Woche des individuellen Lernens: vom Cottbuser Gericht zum Berliner Dungeon

Ges­tern waren die Neunt­kläss­ler dran, heu­te nun erfahrt ihr von mir mehr über die „Woche des indi­vi­du­el­len Ler­nens” (13.12.-20.12.2017) der zehn­ten Klas­sen am Gym­na­si­um.

Dem 10. Jahr­gang stan­den ver­schie­de­ne Pro­jek­te zur Aus­wahl: Es gab einen Ers­te-Hil­fe-Kurs, eine AG Rechts­kun­de, ein Schach-Ange­bot mit dem frü­he­ren Fors­ter Bür­ger­meis­ter Jür­gen Gold­schmidt und ein Mathe­ma­tik­trai­ning.

Schon am Mon­tag hat­te die AG Rechts­kun­de mit dem Staats­an­walt Tho­mas Grot­haus begon­nen. Ein Schü­ler hat sich für das Pro­jekt ent­schie­den, weil er zum Zoll gehen möch­te und sich dafür mit dem Gesetz aus­ein­an­der­set­zen muss. Am Mitt­woch waren alle AG-Mit­glie­der in Cott­bus beim Gericht. Die Schü­ler nah­men an meh­re­ren Ver­hand­lun­gen teil und haben zuge­hört, wie das Urteil gefällt wur­de. Zu den Straf­ta­ten gehör­ten Dieb­stahl und Urkun­den­fäl­schung. Sich die Ver­fah­ren anzu­hö­ren, habe ihm Spaß gemacht, meint ein Schü­ler. Und eine ande­re Schü­le­rin erklärt, sie habe sich für die­ses Pro­jekt ent­schie­den, um zu gucken, ob der Beruf etwas für sie wäre. Sie hät­te auch gern bei dem Ers­te-Hil­fe-Kurs mit­ge­macht, jedoch wur­de die­ses Pro­jekt län­ger im Vor­aus ange­kün­digt. Aus dem Ers­te-Hil­fe-Kurs gibt es zu berich­ten, dass sich ein Schü­ler den Kurs für sei­nen Füh­rer­schein anrech­nen las­sen möch­te. Das klappt aber nur, wenn man den Füh­rer­schein in den nächs­ten zwei Jah­ren macht.

Am Don­ners­tag hat­te der 10. Jahr­gang Wan­der­tag. Die 10a ist nach Gör­litz und die 10b nach Ber­lin gefah­ren, wäh­rend die 10c in Forst geblie­ben ist und in der Tuch­fa­brik bow­len war. In Gör­litz haben die Schü­ler einen Stadt­rund­gang gemacht und dabei inter­es­san­te Infor­ma­tio­nen über Gör­litz erfah­ren. Anschlie­ßend konn­ten sie sich frei in Gör­litz bewe­gen und die Stadt erkun­den. Die Fran­zö­sisch­klas­se war in Ber­lin im Dun­ge­on und ist anschlie­ßend auf den Weih­nachts­markt gegan­gen.

Frei­tag bis Diens­tag lie­fen Prü­fungs­vor­be­rei­tun­gen. Am Frei­tag hat­te die 10a Eng­lisch, die 10b Mathe und die 10c Deutsch. Die fol­gen­den Tage wur­de es so gewech­selt, dass jede Klas­se in allen Prü­fungs­fä­chern geübt hat. Mon­tag hat­te die Pol­nisch­klas­se außer­dem Pol­nisch-Trai­ning. Ein Schü­ler fand die Prü­fungs­vor­be­rei­tung hilf­reich, bis auf Deutsch, denn „Deutsch war irgend­wie lang­wei­lig und wir haben kaum etwas dazu­ge­lernt“, sagt er. Jetzt wis­se sie, wie die Prü­fun­gen unge­fähr auf­ge­baut sind, lobt eine ande­re Schü­le­rin.

Am letz­ten Schul­tag vor den Weih­nachts­fe­ri­en hat­te der 10. Jahr­gang Vol­ley­ball­tur­nier. Der Tag sei lus­tig gewe­sen und das Vol­ley­ball­spie­len habe ihm Spaß gemacht, so ein Schü­ler. Die 10a gewann, gefolgt von der 10c. Die Fran­zö­sisch­klas­se schnitt am schlech­tes­ten ab.

Die viel­sei­tig gestal­te­te Woche gefiel den meis­ten Schü­lern sehr gut. Vie­le freu­en sich schon auf die Pro­jek­te der „Woche des indi­vi­du­el­len Ler­nens” im nächs­ten Jahr.

 

Saman­tha Sin­ger


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