­le­rin meint eben­falls, dass das Bewer­bungs­trai­ning sinn­voll war. Sie sagt: „Um eine Bewer­bung zu schrei­ben, wäre ich jetzt eigent­lich ganz fit.“

In Jänsch­wal­de hat es den meis­ten Schü­lern gefal­len. Sie fan­den es gut, dass sie einen Über­blick über die Beru­fe bekom­men haben. Das High­light des Tages war der Besuch auf einem Aus­sichts­punkt, von dem sie auf das Kraft­werk bli­cken konn­ten. Jedoch bemän­gelt eine Schü­le­rin, dass der Aus­flug zu lang war und man sich irgend­wann nicht mehr kon­zen­trie­ren konn­te. Ein Schü­ler übt eben­falls Kri­tik an dem Umfang des Pro­jekts: „Es war lang­at­mig, da es immer das glei­che war“. Ein Mäd­chen aus der Rus­sisch­klas­se emp­fand den Aus­flug zum Kraft­werk als sehr lang­wei­lig; den Eig­nungs­test zu machen, fand sie aber inter­es­sant.

Am Don­ners­tag hat­te der gan­ze Jahr­gang Wan­der­tag und ist nach Ber­lin gefah­ren. Der Groß­teil der Schü­ler hat sich im Spio­na­ge­mu­se­um eine Aus­stel­lung ange­se­hen, jedoch ohne eine Füh­rung zu machen. Die Schü­ler fan­den die­ses Muse­um „ganz ok“. Eine klei­ne Grup­pe hat wäh­rend­des­sen eine Füh­rung auf der Stra­ße „Unter der Lin­den” mit Frau Raschack gemacht. Eine Schü­le­rin war erst skep­tisch und dach­te, dass dies lang­wei­lig wer­de, aber sie fand die Füh­rung am Ende rich­tig gut. Es gefiel ihr, weil es bloß eine rela­tiv klei­ne Grup­pe war und Frau Raschack den Vor­trag ent­spannt gehal­ten hat.

Frei­tags hat­te der Jahr­gang nor­mal Unter­richt. Man­che Schü­ler emp­fan­den das als unfair, da ande­re Klas­sen Pro­jek­te hat­ten. Ande­ren Schü­lern hat das nichts aus­ge­macht, da der Tag trotz­dem nicht son­der­lich stres­sig war.

Am Mon­tag der „Woche des indi­vi­du­el­len Ler­nens” hat­te der 9. Jahr­gang Vol­ley­ball­tur­nier. Die 9a gewann das Tur­nier, gefolgt von der 9b und die 9c bil­de­te das Schluss­licht.

Frau Mant­will ver­an­stal­te­te am Diens­tag einen „Talent­etag“: Jeder Schü­ler der 9c hat in vier Stun­den eine Power­Point-Prä­sen­ta­ti­on erstellt und hielt am fol­gen­den Tag einen klei­nen Vor­trag über sein Talent. Es gab Talen­te in fol­gen­den Rich­tun­gen: Fuß­ball, Sin­gen, Tan­zen, Rei­ten, Judo, Tur­nen und Zeich­nen. Die 9b gestal­te­te den Diens­tag jedoch anders. Früh haben die Schü­ler gebas­telt und sind anschlie­ßend Bow­len gegan­gen. So ähn­lich war es auch bei der 9a. Die Klas­se hat zwar eben­falls gebas­telt, aber danach einen Film geguckt.

Am letz­ten Tag der „Woche des indi­vi­du­el­len Ler­nens” saßen die Klas­sen mit den Klas­sen­lei­tern zusam­men, haben gemein­sam gefrüh­stückt oder Spie­le gespielt und die Woche zusam­men aus­ge­wer­tet.

Alle befrag­ten Schü­ler des 9. Jahr­gangs fan­den die Woche recht gut und haben kei­ne Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge. Zusam­men­fas­send kann man sagen, dass die „Woche des indi­vi­du­el­len Ler­nens” ein Erfolg bei den Neunt­kläss­lern war.

 

Saman­tha Sin­ger


Schreibe einen Kommentar